WOLFSBURG AWARD for urban vision

Förderpreis der Stadt Wolfsburg zum Thema „Stadt Raum Geschichte“

Pressemitteilung vom 24.11.2016

Leuchttürme werfen neues Licht

Wolfsburg Award 2016: Daniel Spievak (Bochum) gewinnt den Hochschulpreis

Die Broschüre mit allen Daten und Fakten zum diesjährigen Wolfsburg Award

Klaus Mohrs und Kai-Uwe Hirschheide gratulieren dem Preisträger Daniel SpievakEin Leuchtturm am Schillerteich, der ein neues Licht auf die Stadt werfen und eine neue stadtplanerische Sichtweise eröffnen soll. Mit dieser symbolischen Architekturvision gewann Daniel Spievak aus Bochum den ersten Preis beim studentischen Ideenwettbewerb „Wolfsburg Award for urban vision“ 2016. Der Architekturstudent setzte sich in einem internationalen Teilnehmerfeld unter rund 150 Mitbewerbern durch. Entstanden ist die Arbeit an der Hochschule Bochum im Fachbereich Architektur bei Professor Andreas Fritzen.

Der Preis wurde heute Abend, Donnerstag, 24. November, im Rahmen eines Festaktes im Alvar-Aalto-Kulturhaus in Wolfsburg verliehen und durch Oberbürgermeister Klaus Mohrs, den kommissarischen Leiter des Baudezernats Kai-Uwe Hirschheide sowie die Mitglieder des Preisgerichts überreicht. Neben dem ersten Preis wurden vier Anerkennungen vergeben. Insgesamt ist der „Wolfsburg Award for urban vision“ mit 5.000 Euro dotiert. Davon gingen 2.500 Euro an den Preisträger. Spievaks Arbeit beschäftigt sich mit der stadtplanerischen Struktur Wolfsburgs. Abseits der Porschestraße sollen neue Punktarchitekturen als alternative Magneten entstehen und damit ein Ausgleich zur Nord-Süd-Betonung in der Stadtstruktur geschaffen werden. Mit der Preisvergabe honorierte die Jury den intellektuellen und experimentellen Ansatz der Arbeit, die durch eine starke symbolische Setzung große Strahlkraft und Prägnanz entwickelt und die eine Leitlinie des Stadtkonzepts neu und kritisch hinterfragt.

Ein Leuchtkörper steht zwischen zwei GebäudezeilenSeit der erstmaligen europaweiten Auslobung des Wettbewerbs im vergangenen Jahr wird das Preisgericht durch wechselnde internationale Gastjuroren unterstützt. In diesem Jahr übernahm Gerd Erhartt vom Büro querkraft architekten/Wien diese Aufgabe. In seinem Grußwort zur Preisverleihung richtete er sich vor allem an die Studierenden als künftige Planer-Generation, die er ermutigte zu einem positiven Blick mit kritischen Fragen.

Der studentische Ideenwettbewerb feiert in diesem Jahr sein zehnjähriges Jubiläum und kann auf eine erfolgreiche Geschichte zurückblicken. Seit 2007 haben sich 549 Studierende mit insgesamt 328 Wettbewerbsarbeiten beteiligt. In diesem Jahr haben insgesamt 146 Studierende von 19 Hochschulen 70 Einzel- oder Gruppenarbeiten eingereicht. Im Vergleich zum Vorjahr ist das eine Verdoppelung der Beiträge.

„Über die große Beteiligung, gerade im Jubiläumsjahr, freuen wir uns sehr. Das ist ein schöner Erfolg und zeigt die große Anerkennung dieses auf kommunaler Ebene immer noch einzigartigen Wettbewerbs“, unterstreicht Oberbürgermeister Klaus Mohrs. Gastjuror Gerd Erharrt lobt: „In vielerlei Hinsicht stellt es eine Besonderheit dar, dass eine Stadt einen internationalen Studentenwettbewerb auslobt und in dieser Form regelmäßig über ihre Zukunft nachdenkt. Es wäre wünschenswert, wenn viele Städte diesem Vorbild folgen würden.“ Rund ein Drittel der eingereichten Arbeiten kam in diesem Jahr aus dem Ausland. Unter dem Wettbewerbsmotto „Wolfsburg: Stadt Raum Geschichte“ sucht der Wolfsburger Ideenpreis studentische Projekte, die sich mit der besonderen architektonischen und städtebaulichen Situation Wolfsburgs beschäftigen und daraus innovative Ideen für die künftige Entwicklung der Stadt formulieren.

Bildcollage die mit einem Anerkennungspreis beim Wolfsburg Award 2016 ausgezeichnet wurde„Bewusst heißt es im Wettbewerbstitel ‚urban vision‘“, erklärt Kai-Uwe Hirschheide, kommissarischer Leiter des Baudezernats. „Wir möchten die Architekten, Stadtplaner und Gestalter von morgen dazu ermutigen, ihre Freiräume für visionäre und utopische Beiträge zu nutzen, um Impulsgeber für künftige Entwicklungen zu sein.“ Neben dem ersten Preis wurden vier Anerkennungen vergeben. Die Arbeit „Phase 6“ von Yannik Kaiser und Johannes Rühle (Akademie der Bildenden Künste Stuttgart) schlägt Wolfsburg als erste ausschließlich autonom befahrene Stadt vor. Das Projekt „Gemeindehaus in Wolfsburg-Nordsteimke“ von Stephanie Polochowitz (Bauhaus-Universität Weimar) entwirft mit Blick auf die anstehende Siedlungsentwicklung ein neues Gemeindehaus an der St. Nicolai-Kirche.

„Lebensmittelpunkt Laagberg – Vision Wohnraumtausch“ von Romina Christen, Alisa Gack, Florian Geiselhardt, Urban Stoll und Wiebke von Wietersheim (Hochschule für Technik Stuttgart) beschäftigt sich mit der sozialen Infrastruktur sowie dem Wohnangebot in einem Stadtteil der 1960er Jahre. Das „Wolfsburger Wohnzimmer“ von Sophia Forstner und Angela Kirchlechner (Hochschule für angewandte Wissenschaften München) zeigt einen neuen Hochpunkt an der Porschestraße mit Wohnangeboten und anderen öffentlichen Nutzungen. Insgesamt hat das Preisgericht unter dem Vorsitz von Professor Ariane Röntz (Berlin/Kassel) acht Arbeiten nominiert, die vom 25. November bis zum 15. Dezember in einer Ausstellung in der Bürgerhalle des Rathauses A, Porschestraße 49, in Wolfsburg zu sehen sind und in einer Wettbewerbsdokumentation veröffentlicht wurden.

Die Dokumentation der nominierten und ausgezeichneten Arbeiten lässt sich über das Forum Architektur der Stadt Wolfsburg unter Telefon (05361) 28-2814 oder per E-Mail an wolfsburgaward@stadt.wolfsburg.de kostenfrei anfordern und steht unter www.wolfsburg.de/architektur zum Download zur Verfügung. Nun geht es im zweijährigen Rhythmus weiter. Die Ausschreibungsunterlagen für den Wolfsburg Award for urban vision 2018 werden Ende kommenden Jahres veröffentlicht.


Internationaler studentischer Ideenwettbewerb 

general information: Wolfsburg Award (english)

Titelbild mit der Aufschrift Wolfsburg Award for urban vision 2016Die Stadt Wolfsburg vergibt alle zwei Jahre einen Hochschulpreis, der im Themenbereich „Stadt Raum Geschichte“ innovative Projekte für Wolfsburg würdigt. Zur Teilnahme berechtigt sind Studierende der Fachrichtungen StädtebauArchitektur, Landschaftsarchitektur,Denkmalpflege und Freie Kunst. Der WOLFSBURG AWARD for urban vision ist offen für Studierende aller europäischen Hochschulen.

Die Stadt spielte als kompletter Neuaufbau eine viel beachtete Sonderrolle mit einzigartigen Chancen.  Wolfsburg ist mit der konsequenten Umsetzung aller Leitbilder des Städtebaus der letzten Jahrzehnte und herausragenden Einzelarchitekturen die vielleicht wichtigste Stadt der so genannten Nachkriegsmoderne in Europa. Am 1. Juli 1938 gegründet, entstand bis Anfang der 1970er Jahre eine Großstadt. Die Preisvergabe fördert kreative Ideen und Planungsansätze, welche die baulich-städtebaulichen Qualitäten der modernen Stadt weiterentwickeln. Der WOLFSBURG AWARD for urban vision will so dazu beitragen, die baukulturelle Dynamik Wolfsburgs als Stadt mit Modellcharakter weiter zu stärken.

Wolfsburg liegt etwa mittig auf der Ost-West-Achse zwischen Berlin und dem Ruhrgebiet. Durch eine ICE-Verbindungen und die Nähe zur Autobahn A2 ist die Stadt in einer Stunde aus Berlin und in einer halben Stunde aus Hannover erreichbar.

Der WOLFSBURG AWARD for urban vision ist mit insgesamt 5.000 Euro dotiert. 


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