Neuigkeiten aus dem Bereich Kultur

Rund um das Thema Kultur in Wolfsburg

Pressemitteilung vom 02.11.2017

Gastkünstler auf Burg Neuhaus

Ausstellung: Meraki - Ali Altschaffel, Tim Dalhoff und Anette Knipphals

„Meraki“ heißt die neue Kunstausstellung auf Burg Neuhaus. Ali Altschaffel, Tim Dalhoff und Anette Knipphals sind mit ihren Werken auf Einladung der Neuhäuser Burgkünstler vom 12.11.-10.12. in den Galerieräumen zu Gast.

Zur Eröffnung der vom städtischen Kulturwerk geförderten Schau der Gastkünstler, am Sonntag, 12. November, um 11 Uhr sind Besucher herzlich willkommen. Tom Grote, Journalist von Radio Bremen spricht zur Einführung in die Ausstellung.
Meraki, das Motto der drei Künstler bedeutet, „etwas von deiner Seele hineingeben in das, was du voller Hingabe machst“ und „vollkommen aufgehen in der Kunst“. Dieser Leitgedanke passt zu den Werken der Drei, mit denen sie in der aktuellen Ausstellung präsent sind: Anette Knipphals mit reduzierten, aber konzentrierten Naturzeichnungen, Tim Dalhoff mit strengen, aber stimmungsvollen Architekturfotos und inszenierten Fotografien sowie Ali Altschaffel mit seiner vielfältigen, frechen und satirischen Welt aus gezeichneten Fabelwesen und Alltagsszenen.

Öffentlich aufgetreten sind die Drei in diesem Jahr mehrmals gemeinsam als Ateliergemeinschaft „Fuchsweg 1“. In einem ehemaligen 60er-Jahre-Kiosk in der Nordstadt arbeiten sie gemeinsam und stellen regelmäßig ihre neuesten Bilder, Fotos und Zeichnungen aus. Dieses Mal sind Altschaffel, Dalhoff und Knipphals als Gruppe in der Burg zu Gast und bespielen die drei Galerieräume im Südflügel der Burg.

Für Tim Dalhoff ist Bewegung das große Thema. Das zeigt er in ganz verschiedenen Ausdrucksformen. Im Foto „Autostadt“ integriert er die Themen Architektur und Auto. An der Architektur reizt ihn die Gestaltung des Bauwerkes, die Bewegung der Linie, am Thema Auto ebenfalls die Bewegung der Linie und das Fortbewegungsmittel. Mit den Motiven Tanz und BMX/Rad, die als Themen zu seinen Schwerpunkten gehören, zeigt er vordergründig Menschen in Bewegung. All seinen Fotos ist gemein, dass Dalhoff Bewegung darstellen möchte um etwas zu bewegen, im Sinne von: im Betrachter etwas auslösen.
„Stifte und Pinsel wurden mir zu den Werkzeugen, mit denen ich mein Meraki umsetzen kann. Der Bann des Zeichnens und Malens zeigt mir eine Ebene der Konzentration, die mich die Zeit vergessen lässt.“ So beschreibt Knipphals den Schaffensprozess für ihre Zeichnungen und Bilder. 

Seit inzwischen 20 Jahren lässt sich die Künstlerin von Motiven aus der unendlichen Inspirationsquelle Natur faszinieren. Sie mag das Reduzierte. „Die Schönheit, z.B. einer einzigen Blüte genügt mir völlig, um mit ihr viele Stunden zu verbringen.“ Das zeigt sich in ihren Zeichnungen von Pflanzen und Natur. Sie berühren durch ihre Zartheit und meditative Wirkung. Gleichzeitig sind sie konzentriert und ausdrucksstark.

Ali Altschaffel ist nicht nur in Wolfsburg und der Region mit seinen vielfältigen Arbeiten immer wieder präsent. Seinen besonderen Blick auf Wolfsburg, auf Menschen, auf die Natur und Architektur hat er auch international, z.B. bei Fotoausstellungen in Spanien oder den Partnerstädten Togliatti und Marignane gezeigt. Ob Collagen, Fotografie, Film und Zeichnungen, Medienprojekte, Grafik oder Lay Out – Altschaffel nutzt ganz verschiedene künstlerischen Mittel, um Motive aus seinem Alltag umzusetzen. Aber auch eine ganz eigene Welt mit Phantasiewesen erweckt er zeichnerisch zum Leben. Für seine Arbeit Strange World Animation hat er 2016 den ARTI Kunstpreis in Gold erhalten. Das Thema „Strange World“ zieht sich auch durch seine weiteren Projekte und macht neugierig auf mehr.

Öffnungszeiten der Ausstellung: 12. November bis 10. Dezember, jeweils Samstag 13-17 Uhr, Sonntag 11-18 Uhr.

Adresse: Burg Neuhaus, Burgallee 2, 38446 Wolfsburg

Der Eintritt ist frei.


Pressemitteilung vom 27.10.2017

Alexander Sowa gewinnt Ideenwettbewerb Kunst im Stadtbild

Preisverleihung in der Galerie Junge Kunst e.V

Und der Gewinner ist Alexander Sowa (Giebichenstein Kunsthochschule Halle)! Mit seinem Beitrag „Neuer Schacht Wolfsburg“ ist er der Preisträger des Ideenwettbewerbs -Kunst im Stadtbild - KiS - für den künstlerischen Nachwuchs 2017.

Am Freitagabend (27.10.) hatte das Institut für Zeitgeschichte und Stadtpräsentation der Stadt Wolfsburg in Kooperation mit dem Junge Kunst e.V. zur Ausstellungseröffnung und Preisverleihung des Ideenwettbewerbs für den künstlerischen Nachwuchs 2017 in die Galerieräume eingeladen. Die von der Jury nominierten Wettbewerbsbeiträge wurden präsentiert und die Preisträger bekanntgegeben.

Nach der Begrüßung durch die Vorsitzende des Junge Kunst e.V., Dr. Anke-Catrin Paulsen, würdigte Dr. Hans-Joachim Throl, Vorsitzender des Kunstbeirates der Stadt Wolfsburg und Vorsitzender der Jury Kunst im Stadtbild - KIS, Ideenwettbewerb für den künstlerischen Nachwuchs, die eingereichten Arbeiten der jungen Künstler. In der sich anschließenden Preisübergabe beglückwünschten Dr. Hans-Joachim Throl und Stadtbaurat Kai-Uwe Hirschheide den 1. Preisträger Alexander Sowa und zeichneten ihn für seine Arbeit „Neuer Schacht Wolfsburg“ aus.

Der Preisträger Alexander Sowa ist gebürtiger Stuttgarter und Meisterschüler bei Prof. Rolf Wicker an der Burg Giebichenstein in Halle. Seine Idee Neuer Schacht Wolfsburg sieht auf der Freifläche im Schachtweg die Installation eines von innen beleuchteten Soleschachts mit einer Schachtabdeckung vor, in der ein eingebrachter Glasboden den Blick in diesen Schacht ermöglicht. Der mit Sole gefüllte Schacht mit einer Tiefe von 7,5 Metern und einem Durchmesser von 3,6 Metern nimmt symbolisch Bezug auf die frühere Schachtanlage Gewerkschaft Rothenfelde. Entsprechend der Richtlinien der Schachtverwahrung ist er mit einer Betonabdeckung – hier mit eingelassenem Glas – verschlossen und mit zwei Schildern markiert. Tagsüber lässt sich beim Blick in den Schacht, scheinbar über der Tiefe schwebend, das Gefühl von Faszination aber auch Unbehagen erfahren. Die Ausdehnung des Raumes tatsächlich zu erfassen fällt aus diese Position sehr schwer. Nachts hingegen strahlt das Licht in die Höhe und verändert die Wahrnehmung der Umgebung und schafft damit einen neuen Raum.

Die mit einer Anerkennung von der Jury honorierte Arbeit „Trockenen Fußes“ von Sabine Klenke (Hochschule für Künste im Sozialen Ottersberg), thematisiert in Form eines „begehbaren“ Sees die Sicherheit beziehungsweise Unsicherheit auf dem eigenen Weg zu einem sicheren Zielort. Ein flachangelegter See wird mit festen und beweglichen „Trittsteinen“ versehen, die ein Überqueren zum anderen sicherem Ufer ermöglichen. Beim Tritt auf eine der beweglichen Flächen, ist ein Eintauchen ins Wasser unvermeidlich und die Füße könnten nasse werden. Gibt es überhaupt einen sicheren Weg ans andere Ufer? Dies kann durch Ausprobieren auf spielerische Art herausgefunden werden. Mit Bezug auf Wolfsburgs Geschichte, dem sicheren Arbeitsplatz für italienische Gastarbeiter und der Aufnahme von Flüchtlingen aus Kriegsgebieten, hat die Ottersberger Studentin Sabine Klenke diesen Vorschlag für den Wolfsburger Stadtraum entwickelt. Auch bei der Standortwahl nahe dem Mahnmal der Heimatvertriebenen auf dem Klieversberg stellt sie eine Verbindung zu Wolfsburg her. Sowohl der Umgang mit Unsicherheit als auch die Hinterfragung der eigenen Sicherheit sind Aspekte dieses Vorschlags.

Als Nominierte sind ebenfalls in der Ausstellung zu sehen: Ute Elisabeth Herwig / Hochschule für Künste im Sozialen Ottersberg („Frischzellen“), Bayahro Sangyong Lee / Staatliche Akademie der Bildenden Künste Stuttgart („Fallende Wolke“), Sebastian Pralle / Hochschule für Bildende Künste Braunschweig ( „System/Filter“), Wenke Wollschläger / Hochschule für Künste im Sozialen Ottersberg („The cube“).

Alle Kunstwerke werden noch bis zum 24. November in der Galerie Junge Kunst e.V, Schillerstraße 23 gezeigt.


Pressemitteilung vom 25.10.2017

Mit wachsamen Augen durch die Stadt

Gewinnspiel rund um das Graffitiprojekt - Rolling Wall

Grüne Blasen, blaue Schriftzüge, ein lässiger Wolf – man muss schnell sein, um die „Rolling Wall“ im Treiben des Straßenverkehrs zu entdecken. Der Bus, den Hannes Schubert im Auftrag des städtischen Kulturwerks und der WVG (Wolfsburger Verkehrs GmbH) besprüht hat, ist ein Hingucker auf der Straße.
Wer das fahrende Graffiti gesichtet hat, sollte schnell reagieren und unverzüglich zum Handy greifen, um ein Foto zu machen. Es lohnt sich, denn bis zum 30. November sammelt das Kulturwerk der Stadt Wolfsburg Fotos von der „Rolling Wall“. Diese werden unter Angabe von Ort und Zeit und Fotografen der Aufnahme auf der Facebook Seite des Kulturwerks und unter www.wolfsburg.de/kreativwerkstaetten online gestellt. „Bus Spotting“ ist angesagt! Unter allen Mitwirkenden werden je drei Gewinnpakete mit je einer Zehnerkarte der WVG und einem T-Shirt mit dem Graffiti-Print „Wolfsburg“ verlost.
Mit der Einsendung der Bilder stimmen Sie automatisch der Veröffentlichung auf den Seiten www.facebook.com/Kulturwerk-der-Stadt-Wolfsburg und www.wolfsburg.de/kreativwerkstaetten zu.

Fotos können per PN (Private Nachricht) an das Kulturwerk geschickt werden, oder per Mail an: kulturinfo@stadt.wolfsburg.de


Pressemitteilung vom 24.10.2017

Städtische Galerie Wolfsburg

Lesung mit Kathrin Lange am 7. November 2017 um 18 Uhr aus „Fabelmacht-Chroniken“ im Jagdsaal von Schloss Wolfsburg

Zum Bücherherbst und der Schreibwerkstatt der Leonardo Da Vinci Gesamtschule wird Kathrin Lange aus ihrem Jugendbuch „Fabelmacht-Chroniken“ lesen, dessen Geschichte in Paris spielt, und wird mit dem Publikum darüber diskutieren.

Und darum geht es in dem Buch: „Glaubt Mila an Liebe auf den ersten Blick? Im Zug nach Paris trifft sie einen alten Mann, der ihr diese Frage stellt. Mila ahnt noch nicht, was er längst weiß: Paris wird in ihr eine uralte Fähigkeit wecken. Eine Gabe, mit der sie in ihren Geschichten die Wirklichkeit umschreiben kann. Und tatsächlich, als sie am Bahnhof auf den geheimnisvollen Nicholas trifft, scheint er direkt ihren Geschichten entsprungen. Doch auch Nicholas beherrscht die Gabe der Fabelmacht – und er hat ebenfalls über Mila geschrieben. Ein Kampf der Geschichten um die einzig wahre Liebe entbrennt. Und Mila und Nicholas sind mitten drin.“

Kathrin Lange wurde 1969 in Goslar am Harz geboren. Schon früh entdeckte sie ihre Liebe zum geschriebenen Wort und verblüffte ihre Familie damit, dass sie vor der Einschulung bereits Zeitungsüberschriften zusammenbuchstabierte. Nach dem Abitur wollte sie sich beruflich der Hundestaffel der Polizei anschließen, aber am Ende siegte ihre Liebe zu Büchern. Sie wurde zuerst Verlagsbuchhändlerin und arbeitete eine Zeitlang als Fachbuchhändlerin für Theologie. Nach der Geburt ihrer Söhne gründete sie eine eigene Firma für Mediendesign, die sie 2009 verkaufte. Von 2003 bis 2005 gab sie die Autorenzeitschrift „Federwelt“ heraus und 2005 erschien ihre erste Veröffentlichung bei Rowohlt. Ihr Buch “Das achte Astrolabium” stand auf der Nominierungsliste für den Sir-Walter-Scott-Preis als bester historischer Roman des Jahres 2008 und ihr Jugendbuch “Das Geheimnis des Astronomen” erhielt 2009 den Jugendbuchpreis “Segeberger Feder”.

Heute ist Kathrin Lange Mitglied im PEN und bei den International Thriller Writers und schreibt sehr erfolgreich Thriller für Erwachsene und Jugendliche. Ihr Thriller “40 Stunden” wurde für das Fernsehen optioniert und lief auch als Hörspiel auf Deutschlandradio Kultur. Kathrin Lange gibt Schreibseminare und engagiert sich leidenschaftlich für die Leseförderung von Kindern und Jugendlichen. Sie lebt mit ihrem Mann und zwei Söhnen in einem kleinen Dorf in Niedersachsen, wo sie sich für Leseförderung und die Integration von Geflüchteten engagiert.

Die Veranstaltung ist öffentlich und die Buchhandlung Sopper aus Vorsfelde wird einen Büchertisch zur Lesung präsentieren.



Pressemitteilung vom 20.10.2017

Wie die Brüder Grimm zu ihren Märchen kamen

Veranstaltung im Hoffmann- Museum fällt aus

Die für Donnerstag, 26. Oktober, um 19.30 Uhr angekündigte Veranstaltung „Wie die Brüder Grimm zu ihren Märchen kamen“ mit Moderatorin und Sängerin Ines Hommann im Hoffmann-von-Fallersleben-Museum muss krankheitsbedingt entfallen. 


Pressemitteilung vom 02.10.2017

aufgeSCHLOSSen

Programm des Stadtmuseums Schloss Wolfsburg

Ein ganz besonderer Kulturtermin findet am Sonnabend, 21. Oktober, ab 15 Uhr statt. Unter dem Motto „aufgeSCHLOSSen“ rücken insgesamt fünf Kultureinrichtungen ihre Heimat in den Fokus: das Schloss Wolfsburg. Die Städtische Galerie Wolfsburg, das Stadtmuseum Schloss Wolfsburg, der Kunstverein Wolfsburg, das Kulturwerk und das Institut Heidersberger bieten ein Programm an, bei dem das attraktive Wahrzeichen der Stadt in allen möglichen Facetten entdeckt, als lebendiges Kulturzentrum mit allen Sinnen erlebt, gehörig gefeiert und in die Zukunft weiter gedacht werden kann. Im Folgenden das Programm des Stadtmuseums Schloss Wolfsburg:

15.30 Uhr bis ca. 16.30 Uhr:
Familienprogramm: Schloss Wolfsburg mit allen Sinnen erfahren Bei diesem Rundgang entlang der Mauern von Schloss Wolfsburg nähern sich die Besucher der jahrhundertealten Geschichte mit ihren Händen und Stimmen. Durch das Ertasten der architektonischen Beschaffenheit und den Hall in den einzelnen Räumen wird ein Gespür für die historischen Zusammenhänge zwischen Architektur, Machtverhältnissen, Arbeits- und Wohnalltag sowie der Umwidmung dieses Wahrzeichens unserer Stadt für Kunst und Kultur geweckt.

16.30 Uhr bis ca. 18 Uhr:
Wolfsburger Geschichte(n)
Über die Geschichte des gut 700 Jahre alten Schlosses und der erst 79-jährigen Stadt Wolfsburg gibt es viel zu erzählen: über eine taffe Schlossherrin, den Rhythmus von Arbeit und Leben, die multikulturelle Vielfalt der Wolfsburger, das im historischen Ambiente „besiegelte“ Liebesglück und die Künstler, die hier moderne Kunst schufen und bis heute ausstellen. Von all diesen Wolfsburger Geschichte(n) ist auf einem Museums- und Schlossrundgang in Gesprächen mit Zeitzeugen mehr zu erfahren.


Pressemitteilung vom 27.09.2017

Rolling Wall: Graffitiprojekt des Kulturwerk in Kooperation mit der WVG

Im August hatten die Kreativwerkstätten im Kulturwerk der Stadt Wolfsburg in Kooperation mit der WVG Graffitikünstler aus der Region aufgerufen, einen Linienbus zu gestalten. Insgesamt bewarben sich fünf Interessierte mit vier sehr unterschiedlichen Entwürfen für den Graffitiwettbewerb „Rolling Wall“ mit dem Motto „Zeig Wolfsburg deinen Style“. „Jeder Entwurf hatte sehr überzeugende Elemente! Die Entscheidung fiel uns nicht leicht“, berichtet Timo Kaupert, Geschäftsführer der WVG.

Am vergangenen Wochenende konnte der Gewinner Hannes Schubert (15 Jahre) seine Vorstellung Realität werden lassen. „Hannes Busgestaltung ragte heraus, da bereits seine Entwurfszeichnung eine gute technische Ausarbeitung aufwies. Wir hatten den Eindruck, dass er mit der Umsetzung am Bus gut zurecht kommen würde“, begründet Monika Kiekenap-Wilhelm, Institutsleitung Kulturwerk der Stadt Wolfsburg, die Entscheidung. In der Umsetzung hat Hannes wirklich überzeugt. Drei Tage benötigte der Gymnasiast mit seinem Helfer für eine Gesamtfläche von fast 40 Quadratmetern. Nach 14 Stunden Arbeit in der Lackiererei der WVG war der Bus fertig. Er ist ein großes Kunstwerk geworden. „So eine große Fläche habe ich vorher noch nie gesprüht“, bestätigt Hannes Schubert.

Timo Kaupert freut sich, denn nun kann der Bus seine Fahrt im neuen Gewand aufnehmen. „Er wird sowohl im Stadtverkehr als auch im Umland unterwegs sein und hat damit eine Botschafterfunktion für Wolfsburg.“ Hannes Schubert hat die Rückseite des Busses mit einem Wolf im Comicstyle versehen – ein Gruß aus Wolfsburg für diejenigen, die den Bus auf den Straßen der Region entdecken. Die Idee des Graffitibusses überzeugt alle Beteiligten. Erste Überlegungen zu einer zweiten Auflage im kommenden Jahr werden bereits diskutiert.


Pressemitteilung vom 15.09.2017

Wolfsburg wird StadtLesestadt

Der Literaturkreis Wolfsburg e.V. wird 50!

Dieses große Jubiläum feiert der Literaturkreis in Zusammenarbeit mit der Innovationswerkstatt Salzburg und dem städtischen Kulturwerk in Form der Veranstaltung StadtLesen und hofft, bei vielen Bürgern Lust am Lesen zu wecken und auch am Besuch eines Literaturkreis-Abends. StadtLesen heißt: Wolfsburg wird für ein verlängertes Wochenende zu einem großen Outdoor-Lesezimmer mit 3000 Büchern aus allen Genres, Bücherregalen und Sitzgelegenheiten, die zum Lesen, Stöbern und Relaxen einladen. Der Hugo-Bork-Platz mit seinem Glasdach wird so mit einer ganz anderen Atmosphäre die Bürger Wolfsburgs begrüßen und zum Verweilen einladen. Vom 21. bis 24. September kann unter dem Glasdach gelesen, geblättert und Autoren zugehört werden. Jeweils in der Zeit von 9 Uhr bis zum Dunkelwerden lesen die Wolfsburger Lesepaten aus ihren Lieblingsbüchern und die Autoren und Autorinnen Tatjana Weih, Nicole Schaa, Thommie Bayer, Tom Grote und Helmut Christian Kattmann aus ihren Werken. 
Die Eröffnung der Veranstaltung durch Oberbürgermeister Klaus Mohrs findet am 21. September um 17.30 Uhr auf dem Hugo-Bork-Platz statt. Er ehrt damit den Literaturkreis Wolfsburg e.V. für seine Verdienste in der Wolfsburger Kulturszene. Anschließend ab 18 Uhr wird Thommie Baier den Reigen des bunten Begleitprogramms  mit einer Lesung aus seinem Roman „Seltene Affären“ weiterführen. Thommie Bayer studierte Malerei und war Liedermacher, bevor er 1984 begann, Stories, Gedichte und Romane zu schreiben. Neben anderen erschienen von ihm der für den Deutschen Buchpreis nominierte Roman »Eine kurze Geschichte vom Glück« und zuletzt »Seltene Affären«. Bereits ab 16.30 Uhr können die Besucher von StadtLesen an diesem Tag eine Lesung des Jungen Theaters hören. Hier werden unter Anderem Texte aus den Känguru-Chroniken des deutschen Autors Marc-Uwe Kling sowie Texte der Autoren Sebastian Lehmann, Julius Fischer und Maik Martschinkowsky - angelehnt an Bühne 36, Känguru & Co. - in einer anderen Form gelesen und zitiert.


Pressemitteilung vom 14.07.2017

Die Welt spielt – Wir spielen Welt

Phaenomenale 17 in Wolfsburg - einmalig in Niedersachsen

Die Phaenomenale 2017 widmet sich einem Thema, das mittlerweile sämtliche Lebensbereiche, wie Freizeit, Büroalltag, Einkaufen, Stadtplanung, Forschung, Wirtschaft usw. durchdringt: Dem Spiel.

Das Science & Art Festival vom 17. bis 27. August ist in seiner Verbindung von Wissenschaft, Forschung, Kunst und Kultur einmalig in Niedersachsen. Die thematische Orientierung an aktuellen Fragestellungen, wie etwa der Veränderung der Welt durch digitale Medien, passt ausgezeichnet zur Dynamik der Stadt Wolfsburg. Seit Jahren verbindet das Festival auf einzigartige Weise zahlreiche Institutionen der Stadt Wolfsburg. Die Veranstaltungen richten sich genauso an Erwachsene wie an Jugendliche und Kinder.

Programmüberblick

Games Culture - Ausstellung im Kunstverein Wolfsburg
KünstlerInnen: A Dumb Thing, Amelie Künzler & Sandro Engel (Urban Invention), Peter Lu & Lea Schönfelder, Morten Rockford Ravn u. a. , Kurator: Justin Hoffmann Kunstverein Wolfsburg, Schlossstr. 8, 38448 Wolfsburg, Eröffnung: 17.08.2017, 19 Uhr im Gartensaal von Schloss Wolfsburg, Ausstellung: 18.08.-05.11.2017 Computer-Games sind heute zweifelsfrei eine wichtige kulturelle Strömung. Das digitale Spielen hat inzwischen eine so weite Verbreitung erreicht, dass man von einer dominierenden Stellung der Games innerhalb der Medienindustrie sprechen kann. Die digitalen Spielwelten beeinflussen gegenwärtig Film, Fernsehen und nicht zuletzt die bildende Kunst. Die Freizeit zahlreicher Menschen wird heute nicht selten durchs Zocken bestimmt.

Mit dem Augmented Reality-Spiel Pokémon GO wurde das Computerspiel auf eine neue Stufe gehoben. Jetzt wird nicht nur im eigenen Zimmer, sondern auch im öffentlichen Raum gezockt. Die visuelle Alltagskultur scheint immer mehr durch die Einführung neuer Games geprägt zu werden.

Neben künstlerischen Arbeiten, die das Umfeld der Gamer und neuere Tendenzen der Computerspielentwicklung beleuchten, soll in der Ausstellung Games Culture auch Fan Art in einem eigenen Bereich präsentiert werden. In der Regel handelt sich dabei um Zeichnungen und Gemälde, die Fans von Games produzieren. In jüngster Zeit geht aber die Entwicklung zum Video, und es konnte sich eine breite und interessante Video Game-Fan Art-Szene entwickeln.

Virtuelle Welten - Aktion im Rahmen der Spielstadt in der Bürgerhalle Sonntag, 20.08.2017, 14–18 Uhr, Bürgerhalle, Rathaus A, Porschestraße 49, 38440 Wolfsburg. 

Der Eintritt ist frei.

An diesem Tag tauchen die Besucher der Spielstadt in Virtuelle Welten ab. Sie können die aktuellen Entwicklungen in den Bereichen Virtual Reality (VR) sowie Augmented Reality (AR) ausprobieren und sind dazu eingeladen, einen Blick in die Zukunft unserer Kommunikation, Spiel- und Arbeitswelt zu werfen. Was für Anwendungsmöglichkeiten wird es geben? Wo sind die Grenzen der neuen Technologien?

FIFA Challenge - im Rahmen der Spielstadt in der Bürgerhalle Samstag, 19.08.2017, 13–20 Uhr, Bürgerhalle, Rathaus A, Porschestraße 49, 38440 Wolfsburg Anmeldung bis zum 15.08. unter Kulturinfo Stadt Wolfsburg, Tel.: 05361-281575, E-Mail: kulturinfo@stadt.wolfsburg.de. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt.
Bei der FIFA Challenge wird das Rathaus zum Stadion: Miss Dich mit anderen Spielern auf dem digitalen Fußballrasen! Im Einzelspielermodus kannst Du Dich an den Konsolen der Stadtbibliothek (Playstation4) gegen andere Turnierteilnehmer und sogar gegen einen E-Sport Profi des VfL Wolfsburg durchsetzen. Attraktive Preise warten auf den Gewinner.

Wie ein Spiel entsteht - Vortrag von Reiner Knizia im phaeno Freitag, 18.08.2017, 18–20 Uhr, phæno, Wissenschaftstheater,, Willy-Brandt-Platz 1, 38440 Wolfsburg. Eintritt frei Dr. Reiner Knizia ist einer der erfolgreichsten Spieleerfinder weltweit. Er hat über 600 Spiele kreiert, die in über 2.000 Ausgaben und mehr als 50 Sprachen veröffentlicht wurden. Seine Kreationen wurden mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, darunter zweimal das Spiel des Jahres (Keltis, Wer war’s?) und fünfmal der Deutsche Spielepreis (Modern Art, Euphrat & Tigris, Tadsch Mahal, Amun-Re, Wer war’s?).
In seinem Vortrag "Wie ein Spiel entsteht" eröffnet Reiner Knizia einen unterhaltsamen Blick hinter die Kulissen, wie erfolgreiche Spiele entwickelt und vermarktet werden. Viele anschauliche Beispiele vermitteln auch dem Laien einen faszinierenden Eindruck, wie viel Aufwand und Genie es Bedarf, bis aus einer ersten Idee ein marktreifes Produkt entsteht, das schließlich auf den Kinder- und Erwachsenentischen (oder auch dem SmartPhone) landet, um dort vielen Freude zu bereiten.

Play On - Sonderausstellung im phaeno
Produktion: Edinburgh International Science Festival, phaeno, Willy-Brandt-Platz 1, 38440 Wolfsburg, Ausstellung: 17.08.-17.09.2017. Eintritt frei während des Festivals (bei ausschließlichem Besuch der Sonderausstellung), sonst im phaeno Tagesticket enthalten.
Spiel ist Spaß! Und das nicht nur für Kinder. Jeder von uns erforscht, entdeckt und lernt durch das Spielen. Es bietet uns die Freiheit, uns kreativ und spontan auszudrücken, uns entspannt, glücklich, gefesselt und sogar verzaubert zu fühlen.
Unsere vernetzte Welt reagiert fortwährend auf neue digitale Technologien, und das verändert unsere Art zu spielen ständig. Smartphones, zum Beispiel, gab es vor zehn Jahren noch gar nicht, aber heute tragen wir mehr Rechenleistung in unseren Taschen mit uns herum, als früher gebraucht wurde, um Menschen auf den Mond zu bringen.
Diese interaktive, familienfreundliche Ausstellung will greifbar und direkt erlebbar zeigen, in welch verblüffender Weise die Möglichkeiten der Technik unsere Freizeit beeinflussen. Sie zeigt die wissenschaftlichen Grundlagen unseres Spieltriebes auf und präsentiert spannende Neuentwicklungen in der Art, wie wir spielen können.
Als Erlebnis in vier Bereichen Stell dir das vor, Spieltheorie, Mach etwas Lärm und Spielzeugkiste wird die Ausstellung Play On neue digitale Innovationen und Technologien vorstellen.
 
Die Ästhetik und Kunst des Computerspiels - Vortrag im Kunstmuseum Wolfsburg, Prof. Dr. Daniel Martin Feige Mittwoch, 23.08. 2017, 19–21 Uhr, Kunstmuseum Wolfsburg, Hollerplatz 1, 38440 Wolfsburg Der Vortrag wurde vom Institut für Zeitgeschichte und Stadtpräsentation der Stadt Wolfsburg organisiert. 

Der Eintritt ist frei.

In den letzten Jahren hat sich das Computerspiel zu einem der relevantesten Massenmedien der Gegenwart entwickelt. Im Zuge dieser gestiegenen gesellschaftlichen Relevanz haben auch die Wissenschaften begonnen, sich vermehrt mit ihm zu beschäftigen. Der Vortrag wird aus philosophischer Perspektive in einige mit dem Computerspiel verbundene wissenschaftliche Fragestellungen einführen. Der besondere Schwerpunkt wird dabei einerseits die Frage nach ästhetischen Eigenarten des Computerspiels sein, andererseits die Frage, ob Computerspiele Kunstwerke sind. Dazu werden einige Computerspiele exemplarisch diskutiert.
Der Vortragende Prof. Dr. Daniel Martin Feige ist Professor für Philosophie und Ästhetik in der Fachgruppe Design an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Stuttgart. Seine Forschungs-schwerpunkte liegen u. a. in der philosophischen Ästhetik und Kunsttheorie, der Philosophie des Designs, dem deutschen Idealismus und in der philosophischen Hermeneutik.

Alien-Invasion im Planetarium! Rette sich, wer kann!
Donnerstag, 24.08., 17–19 Uhr, Planetarium Wolfsburg, Uhlandweg 2, 38440 Wolfsburg, Eintritt frei Auf Grundlage des Science Fiction-Klassikers Krieg der Welten von H. G. Wells, in dem die Eroberung unseres Heimatplaneten durch außerirdische Kampfroboter nur durch die Infektion mit irdischen Bakterien gestoppt werden kann, sagen verspielte Besucher angriffslustigen Außerirdischen den Kampf an. Dabei sind in der besonderen visuellen und klanglichen Atmosphäre des Wolfsburger Planetariums 3-D-Effekte ohne 3-D-Brille möglich, so dass Spiel und Spieler, Fiktion und Realität verschmelzen, und es zu einem ganz neuen Spielerlebnis kommt, in dem das klassische Thema der außerirdischen Invasion zu einer völlig neuartigen Unterhaltungsform wird.

Wolfsburger Schlossspiele für Groß und Klein - Führung im Schloss Wolfsburg zeigt historische Spiele Sonntag, 27.08., 15–17 Uhr, Stadtmuseum Schloss Wolfsburg, Schlossstraße 8/Remisen, 38448 Wolfsburg, Eintritt: 3 Euro, kostenfrei für Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre, max. Teilnehmerzahl: 35, Anmeldung unter Stadtmuseum Schloss Wolfsburg, Telefon: 05361-2810 40 und E-Mail: stadtmuseum@stadt.wolfsburg.de Gespielt wurde schon in sehr frühen Zeiten. So finden sich erste Abbildungen des Reifenschlagens auf Vasen des antiken Griechenland. Dort, wie im Römischen Reich „ritten“ Väter und Söhne gemeinsam auf Steckenpferden. Auch aus dem Mittelalter ist eine Vielzahl von Spielen bekannt, die bis heute Vergnügen bereiten.
Auf Schloss Wolfsburg reichen die Spuren allerlei Spiele gleichfalls bis weit in die Vergangenheit zurück. Davon zeugen im Stadtmuseum ein, aus Tierknochen hergestellter, Würfel aus dem 15. und Murmeln aus dem 16. Jahrhundert sowie ein Wipproller, mit dem die Kinder des Grafen von der Schulenburg einst durch den Gartensaal sausten.
Das Programm kann online auf www.phaenomenale.com abgerufen werden.
Veranstalter: Kunstverein Wolfsburg, Institut für Zeitgeschichte und Stadtpräsentation, Kulturwerk Wolfsburg, Science Center phæno Die Phaenomenale wird freundlicherweise unterstützt von: Stiftung Niedersachsen, Lüneburgischer Landschaftsverband, Volkswagen, Sparkasse Gifhorn-Wolfsburg


Pressemitteilung vom 28.06.2017

Neuartiges Projekt gestartet

Wolfsburger sollen Videos von Lieblingsplätzen posten

v.l. Christopher Hesse (Abteilungsleiter Veranstaltungen, WMG), Joachim Schingale (Geschäftsführer WMG), Oberbürgermeister Klaus Mohrs, Matthias Lange (Inhaber WKS Kaufhaus GmbH), Dennis Weilmann (Leiter Kommunikation, Stadt Wolfsburg)Heute startete das neuartige Projekt #Wolfsburgerleben – eine Mischung aus Kampagne und Veranstaltung. Wolfsburgerinnen und Wolfsburger sind aufgerufen, kurze, maximal 15 Sekunden lange Filme von ihrem Lieblingsort in Wolfsburg aufzunehmen und diese über die sozialen Medien einzureichen, in dem sie es mit dem Schlagwort #Wolfsburgerleben und #tdn17 versehen. „Die Bewohner dieser Stadt sollen zeigen, welcher Ort in Wolfsburg ihr Herz höher schlagen lässt oder wo sie Erholung vom Alltagsstress finden. Der Kreativität sind dabei keine Grenzen gesetzt“, erläutert Christopher Hesse, Abteilungsleiter Veranstaltungen bei der WMG. 

Auf der Website www.wolfsburg.de/wolfsburgerleben erscheinen alle Einsendungen dann auf einer Social Wall, einer eigens programmierten Applikation, die alle Beiträge auf einer Seite sammelt. Diese wird live in der Innenstadt erlebbar: in einem Schaufenster des Kaufhauses WKS. Auf diese Weise schlägt das Projekt eine Brücke zum lokalen Handel. Zum Tag der Niedersachsen kommen weitere Schaufenster anderer Einzelhändler in der Porschestraße hinzu. Sie zeigen dann alle eingereichten Filme als Zusammenschnitt. Zum Abschluss des Festwochenendes wird eine Jury dann am 3. September die gelungensten Videos auf der Bühne auszeichnen. Oberbürgermeister Klaus Mohrs stellt fest: „Das Projekt #Wolfsburgerleben verbindet auf großartige Art und Weise die weitreichenden Möglichkeiten der heutigen Technik mit einer bürgernahen Veranstaltung. Es ist eine hervorragende Möglichkeit den Lokalpatriotismus zu fördern und seinen Mitbürgerinnen und Mitbürgern neue Orte in unserer Stadt vorzustellen. Ich bin gespannt auf die Ergebnisse.“ Wer teilnehmen möchte, kann bis zum 27. August das kurze Video über sich und den jeweiligen Lieblingsort in Wolfsburg drehen und es mit den Hashtags „#Wolfsburgerleben“ und „#tdn17“ bei Facebook, Instagram oder Twitter auf dem eigenen Profil hochladen und es öffentlich zugängig machen. Erfüllt der Inhalt des Videos die Teilnahmebedingungen, erscheint es auf der Social Wall unter www.wolfsburg.de/wolfsburgerleben und wird während der gesamten Laufzeit der Aktion in einem Schaufenster der Innenstadt präsentiert. Als Gewinn winken zwei IPads und eine Go Pro Kamera. Dennis Weilmann, Leiter Kommunikation der Stadt Wolfsburg, verdeutlicht: „Wolfsburgerleben hat viele Vorteile. Grundsätzlich kann man davon ausgehen, dass die Teilnehmer eine höhere Identifikation mit der Stadt aufbauen und nachhaltig als Botschafter von Wolfsburg kommunizieren. Auf der anderen Seite haben die Teilnehmer die einmalige Chance, ihre Videos einer breiten Öffentlichkeit zu präsentieren.“


Pressemitteilung vom 27.06.2017

Die Welt spielt – wir spielen Welt

Phaenomenale feiert im August mit dem Thema Play ihr zehnjähriges Jubiläum

Das Wolfsburger Phaenomenale feiert zur Eröffnung am Donnerstag, 17. August, ihr zehnjähriges Bestehen. Gegründet vom Kunstverein Wolfsburg, der Stadt Wolfsburg und dem Science Center phæno widmet sich das Science & Art Festival in seiner einzigartigen Verbindung aus Wissenschaft, Forschung, Kunst und Kultur in seiner achten Ausgabe dem Thema: „Play – Die Welt spielt – wir spielen Welt“. Vom 17. bis 27. August können sich die Besucher an zehn verschiedenen Orten im Stadtraum von Wolfsburg auf diversen Veranstaltungen mit Klassikern und neuen Formen des Spiels, mit Gamification und digitalen Sphären des Spiels auseinandersetzen.

Digitalisierung ist eine Entwicklung, die insbesondere im Computerspiel schon länger zu Hause ist, inzwischen aber nahezu alle Gesellschafts- und Lebensbereiche durchdringt. Unser Smartphone als universelles „Tor zur Welt“ und digitales Entertainment zugleich ist nur eines der Beispiele für diese Entwicklung, die auf der Phaenomenale thematisiert wird.

Neben der Digitalisierung steht in 2017 bei der Phaenomenale wieder die Vernetzung der Wolfsburger Institutionen im Vordergrund. In diesem Jahr beteiligen sich 26 Kultur- und Bildungsträger in Wolfsburg, von der italienischen Konsularagentur über das Hallenbad – Kultur am Schachtweg, das Planetarium bis zum Stadtmuseum Wolfsburg. Die Formate reichen von Ausstellungen, interaktiven Aktionen über Konzerte, bis hin zu Workshops.

Programm-Highlight: Die „Spielstadt“ des Kulturwerks der Stadt Wolfsburg - Die Bürgerhalle des Rathauses wird dabei zur „Spielwiese“ auf der u. a. mit neuen technischen Möglichkeiten die Faszination für virtuelle Welten erfahrbar gemacht wird. Der Kunstverein Wolfsburg widmet sich in seiner Ausstellung „Games Culture“ künstlerisch dem Umfeld von Gamern und neueren Tendenzen in der Computerspielentwicklung. Das Institut für Zeitgeschichte und Stadtpräsentation der Stadt Wolfsburg hat den berühmten Brett-Spieleerfinder Rainer Knizia für einen Vortrag gewonnen. Seine Erfindungen wurden mehrfach mit dem Titel „Spiel des Jahres“ ausgezeichnet. In dem Vortrag verrät er „Wie ein Spiel entsteht“. Das phæno zeigt mit „Play On“ eine interaktive familienfreundliche Ausstellung, die die wissenschaftlichen Grundlagen unseres Spieltriebs untersucht und spannende Neuentwicklungen präsentiert.
Das Programm kann online auf www.phaenomenale.com abgerufen werden.

Die Phaenomenale wird freundlicherweise unterstützt von: Stiftung Niedersachsen, Lüneburgischer Landschaftsverband, Volkswagen, Sparkasse Gifhorn-Wolfsburg



Pressemitteilung vom 06.06.2017

Internationales JugendOrchesterCamp 2017

Festkonzert findet Anfang August im Theater der Stadt Wolfsburg statt

Die Musikschule und das Referat Repräsentation, Internationale Beziehungen der Stadt Wolfsburg veranstalten im Sommer 2017 anlässlich des 50-jährigen Musikschuljubiläums erstmals gemeinsam ein Internationales JugendOrchesterCamp. Dazu werden ca. 50 junge Musikerinnen und Musiker aus den Partner- und Freundschaftsstädten Toyohashi/Japan, Togliatti/Russland sowie Bielsko-Biała/Polen, Pesaro-Urbino/Italien und Marignane/Frankreich vom 30. Juli bis zum 6. August 2017 Wolfsburg besuchen. Neben dem gemeinsamen Musizieren und intensiver Probenarbeit gibt es ein umfangreiches Begleitprogramm. Unterstützt und gefördert wird das JugendOrchesterCamp durch ortsansässige Stiftungen, Vereine und Institutionen.

Das gemeinsame Abschlusskonzert findet am 4. August 2017 um 18:30 Uhr im Scharoun-Theater der Stadt Wolfsburg statt. Das Konzert wird ein einzigartiges kulturelles Geschenk für die ganze Stadt sein, das Internationalität, musikalische Qualität, Virtuosität und jugendliche Spielfreude auf die Bühne bringt. Basis für dieses Projekt ist das Orchester der Musikschule der Stadt Wolfsburg unter Leitung von Hans Ulrich Kolf, der als erfahrener Musiker, Pädagoge und Dirigent für hohe künstlerische Qualität steht. Anspruchsvolle Arrangements der Filmmusiken aus den Filmen Forrest Gump, Titanic, Pirates of the Caribbean, James Bond, Star Wars und ein Karl-May-Medley werden dafür sorgen, dass die Kommunikation der jungen Musikerinnen und Musiker von der Musik getragen wird. Der hervorragenden musikalischen Qualität der jungen Solisten aus den Gastländern wird Rechnung getragen durch solistische Parts in den Filmmusiken zu „Schindlers Liste“ und „Jenseits von Afrika“. Als Höhepunkt des Programms wird die junge Wolfsburger Sängerin Evelyn Mank unter Begleitung des Orchesters den berühmten James-Bond-Titel „Skyfall“ singen. Der Eintritt zu dieser Veranstaltung ist frei. Eintrittskarten sind an der Theaterkasse erhältlich.

„Wolfsburg setzt neben der Bedeutung als Wirtschaftsstandort auf Interkulturalität, Internationalität und Bildung als Akzente einer jungen, dynamischen und weltoffenen Stadt. Internationale Jugend-begegnungen sind eine hervorragende Möglichkeit, um Jugendlichen diese Werte zu vermitteln, den Blick nach außen zu öffnen und grenzüberschreitende Freundschaften zu begründen. Sie wirken sich zudem sehr positiv auf die persönliche und kulturelle Identitätsbildung sowie die soziale und sprachliche Kompetenz der beteiligten Jugendlichen aus“, hebt Oberbürgermeister Klaus Mohrs hervor.


Pressemitteilung vom 31.05.2017

Kita singt 2017 rockt das Schloss Wolfsburg Veranstaltung im Rahmen der Internationalen Sommerbühne

Die Musikschule der Stadt Wolfsburg präsentiert am Sonntag, 11. Juni, ab 11 Uhr im Innenhof des Wolfsburger Schlosses im Rahmen der Internationalen Sommerbühne das Projekt Kita singt 2017. Der Eintritt zu dieser Veranstaltung ist frei.

Seit 2010 findet dieses Projekt statt und hat sich inzwischen zu einer festen Größe im Veranstaltungskalender vieler Wolfsburger Kindertagesstätten, ihrer Kinder und deren Familien entwickelt. Anspruch und Ziel der städtischen Musikschule ist es, die elementare Freude der Kinder an der Musik und am Singen früh zu fördern und zu unterstützen. 26 Wolfsburger Kitas mit mehr als 530 beteiligten Vorschulkindern haben sich seit Januar des Jahres zusammen mit ihren Erzieherinnen und den Lehrkräften der Musikschule auf den großen Tag vorbereitet.

Katrin Heidenreich, Kita singt-Koordinatorin der Musikschule freut sich: „Der Auftritt von Kita singt im Rahmen der Internationalen Sommerbühne ist die Krönung dieses Projektes. Das Erlebnis, im traumhaften Ambiente des Schlossinnenhofes für Familien, Freunde und die Öffentlichkeit zu singen, ist eine unvergessliche Erfahrung.“ Bei den letzten Aufführungen war der Schlosshof bis zum letzten Platz gefüllt und die Stimmung bei allen Mitwirkenden fröhlich und ausgelassen.

Zwischen den Auftritten der Kitagruppen wird das Folk-Ensemble Clover aus der Musikschulzweigstelle Fallersleben die Bühne betreten und unter Leitung von Hans Keck ein stimmungsvolles Konzertprogramm bieten. Die jungen Musikerinnen und Musiker haben die Stadt Wolfsburg schon erfolgreich bei einer Städtepartnerschaftsreise in Marignane vertreten und ihr Können in zahlreichen eigenen Konzerten präsentiert.

Erneut werden die Kinder mit originalen Kita singt-T-Shirts auftreten, die seitens der Volksbank BRAWO zur Verfügung gestellt wurden.


Pressemitteilung vom 16.05.2017

Stadtarchiv stellt Archivalie des Monats Mai vor 

Einweihung des neuen Oberschulgebäudes - heutiges Ratsgymnasium

Die Entwicklung der Stadt spiegelt sich nicht zuletzt im Ausbau ihrer schulischen Infrastruktur. Vier Jahre nach Gründung der „Stadt des KdF-Wagens“ wurde die Oberschule eingerichtet, die vorerst Barackenräumlichkeiten auf dem Gelände des heutigen VfL-Stadions in Heßlingen zugewiesen bekam. Bis dahin waren die Oberschulschüler darauf angewiesen, in Braunschweig entsprechende Schulen zu besuchen. Unter der Leitung von Oberstudienrat Karl Hofmann startete am 06. August 1942 der Unterricht in zwei Klassen mit 58 Schülern, die zwei Lehrer unter ihre Obhut nahmen. Rund ein halbes Jahr später erfolgte der Umzug der Oberschule in den Barackenschulkomplex in der heutigen Heinrich-Heine-Straße. Nach Errichtung einer weiteren Klasse begann das neue Schuljahr 1943/44 im Herbst mit nun schon 98 Schülern und drei Lehrkräften.
Die Anzahl der Schüler stieg weiter rasch und kontinuierlich an. Bereits Ende 1944 besuchten 188 Schüler die Oberschule. Gegen Kriegsende mit der Besetzung der Stadt durch alliierte Truppen wurde der Schulbetrieb ausgesetzt. Nach einer halbjährigen Pause erfolgte sodann im Oktober 1945 die Wiedereröffnung der Oberschule mit vier Klassen, 169 Schülern und sechs Lehrern. Fand diese auch unter einem neuen politischen System statt, so kehrte man zunächst an eine alte Wirkungsstätte zurück. Nach erfolgreichen Verhandlungen des Schulleiters Lorenz Heiny mit den britischen Militärbehörden konnte die Schule wieder in den Barackenkomplex in Hesslingen einziehen. Wegen Kohlenmangels im Winter musste ein Teil der Klassen jedoch im folgenden Winter übergangsweise im Ledigenheim in der Stadtmitte und in Baracken an der Heinrich-Heine-Straße untergebracht werden.  Mit Beginn des neuen Schuljahres im Mai 1947 verfügte die Schule über alle Jahrgangsstufen der 5. bis einschließlich der 11. Klasse und hatte bereits 434 Schüler. Am 06. April 1948 wurde der Studienrat Friedrich Wilhelm Bußmann aus Düsseldorf zum neuen Schulleiter bestimmt, der die Oberschule über mehrere Jahrzehnte als Oberstudiendirektor leiten sollte und mit großem Engagement und Geschick entscheidend zur Weiterentwicklung der Schule beitrug.
Um 1950 stand die Oberschule wegen ihres permanenten Schülerzuwachses vor erheblichen Raumproblemen. Deshalb wurden konkrete Planungen für einen Neubau an der Pestalozziallee aufgenommen. Am 21. Juli 1950 berieten die Preisrichter über die Entwürfe für den Bau einer neuen Oberschule. Den ersten Preis errang im Architektenwettbewerb Prof. Dr. Friedrich Wilhelm Krämer von der Technischen Hochschule Braunschweig. Bestand auch die Absicht, den ersten Gebäudetrakt mit insgesamt acht Klassenräumen zum Beginn des Schuljahres 1951/52 zu beziehen, so wurde diese durch Verzögerungen bei der baulichen Fertigstellung durchkreuzt. So konnte die Oberschule erst zum 28. Mai 1951 die neuen Räume beziehen - und dies begleitet durch einen eher schlichten Festakt. Vor geladenen Gästen aus Rat, Verwaltung und Elternrat der Schule sowie den Schülerinnen und Schülern hob Oberstudiendirektor Bußmann hervor, dass der Bau von der Einfachheit, die auch im Unterricht gepflegt werde, geprägt sei. Es gäbe nur einen Bau in Wolfsburg, der ebenso zweckmäßig sei, das Volkswagenwerk.
Zwar war mit dem Neubau zumindest vorerst die Raumnot der Schule gelindert, doch entstanden durch die beiden Standorte schulorganisatorische Schwierigkeiten. Da die Schüler nun auf die neue Schule an der Pestalozziallee und die Barackenklassenräume in Hesslingen aufgeteilt waren, mussten die Lehrkräfte zwischen den beiden Standorten hin- und herpendeln. Die Unterrichtspausen genügten allerdings kaum, um die Strecke erfolgreich zu bewältigen. Daher wurde der Schulunterricht notgedrungen zeitlich eingeschränkt (HA 5499, Auszug aus der Festschrift „10 Jahre Städtische Oberschule Wolfsburg“). Beim Festakt zur Einweihung der Oberschule versicherte der stellv. Bürgermeister Hermann Lahmann seinem Publikum, es werde „selbstverständliche Pflicht für die kommunalen Verantwortungsträger sein, so lange weiterzubauen, bis die Oberschule vollkommen fertig sei. Da in Wolfsburg aber auch viele andere Aufgaben zu lösen seien, könne das nur etappenweise erfolgen.“ Am 29. Februar 1952 beschloss der Rat der Stadt, die Schule zu vollenden. In absehbarer Zeit sollte die Zweiteilung der Schule der Vergangenheit angehören. Ein wichtiger Schritt war demzufolge am 15. März 1953 der Einzug in den zweiten Bauabschnitt mit 19 Klassenräumen. Hierdurch wurde es der Oberschule ermöglicht, sämtliche Klassen im Neubau unterzubringen. Eine weitere Etappe war neben der Inbetriebnahme der Turnhalle die Einweihung der Schulaula am 09. Mai 1955, die auch als Aufführungsstätte des KulturringesWolfsburg einen festen Platz einnahm. Zu diesem Zeitpunkt hatte die Oberschule deutlich über 1.000 Schüler - die Planungen für eine zweite Oberschule wurden im Rathaus bereits zielgerichtet von den zuständigen Stellen der Schul- und Bauverwaltung vorangetrieben. Ihren endgültigen Namen erhielt die erste Oberschule als „Ratsgymnasium“ zum 1. Juli 1958 durch einen Beschluss des Rates der Stadt in der Festsitzung zum 20-jährigen Stadtgründungsjubiläum.
Text: Werner Strauß, alle Rechte beim Institut für Zeitgeschichte und Stadtpräsentation (IZS)



Pressemitteilung vom 25.04.2017

Archivalie des Monats April 

Eine Praline in den städtischen Verwaltungsakten 

Der Skandal um den ersten Bordellbetrieb innerhalb Wolfsburgs, den Bienenkorb in der Poststraße 34, hielt die Stadtverantwortlichen Anfang der 1970er Jahre sowohl juristisch als auch im innerstädtischen Diskurs auf den verschiedensten Ebenen in Atem und trieb die seltsamsten Blüten. In den weit über zwanzig Akten sind die sich jahrelang hinziehenden gerichtlichen Auseinandersetzungen mit dem Betreiber des Bordells, Hans-Jörg Hartvigsen, ebenso dokumentiert wie die Anwohnerproteste, die Presseberichterstattung und das städtische Bemühen, im Austausch mit anderen Kommunalverwaltungen Lösungen für die komplizierte Sachlage zu finden. Und inmitten all dieser Papiere findet sich eben auch ein Erotikmagazin: die Praline vom 6. Dezember 1972. Die Titelseite verspricht allerlei schlüpfrige Berichte, so unter der Rubrik „Kleine Biester“ eine Reportage über die Verführungskünste der vierzehnjährigen Gudrun, die „acht ‚ehrbare‘ Ehemänner“ in Versuchung und darüber Tagebuch geführt habe. Eine Fotogeschichte verspricht zudem Einblicke in „[d]ie Liebe einer Nackttänzerin“. Man stelle sich vor, wie ein eifriger städtischer Angestellter, nachdem er möglicherweise zuvor einen Tipp oder einen Hinweis auf den Artikel bekommen hat, das Heft zunächst mit leicht verschämten Blick am Bahnhofskiosk käuflich erworben hat – und dabei gegebenenfalls auch nach einer Quittung verlangt hat, um seine Ausgaben erstattet zu bekommen –, um es sodann in seinem Büro beflissentlich zu studieren, sprich: bis zur letzten Doppelseite durchzusehen, denn erst diese führt uns wieder zurück zum Bordell-Skandal um den Bienenkorb in der Poststraße 34.
Unter der Rubrik „Deutschland bei Nacht“ berichtet der Journalist Peter Fischer über die durch das Ordnungsamt angeordnete Schließung des Etablissements. Dabei wurden sogar die Fenster und Türen des Bordellbetriebs zugemauert – eine Aktion, für die sich die Stadt nur wenig später viel Spott einhandelte, zeigte sich doch bald, dass diese Schritte unrechtmäßig waren. Doch Hartvigsen wartete nicht die Ergebnisse der Rechtsprechung ab, sondern hackte in Begleitung einiger Männer die Mauern mit Spitzhacken und Hämmern kurzerhand wieder auf, wie es in dem Artikel heißt. Seitdem werde im Wolfsburger „Eros-Haus [t]rotz Verbot [...] weiter Sex verkauft“. Nüchtern führt Fischer die sich daraus ergebenden Probleme der fortgesetzten Ruhestörung für die Anwohner in dem sonst so ruhigen Handwerkerviertel im Herzen Wolfsburgs an. Der Stadt wären die Hände gebunden, so der Journalist weiter, der sodann mit einem Zitat des hiesigen Rechtsrats Otto Haag aufzuwarten weiß: „Wir sind als Behörde eingeengt. Es gibt bei der ganzen Sache zahlreiche Fußangeln. Wir wollen da nicht hineinstolpern. Eine erneute Schließungsaktion muß sorgfältig geplant werden. Wir können nicht auf Verdacht handeln.“ Der Reporter der Praline konstatierte sodann, wie hilflos die Wolfsburger „der ganzen Misere“ gegenüberstünden, da „es bei uns keine allgemeingültige Gesetzgebung gibt, die den Städten klare Rechte zur Bekämpfung des Dirnen-Unwesens einräumen“. Nirgendwo in den Aktenbergen der Stadtverwaltung zum Skandal um den Bienenkorbwurde die der Geschichte innewohnende Problematik präziser auf den Punkt gebracht.
Bemerkenswert ist darüber hinaus, dass Fischer als einziger Journalist in den von der Stadt angelegten Presseausschnittsammlungen auch eine Arbeiterin aus dem Milieu zu Wort kommen ließ, die dabei ihren distanzierten Blick auf das Gewerbe sprachlichen Ausdruck verlieh: „Eigentlich ist es ja widerlich“, so die Tänzerin ‚Bonnie Baby‘ aus Jamaika, die in der Nachtbar Maximtanzte, „daß man sich wie ein Stück Vieh darbietet, aber ich verdiene ganz gut, und irgendwann heirate ich mal einen Mann, der mich nicht als Lustobjekt betrachtet.“ Dass ausgerechnet ein „Schmuddelheft“ den Skandal um den Bienenkorb so gut recherchiert und ausgewogen in der Berichterstattung präsentiert, war so nicht unbedingt zu erwarten.

Allerdings war Fischer keineswegs der erste, der im Erotikmagazin Praline über die Volkswagenstadt berichtete. Schon zwei Monate zuvor, am 4. Oktober 1972 schrieb Hartmut Volz über ein Bordell in Mörse: „Drei Eros-Mädchen bringen ein kleines Dorf in Aufruhr“, war sein Text überschrieben; tatsächlich war es eine Aussage des dortigen Bordellmanagers Klaus Rößner, der wiederum die Stadtverwaltung in Aufruhr versetzte. Behauptete dieser doch forsch, er habe gute Beziehungen zum Wolfsburger Rathaus – was umgehend im Verwaltungsausschuss thematisiert wurde und dem Bordellbetreiber eine Strafanzeige einbrachte. Denn, wie es in dieser heißt, „[d]iese Behauptungen sind geeignet, die Stadtverwaltung verächtlich zu machen und in der öffentlichen Meinung herabzuwürdigen“. Um eine lange Geschichte kurz zu machen: Rößner wurde ein Bußgeld von 500 DM auferlegt und die Stadt war um eine weitere gerichtliche Erfahrung reicher. Der Artikel aus dem Oktober aber fand allein als Kopie Aufnahme in die Akten.

Text: Dr. Alexander Kraus, Projekt: Wolfsburg auf dem Weg zur Demokratie // Alle Rechte beim Institut für Zeitgeschichte und Stadtpräsentation (IZS), Goethestraße 10a, 38440 Wolfsburg, Telefon: +49 5361 275741


Pressemitteilung vom 19.04.2017

Offenes Atelier in der Städtischen Galerie 

Die Arbeit Introspekteur steht im Mittelpunkt

Die Städtische Galerie Wolfsburg lädt am Sonntag, 23. April, von 14 bis 17 Uhr wieder zum Offenen Atelier „Neue Ansichten“ ein. Treffpunkt ist im Südflügel des Schlosses Wolfsburg. Ein weiteres Mal steht die Arbeit „Introspekteur“ des Künstlers Peter Bömmels im Mittelpunkt und wird ganz genau unter die Lupe genommen. Denn sein Gesicht und vor allem sein Gesichtsausdruck sollen Ausgangspunkte für das Arbeiten in der Bürgerwerkstatt sein. Seine Mimik wird sich in Masken widerspiegeln, die von den Gästen gefertigt werden.
Die Skulptur aus hellem, gelblichem Birkenholz - in der die Blockform und die streifige Holzmaserung noch zu erahnen ist - kann gemeinsam mit der Kunstvermittlerin Elke Schulz entdeckt werden. An Augen-, Nasen- und Mundpartie, am Kinn und dem Halsansatz hat das Werkzeug deutliche Spuren hinterlassen. Die Augenlider sind zu länglichen röhrenartigen Gebilden ausgewuchert, die den Blick in die Senkrechte bannen, das Kinn ist auf den Hals gedrückt.
In den Winkeln des schmallippigen Mundes nistet die Andeutung eines Lächelns. Kann diese Mimik auch mit einfachen Mitteln umgesetzt werden? Wer dieses ausprobieren möchte, sollte am Sonntag das Offene Atelier nicht verpassen. Die Veranstaltung ist kostenfrei und offen für alle Altersgruppen.



Pressemitteilung vom 11.April 2017

Historische Museen laden zu Oster ein

Heitere Hoffmann-Lieder und bunte Welt der Daniela Guntner!

Die Historischen Museen am Schloss Wolfsburg und im Schloss Fallersleben laden an allen Osterfeiertagen sehr herzlich zu einem Besuch ein – und zwar bei freiem Eintritt. Geöffnet ist das Stadtmuseum Schloss Wolfsburg am Ostersonnabend von 13-18 Uhr, Karfreitag, Ostersonntag und Ostermontag jeweils von 11 bis 18 Uhr. Das Hoffmann-von-Fallersleben-Museum öffnet morgens zu denselben Zeiten, schließt jedoch jeweils schon um 17 Uhr.
Im Stadtmuseum lohnt – vielleicht nach einem österlichen Spaziergang im Schlosspark  – immer ein Blick in die unterhaltsame Dauerausstellung zur Schloss- oder Stadtgeschichte. Hier erzählen Zeitzeugen oder auch die Ausstellungsstücke selbst  von Tanzabenden im Café Klewin, von Flucht und Ankunft in der Volkswagenstadt, von heimisch gewordenen italienischen Familien oder auch von der Feier zum Käferjubiläum 1955. Vor allem aber lädt die Sonderausstellung „Die bunte Welt der Daniela Guntner“ zu einem Besuch ein, der „50 Jahre kreatives Gestalten für Wolfsburg“ und zugleich ganz viele schöne Facetten und Ereignisse der Wolfsburger Stadtgeschichte ins Gedächtnis ruft.
Im Herzen des Schlossparks und der Fachwerkaltstadt lädt im Schloss Fallersleben das Hoffmann-von-Fallersleben-Museum zu einem „Ausflug“ in das 19. Jahrhundert, in die Zeit und das Leben des berühmten Dichters des Deutschlandliedes und Hunderter Kinderlieder ein. Die vor drei Jahren komplett neu gestaltete Dauerausstellung präsentiert das große Werk des vielseitigen und kämpferischen gebürtigen Fallerslebers abwechslungsreich und sehr unterhaltsam, mit sehr viel Musik und Mitmachstationen, die – wie z. B. an einer Karaoke-Station oder dem Liederbaum - auch zum Mitsingen einladen.
Geschlossen bleiben die Historischen Museen am Dienstag nach Ostern, am 18. April. Ab Mittwoch, 19. April, gelten wieder die normalen Öffnungszeiten.


Pressemitteilung vom 05. April 2017

Kunst im Wolfsburger Stadtbild

Stadt schreibt Ideenwettbewerb aus

Zum 3. Mal schreibt das Institut für Zeitgeschichte und Stadtpräsentation (IZS) der Stadt Wolfsburg den Wettbewerb „Kunst im Stadtbild Wolfsburgs – KiS, Ideenwettbewerb für den künstlerischen Nachwuchs“ aus.
Neben den Studierenden richtet sich der Wettbewerb auch wieder an die jungen Absolventinnen und Absolventen der Fachrichtung "Freie Kunst" und anderer Kunst-Studiengänge mit dem Schwerpunkt "Kunst im öffentlichen Raum" an deutschen Hochschulen.
Anita Placenti-Grau (Leiterin IZS): „Ihnen wird die Möglichkeit geboten, Ideen für Projekte zur Kunst im Stadtbild in Wolfsburg vorzuschlagen. Es steht den Teilnehmenden frei, für welchen Standort innerhalb des Stadtraums sie ihre Projekte entwickeln möchten. Erwartet werden visionäre Ideen, die von den derzeitigen Freiräumen in der Stadt Besitz ergreifen."
Der beste Beitrag wird von der Jury zum Preisträger gekürt und erhält ein Preisgeld in Höhe von 1.500 Euro. Bis zu drei weitere Arbeiten können eine besondere Anerkennung erhalten, diese sind mit einer abgestuften finanziellen Honorierung von jeweils 500 Euro verbunden.
Mit dem Ideenwettbewerb setzt der Geschäftsbereich Kultur ein Projekt aus dem Kulturentwicklungsplan der Stadt Wolfsburg um, mit den Zielen den künstlerischen Nachwuchs zu fördern, und Wolfsburg als Zentrum für zeitgenössische Kunst um eine weitere Nuance zu ergänzen. Der Einsendeschluss ist am 8. September 2017.
Alle Informationen zum Ideenwettbewerb 2017 erhalten sie unter www.wolfsburg.de/izs. Die Ausschreibungsunterlagen können aber auch direkt anfordert werden bei: Stadt Wolfsburg, Institut für Zeitgeschichte und Stadtpräsentation (IZS), Ideenwettbewerb zur Kunst im Stadtbild Wolfsburgs – KiS, Postfach 10 09 44, 38409 Wolfsburg, izs-stadtarchiv@stadt.wolfsburg.de
Die Preisverleihung findet am 27. Oktober 2017 im Rahmen der Ausstellungseröffnung in der Galerie des Vereins Junge Kunst e. V. statt.


Pressemitteilung vom 6. März 2017

Theater Wolfsburg heißt jetzt „Scharoun-Theater Wolfsburg“ 

Akademie der Künste stimmt Umbenennung zu

Die Akademie der Künste in Berlin hat heute gegenüber der Stadt Wolfsburg ihre Zustimmung zur Umbenennung des Theater Wolfsburg in „Scharoun-Theater Wolfsburg“ erklärt. Damit ist der Weg für die Umsetzung geebnet. Die durch die Umbenennung erforderlichen Maßnahmen können nun geplant und umgesetzt werden.

Der Rat der Stadt Wolfsburg hatte in seiner Sitzung am 22. Februar beschlossen, dass Theater Wolfsburg in „Scharoun-Theater Wolfsburg“ umzubenennen. Dieser Beschluss stand unter dem Vorbehalt der Zustimmung der Akademie der Künste, Berlin.


Dunkelführung auf der Burg Neuhaus

Infos zur Architektur, zur Geschichte und zur Liebe

Burg Neuhaus © WMG WolfsburgAm Freitagabend, 17. Februar, veranstalten das Stadtmuseum Schloss Wolfsburg und die Burgfreunde der Burg Neuhaus zum zweiten Mal eine Dunkelführung auf der Burg Neuhaus. Treffpunkt ist um 19 Uhr der beleuchtete Burghof. Taschenlampen sind bitte mitzubringen. Der Eintritt zu dieser Veranstaltung ist frei, jedoch wird um Anmeldungen unter Telefon: 05361-281040 oder per EMail: stadtmuseum@stadt.wolfsburg.de gebeten.

Als die Burg Neuhaus im Mittelalter erbaut wurde, sorgten in der dunklen Jahreszeit und in den Nachtstunden Kerzen und Fackeln für Erleuchtung. Gundula Zahr vom Stadtmuseum beleuchtet in unseren elektrifizierten und hochtechnisierten Zeiten die Geschichte dieses Bauwerks und seiner Bewohner bei einer Dunkelführung allein im Lichtschein von Taschenlampen: Auf einem Felsmassiv oberhalb des Hehlinger Bachs gelegen gilt sie als eine der am besten erhaltenen Wasserburgen Norddeutschlands. Zu erfahren ist von den kriegerischen Umständen um die Errichtung der mehr als 600 Jahre alten Festung. Ihr erster  Burgherr war Herzog Magnus der Jüngere, der seines Wesens wegen auch den Beinamen „der Raufbold“ trug. Fast zwei Jahrhunderte später fand das Zeitalter der Ritter ein Ende und es begann die Umnutzung der Burg Neuhaus zum herzoglichen Amtssitz. Das heutige Leben auf der Burg ist von Kunst, Kultur und Kitakindern bestimmt.

Und so kurz nach dem diesjährigen Valentinstag wird das Burgteam bei dieser besonderen Erkundungstour auch die Liebe auf romantische Weise in den Blick nehmen.



Pressemitteilung vom 03.01.2017

Juliette Jacobsen & Band

Gesangsdozentin und Leiterin des Jazz-und Popchores an der Musikschule der Stadt Wolfsburg gibt Konzert

Eine Zeitung mit der Überschrift Aktuelles; Foto: Zerbor/Fotolia.com © Zerbor/Fotolia.comMit vielseitiger Stimme und eigenen Popsongs wird die junge Sängerin Juliette Jacobsen in Begleitung ihrer Band am Sonntag, 15. Januar; um 18:30 Uhr im Gartensaal des Wolfsburger Schlosses ein Konzert geben. Als Sängerin und Pädagogin gibt Juliette Jacobsen nun ihr Können als Gesangsdozentin und Leiterin des Jazz-und Popchores an der Musikschule der Stadt Wolfsburg weiter.

Juliette Jacobsen singt in selbst komponierten englischsprachigen Pop-Songs von persönlichen Erfahrungen und Erlebnissen. Das Programm besteht sowohl aus ihren älteren Songs als auch aus aktuellen Titeln. Vor allem Balladen sind das Stecken-pferd von Juliette Jacobsen. Ihre Songs sind geprägt von eingängigen Melodien, dem Sound der 90er Jahre, aber auch dem harmonischen Stil der 60er Jahre. Neben langsamen und gefühlvollen Stücken sind auch Songs mit Latin- und Jazzeinflüssen zu hören. Ausgewählte Coversongs runden das Programm ab und zeigen die stilistische Vielseitigkeit der jungen Sängerin auf.

Nach einer klassischer Klavierausbildung und dem autodidaktischen Erlernen zahlreicher Instrumente switchte Juliette Jacobsen in ihrer Schulbigband bereits zwischen verschiedenen Instrumenten hin und her. Mit ihren Gesangsbeiträgen wurde sie dort von Produzenten entdeckt und wirkte bei Studioaufnahmen mit. In ihrer Heimatstadt Hamburg arbeitete sie als Blockflöten- und Klavierlehrerin und tourte als Percussionistin bei Qunita Feira durch die Republik. 2006 begann sie an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover ein Jazzgesangstudium, das sie zusammen mit ihrer Band und neun weiteren Musikern im Dezember 2015 mit ihrem Diplomkonzert erfolgreich beendete. Mit dem Chor Vivid Voices, einem ausgezeichneten Jazz-Chor, machte sie 2016 eine Tour durch Washington und New York. Seit einigen Jahren leitet sie selbst Chöre. Sebastian Bauer spielt bei Juliette Jacobsen sowohl E-Bass als auch Kontrabass. Er spielt in zahlreichen weiteren Formationen, unter anderem im Viktor Bürkland Trio „The Chetz“.

Tobias Decker schloss sein Diplom als Jazz- und Rock-Schlagzeuger an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover ab, arbeitet als Pädagoge an der Musikschule Ostkreis und ist mit der Elektro-Band Kasimir Effekt unterwegs. Mit seinem virtuosen, vom Jazz geprägten Spiel trägt er zu Juliettes Songs in besonderer Weise bei.

Agnes Hapsari spielt in der Juliette Jacobsen Band Piano und ist Background-sängerin. Nach einem Kompositions- und Jazzklavierstudium in Hannover studiert sie aktuell Chorleitung in Dänemark. Sie leitet Chöre, arbeitet bei „Hannover Theater“, spielt unter anderem in der Tangoband „Sueno Tango“, der Soul-Jazz-Band „Cream Flow“ und unterrichtet Gesang und Klavier.


Der Eintritt zu dieser Veranstaltung ist frei.


Pressemitteilung vom 07.12.2016

Amtsgericht Wolfsburg

Archivalie des Monats Dezember

Das heutige Amtsgericht zählt zu den größeren Amtsgerichtsbezirken im Bereich des Oberlandesgerichts Braunschweig. Als Spätfolge der Französischen Revolution wurde um 1850 in den einzelnen Territorien der Wolfsburger Region nach der Trennung der rechtsprechenden von der vollziehenden Gewalt die Ebene der Amtsgerichte eingeführt. So entstanden für das Herzogtum Braunschweig das Amtsgericht Vorsfelde sowie für das Königreich Hannover das Amtsgericht Fallersleben. Für die preußischen Teile im sogenannten „Wolfsburger Ländchen“, den Exklaven Heßlingen mit der Gutssiedlung Alt-Wolfsburg und Hehlingen, war zunächst das Amtsgericht in Oebisfelde zuständig. 1932 wurden im Zuge einer Verwaltungsreform die genannten preußischen Exklaven dem Landkreis Gifhorn und gerichtsmäßig dem Amtsgericht Fallersleben zugeschlagen. Das repräsentativ gestaltete Amtsgerichtsgebäude am Hofekamp in Fallersleben entstand zwischen den Jahren 1934 und 1936. Die neugegründete „Stadt des KdF-Wagens“ wurde dem Fallersleber Amtsgericht zugeordnet.
Mit dem Wachsen der Stadt entstanden im kommunalpolitischen Raum und in der Führungsetage der Stadtverwaltung um 1950 Bestrebungen, die obersten Gerichtsbehörden und die Landesregierung zu veranlassen, ein eigenes Amtsgericht für das Stadtgebiet einzurichten. Der Weg dorthin war mit einigen Hindernissen gepflastert und erforderte auch in manchen Punkten Zugeständnisse von Seiten der Stadt Wolfsburg. In einem noch frühen Stadium erklärte sich die Stadt Ende Oktober 1952 bereit, einen finanziellen Beitrag zur Errichtung des Amtsgerichtes zu leisten. Zu den finanziellen Rahmenbedingungen gehörte auch die Bereitstellung eines Grundstückes für die Baumaßnahme. Am 23. Juni 1954 beantragte das Landgericht Hildesheim bei den vorgesetzten Behörden die Einrichtung einer Zweigstelle des Amtsgerichtes Fallersleben in der Volkswagenstadt und wünschte die Bereitstellung der erforderlichen Räumlichkeiten. Wenige Wochen später ergab eine Besprechung von Stadtrechtsrat Kurt Hofer mit dem Oberlandesgerichtspräsidenten Dr. Hodo Freiherr von Hodenberg in Celle, dass im 3. Geschoss des Geschäftshauses Hildebrandt an der Ecke Porschestraße/Kleiststraße hierfür Räume genutzt werden sollten.
In einer weiteren Besprechung von Spitzenvertretern der Justiz und der Stadt wurde festgelegt, zeitgleich mit der Vorlage zur Beschlussfassung im Landtag zur Einrichtung einer Gerichtszweigstelle auch die Einrichtung eines eigenständigen Amtsgerichtes in Wolfsburg zu beantragen, das zwei Jahre später realisiert werden sollte. Hinsichtlich der zu treffenden finanziellen Regelungen kam die Stadt den Gerichtsbehörden entgegen, indem die kostenlose Bereitstellung eines Grundstückes zugesagt wurde. Ebenso wurde auf die Erhebung von Anliegerbeiträgen und Anteilen an der Grunderwerbssteuer verzichtet. Die Stadt sicherte trotz eines angespannten Wohnmarktes ferner zu, für die Bediensteten des Amtsgerichtes Wohnungen bereitzustellen. Am 25. Oktober 1954 erhielt der Landtagspräsident die Regierungsvorlage Nr. 1668 zugestellt, die das Gesetz zur Errichtung eines Amtsgerichtes in Wolfsburg beinhaltete.
Schlussendlich beschloss der Niedersächsische Landtag am 12. Januar 1955 die Errichtung des neuen Amtsgerichtes. Der Gerichtsbezirk bestand aus der Stadt Wolfsburg, die vom Amtsgerichtsbezirk Fallersleben abgetrennt wurde. Der Amtsgerichtsbezirk Wolfsburg wurde dem Landgerichtsbezirk Hildesheim zugeordnet. Als Archivalie des Monats dient der von Ministerpräsident Hinrich Wilhelm Kopf unterzeichnete Gesetzestext (HA 132). Zwei Richter und weitere Justizangestellte bezogen am 1. Februar 1955 die vorübergehende Zweigstelle des Amtsgerichtes Fallersleben in den Räumen Ecke Kleist-/Porschestraße. Für die Errichtung des neuen Amtsgerichtsgebäudes gegenüber dem Rathaus an der Pestalozziallee machten die Landesjustizbehörden die Gewährung eines Darlehens in Höhe von 680.000 DM seitens der Stadt geltend. Ein Vertragsentwurf enthielt Aussagen über die Verzinsung und die jährliche Tilgung. Am 8. November 1955 stimmte der Rat der Stadt der Vereinbarung über den Neubau des Amtsgerichtsgebäudes zu. Anfang Januar 1956 begann die Hochbauabteilung des Niedersächsischen Finanzministeriums mit den Bauvorbereitungen für das Gebäude.
Ende Mai 1956 hatte das Staatshochbauamt in Gifhorn die Baupläne nach den Entwürfen des bekannten Wolfsburger Architekten Dr.-Ing. Titus Taeschner fertiggestellt, bereits zwei Monate später erfolgte der Baubeginn. Gemeinsam mit dem neu entstehenden Rathaus sollte das Amtsgericht die Gewaltenteilung im demokratischen Staat symbolisieren. Während das Rathaus die Legislative mit dem Ratstrakt und die vollziehende Gewalt mit dem Hochhaustrakt der Stadtverwaltung umfasste, stand das Amtsgericht für die Rechtsprechung und judikatorische Gewalt. Am 1. Dezember 1957 nahm das neu errichtete Amtsgericht seine volle Tätigkeit in der Besetzung mit vier Richtern und einem Assessor auf. Für die Anklagevertretung war die Staatsanwaltschaft Hildesheim zuständig.
Die offizielle Einweihung des Amtsgerichtes mit prominenten Gästen, darunter der Niedersächsische Justizminister Dr. Werner Hofmeister, fand am 11. Januar 1958 statt. Als entscheidende Protagonisten auf dem Weg zum neuen Amtsgericht galten Oberstadtdirektor Dr. Wolfgang Hesse und der Celler Oberlandesgerichtspräsident Dr. Hodo Freiherr von Hodenberg, die sich in intensiven Verhandlungen für die Errichtung des Wolfsburger Amtsgerichtes eingesetzt hatten. Beim Amtsgericht handelte es sich um den ersten Bau des Landes Niedersachsen in Wolfsburg. In seiner Ansprache während des Festaktes stellte Oberbürgermeister Arthur Bransch fest: „Möge das Recht, das hier seine Heimstätte gefunden hat, in Zukunft eines der Fundamente sein, auf dem unsere junge Stadt sich entwickelt.“ Der heutige Bezirk des Wolfsburger Amtsgerichtes im Dienstgebäude am Rothenfelder Markt umfasst neben der Stadt Wolfsburg die Samtgemeinden Boldecker Land (Raum Weyhausen) und Brome im Landkreis Gifhorn mit rund 145.000 Gerichtseingesessenen. Das übergeordnete Gericht ist das Landgericht Braunschweig.

Text: Werner Strauß //alle Rechte beim Institut für Zeitgeschichte und Stadtpräsentation (IZS), Stadt Wolfsburg

Nähere Informationen zu den Archivalien des Monats finden Sie hier


Pressemitteilung vom 05.12.2016

Wand der Wünsche

Das Kulturwerk verkündet Gewinner

Die Wand der Wünsche gehört schon seit Jahren zu den Attraktionen von „Advent im Schloss“. In diesem Jahr hat sich das Kulturwerk hierfür etwas Besonderes einfallen lassen: Die Wolfsburger wurden gebeten, ihre Wünsche vorab zu übermitteln. Diese werden während des Marktes am 3. und 4. Dezember nach Einbruch der Dunkelheit an eine Wand im Schlossinnenhof projiziert. Die Bandbreite der Wünsche war dabei groß und reichte von praktischen, wie einem neuen Kinderzimmer für den Nachwuchs bis hin zu ideellen Wünschen: „Gute Gesundheit, Fröhlichkeit und Vertrauen für ein friedvolles Miteinander.“ Unter den Einsendern wurden 5 Gewinner des „Advent im Schloss – Menüs“ für die ganze Familie bis zu 5 Personen gezogen. Die Menüs bestehen jeweils aus einer Bratwurst oder einer Folienkartoffel mit Kräuterquark und einem Bratapfel als Dessert sowie Apfelpunsch oder Glühwein für die Erwachsenen. Die entsprechenden Gutscheine können vor Ort abgeholt werden.
Das Kulturwerk gratuliert den Gewinnern Sabine Rex,Melanie Fiebich, Suse Wozazek, Mandy Rehklau und Jaqueline Truman und wünscht allen Besuchern eine schöne und besinnliche Zeit bei „Advent im Schloss“.

Pressemitteilung vom 01.12.2016

Europäischer Stationenweg

Reformationstruck gastiert vom 05. bis 07. Dezember in Wolfsburg

Die Stadt Wolfsburg beteiligt sich gemeinsam mit dem Evangelisch-lutherischen Kirchenkreis Wolfsburg-Wittingen an dem Projekt des „Europäischen Stationenweges“ der Evangelischen Kirche in Deutschland. Der Europäische Stationenweg führt vom 3. November 2016 bis zum 20. Mai 2017 in 19 Ländern zu bedeutenden Orten der Reformation. Dabei rücken europaweit 68 Stationen für jeweils drei Tage in den Fokus der Aufmerksamkeit. Neben Wolfsburg werden unter anderem auch Rom, Dublin, London, Zürich, Bergen sowie Riga angefahren. Von besonderem Interesse ist hier, welche Akteure hinsichtlich der Reformation einschneidende Spuren hinterlassen haben und wie sich diese auf die Gegenwart auswirken. Der Stationenweg endet mit der umfassenden Weltausstellung Reformation zum 500-jährigen Reformationsjubiläum in der Lutherstadt Wittenberg.

Die Rolle Wolfsburgs innerhalb der Reformationsgeschichte ist dabei vor allem durch Komplexität geprägt. Die damaligen Gebietskörperschaften waren diversen Bistümern und Herrschaftsgebieten zugeordnet, sodass die Reformationsprozesse durch Spannungen und Konflikte geprägt waren. Trotz dieser Umstände leistete unter anderem Hans von Bartensleben einen bedeutsamen Beitrag zum religiösen Frieden und insbesondere zur Glaubenstoleranz. Mit Hilfe des Stationenweges soll sowohl den historischen Wurzeln unserer Region als auch der allgemeinen Wirkungsgeschichte bis in die Gegenwart die entsprechende Bedeutung zuteilwerden. Oberbürgermeister Klaus Mohrs äußert sich entsprechend positiv: „Ich bin dankbar und froh, dass wir Teil dieser einmaligen europaweiten Aktion sind. Die Rolle Wolfsburgs zu Zeiten der Reformation ist bedauerlicherweise wenig bekannt. So haben wir die Möglichkeit, eine weitere Facette unserer Stadt zu präsentieren.“ Rund um den Europäischen Stationenweg wird es in Wolfsburg vom 5. bis 7. Dezember zahlreiche Veranstaltungen geben, die die Beziehung zur Geschichte der Reformation hervorheben. Neben Workshops, einem Bildungskirchentag und Podiumsdiskussionen rund um die Themen Beruf und Arbeit, wird der Reformationstruck auf dem Hollerplatz für interessierte Besucher eine Erlebnisausstellung bereithalten. Der Reformationstruck startete seine Tour bereits am 3. November in Genf und bietet auch auf seiner 14. Station in Wolfsburg, unterschiedliche interaktive Angebote an. Unter anderem wird es die Möglichkeit geben, eine eigene Reformationsgeschichte in unterschiedlichen medialen Formaten zu erzählen. Diese Geschichten wird der Truck bis Mitte Mai 2017 mit auf Reisen nehmen.

Ausführliche Informationen zum Stationenweg und den damit einhergehenden Veranstaltungen finden sie auf wolfsburg.de/stationenweg.


Pressemitteilung vom 14.11.2016

Wand der Wünsche

mit exklusivem Adventsmarktmenü


Die Wand der Wünsche gehört schon seit Jahren zu den festen Höhepunkten von „Advent im Schloss“. Hinter dem Angebot steht die Idee, nicht sich selbst, sondern anderen etwas Positives zu wünschen und damit einen Gegenpol zu der oft von Konsum geprägten Vorweihnachtszeit zu setzen. Die Wünsche werden an beiden Markttagen, nach Einbruch der Dunkelheit, als leuchtende Sätze auf die historische Fassade im Schlossinnenhof projiziert. 

In diesem Jahr werden die Besucher gebeten, ihre Wünsche vorab zu übermitteln. Die Wünsche können bis zum 30.11.2016 unter Angabe des Absenders wie folgt eingereicht werden: 
Telefon: 05361 28-1575 
E-Mail: kulturinfo@stadt.wolfsburg.de
Facebook: www.facebook.com/Kulturwerk-der-Stadt-Wolfsburg

Unter allen Einsendern werden 5 exklusive „Advent-im-Schloss-Menüs“ für Familien bis zu 5 Personen verlost. Diese bestehen aus je einer Bratwurst oder einer Folienkartoffel mit Kräuterquark und einem Bratapfel als Dessert sowie Apfelpunsch oder Glühwein für die Erwachsenen. Also genau die richtige Basis, um sich in der kalten Jahreszeit für ein ausgiebiges Verweilen und Stöbern auf dem beliebten Adventsmarkt zu stärken.

Pressemitteilung vom 04.11.2016

Poetry-Slam-Gala in der Stadtbibliothek

Letztes Wolfsburger Poetry-Slam-Ereignis in diesem Jahr

Wer 2016 noch eine Poetry-Slam-Veranstaltung in Wolfsburg erleben möchte, sollte sich Freitag, 18. November, 20 Uhr ganz dick im Kalender anstreichen. An diesem Tag veranstaltet die Stadtbibliothek Wolfsburg sogar eine Poetry-Slam-Gala. Veranstaltungsort ist wie gewohnt die Zentralbibliothek im Alvar-Aalto-Haus. Der Anlass für die Gala ist ein freudiges Jubiläum: am 18. November 2011, auf den Tag genau vor 5 Jahren, veranstaltete die Stadtbibliothek ihren ersten Poetry Slam.
Aus diesem Anlass haben Slammaster Patrick Schmitz aus Braunschweig und Slammer-Ikone Dominik Bartels, der die Veranstaltung wie immer moderieren wird, am 18. November auch besonders bekannte Slampoeten für einen Auftritt in der Wolfsburger Bibliothek verpflichtet.
Mit dabei sein werden: Adina Wilcke (Adina von Möchtegern) aus Wien, Nhi Le aus Leipzig, Bo Wimmer aus Marburg und Malte Rosskopf aus Berlin. Die Slammer werden Texte präsentieren, die sie auf die festliche Gala abgestimmt haben. Das Bibliotheksteam hat sich für die Poetry-Slam-Gala  einige Überraschungen ausgedacht. Wer möchte, kann z. B. in festlicher Abendgarderobe erscheinen und sich im Eingangsbereich der Bibliothek auf dem roten Teppich, dem „Walk of Fame“, fotografieren lassen.
Der Kartenvorverkauf erfolgt in der KulturInfo und in der Zentralbibliothek im Alvar-Aalto-Kulturhaus, telefonisch unter (05361) 28-2152 oder per Mail an jana.schindler@stadt.wolfsburg.de. An der Abendkasse stehen ebenfalls noch Tickets zur Verfügung. Der Eintritt beträgt 10 €, beziehungsweise 8€ ermäßigt.


Pressemitteilung vom 27.10.2016

Die 60er Jahre
Erzählcafé in der Stadtbibliothek Wolfsburg

Am Mittwoch, den 09. November findet um 15 Uhr wieder das beliebte Erzählcafé in der Zentralbibliothek im Alvar-Aalto-Kulturhaus statt.
Diesmal soll es um „Die 60er Jahre“ gehen. Die Teilnehmer tauschen sich in gemütlicher Runde bei Kaffee, Kuchen und Tee über ihre Erfahrungen der 60er Jahre in Wolfsburg, aber auch weltweit, aus. Für die Einordnung in die gesellschaftliche Gesamtsituation wird begleitende Literatur vorgestellt.
Interessierte können sich unter der Telefonnummer (05361) 282530 in der Stadtbibliothek anmelden, der Eintritt zu der Veranstaltung ist frei.


Pressemitteilung vom 10.10.2016

Abenteuer Kunst im Offenen Atelier: "Aus Drei mach viel"

Zum Offenen Atelier lädt die Städtische Galerie wieder am Sonntag, 16. Oktober, von 14 bis 17 Uhr ein. Das Motto der Veranstaltung lautet „Abenteuer Kunst: Aus Drei mach viel“. Interessierte treffen sich im Südflügel, Schloss Wolfsburg. Das Offene Atelier ist kostenfrei und für alle Altersgruppen geeignet.

An diesem Nachmittag werden Ausstellungen besucht und über Kunst gesprochen, bevor Ideen in der Bürgerwerkstatt praktisch erprobt und umgesetzt werden können. Schwerpunkt wird die Arbeit „Big Four Colours II“ von Kai Schiemenz sein. Die Mischung von Farben ist darin besonders gut zu erkennen und diese Farbmischungen werden auch den Inhalt des praktischen Teils bestimmen: Stehen normalerweise die Schränke für die Teilnehmenden mit verschiedensten Materialien und Malutensilien offen, wird dieses Mal ausschließlich mit den drei Grundfarben gemalt. Gemeinsam mit der Kunstvermittlerin Elke Schulz kann dabei das Entstehen weiterer Farbtöne entdeckt und erlebt werden. Überraschungen sind dabei nicht ausgeschlossen.


Pressemitteilung vom 06.10.2016:

Zwischen Tradition und Moderne

Ein Rundgang durch die Dauerausstellung des Stadtmuseums

Am Sonntag, 9. Oktober, lädt das Stadtmuseum Schloss Wolfsburg zu einem Streifzug durch seine Dauerausstellung ein. Bei freiem Eintritt kann man ab 15 Uhr mit Museumsmitarbeiterin Gundula Zahr durch die Räumlichkeiten flanieren und Exponate bestaunen. Die Wolfsburgerinnen und Wolfsburger haben die Möglichkeit, „ihr“ Wolfsburg neu kennen zu lernen und gleichzeitig in Erinnerungen zu schwelgen. Treffpunkt für den Rundgang ist das Foyer des Museums in den Remisen am Schloss Wolfsburg.
Bei der Führung, die unter anderem einen Schwerpunkt auf die 1950er und 1960er Jahre legt, werden allerlei spannende Fragen beantwortet: Wie sah der Alltag der Menschen in der Gründungsphase der Stadt aus? Wie wurde Wolfsburg zur Großstadt? Und, wieso ist ein Friseursalon ein wichtiges stadtgeschichtliches Ausstellungsstück? Mithilfe der fachkundigen Führerin erhalten die Besucherinnen und Besucher Antworten und erfahren auf der Zeitreise allerlei Neues und auch Kurioses. Mit Blick von der jungen Stadt Wolfsburg in die historisch weit vergangene Zeit macht das Publikum Bekanntschaft mit der Familie von Bartensleben, die um das Jahr 1300 begann, die Wolfsburg zu errichten und ihren Machtbereich in der Region auszudehnen. Der wohl bedeutendste Nachfahre, Hans von Bartensleben,  bekannt als „Hans der Reiche“, initiierte im 16. Jahrhundert den Umbau der mittelalterlichen Burg zu einem Renaissanceschloss. Dessen Architektur lässt durchaus Vergleiche zur Märchen- und Sagenwelt zu.
An diesem Sonntagnachmittag öffnet der Museumsrundgang im wahrsten Sinne Schubladen zur Vergangenheit Wolfsburgs und vielleicht auch zur eigenen Biografie.


Pressemitteilung vom 25.08.2016:

Flüchtlingsprojekte der Musikschule: Margarete Schnellecke Stiftung spendet Gitarren

Nach sorgfältiger Recherche, Ortsterminen und Gesprächen mit Heimleitungen, Bewohnern und Betreuern hat die Musikschule der Stadt Wolfsburg zwei Projekte mit Flüchtlingen gestartet. Bei einem Besuch in einer Wohngruppe hatten die Jugendlichen sofort Interesse an Musik gezeigt, spielten auf ihren Smartphones ihre Lieblingssongs vor und man einigte sich schließlich mit den jungen Bewohnern auf das Wunschinstrument Gitarre.

Im Rahmen seines Projektes im Freiwilligen sozialen Jahr Kultur an der Musikschule hat Leonard Iding, diese Grundlagen und Anfänge gelegt und freut sich kurz vor seinem Abschied über eine großzügige Spende der Margarete Schnellecke Stiftung.

Zusammen mit seinem Gitarrenkollegen Claudio Calandra hat der „FSJ´ler“ in der Flüchtlingsunterkunft Dieselstraße ein Gitarrenprojekt für  Kinder und Jugendliche begonnen. In enger Abstimmung mit Mohamed Ibrahim, Geschäftsführer des Islamischen Kulturzentrums Wolfsburg, wurde in der Wohngruppe ASS in Vorsfelde ebenfalls ein Gitarrenprojekt für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge gestartet.

Die Personalkosten für beide zunächst für ein Jahr befristeten Projekte trägt die Musikschule selbst. Um die Projekte jedoch überhaupt realisieren zu können, hat die Margarete Schnellecke Stiftung die Finanzierung der Instrumente in Höhe von 2364 Euro übernommen.

In Ergänzung des Instrumentenpools der Musikschule übergab Carolin Külps im Namen der Margarete Schnellecke Stiftung zehn Konzertgitarren nebst Zubehör an Leonard Iding und dankte dem Freiwilligen herzlich für die Idee und der Musikschule für die unbürokratische Projektbegleitung. Gitarrenhüllen und Ersatzsaiten wurden für beide Projekte ebenfalls zur Verfügung gestellt, so dass die teilnehmenden Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen nunmehr mit passenden Instrumenten ausgestattet sind.

Sie erinnerte zugleich an das erfolgreiche Benefizkonzert der Musikschule zusammen mit Theaterintendant Rainer Steinkamp im Planetarium Anfang 2016: „Wir freuen uns sehr, dass wir die im Januar eingespielten Spenden aufstocken und für die Flüchtlingsprojekte der Musikschule sinnvoll einsetzen können!„ Trotz durchaus vorhandener praktischer Herausforderungen zieht Leonard Iding ein positives Resümee: „Jedes Kind beanspruchte lautstark „seine“ Gitarre für sich. Ich war mir nie sicher, ob sie sich mehr über mein Erscheinen oder nicht vielmehr über die mitgebrachten Gitarren freuten, wenn sie mir bei meiner Ankunft strahlend entgegenliefen und jeder mir ein Instrument abnahm. Doch das ist unerheblich, wichtig ist allein, dass sie strahlten!“


Meldung vom 24.08.2016:

Fürs All genug endet: Sammlungspräsentation nur noch bis zum 28. August zu sehen

Nur noch bis zum Sonntag, 28. August, ist die Sammlungspräsentation "Fürs All genug" in der Städtischen Galerie im Westflügel des Schlosses Wolfsburg zu sehen. Danach finden umfangreiche Umbauarbeiten statt. Die Wiedereröffnung der neuen Ausstellung aus dem Sammlungsbestand ist für den 22. Oktober geplant.

Gesammelt wird seit den 1950er Jahren insbesondere Malerei und Skulptur nach 1945 aus dem deutschsprachigen Raum. Im Bereich der Neuen Medien, Video, Film und Fotografie sowie den druckgrafischen Medien wird international gesammelt, um bereits vorhandene Sammlungsschwerpunkte zu erweitern, neue Entwicklungslinien aufzuweisen und die Wechselwirkung über nationale und mediale Grenzen hinweg sichtbar zu machen.

Mit herausragenden Werken bedeutender künstlerischer Positionen ist es der Sammlung heute möglich, die wichtigsten Tendenzen, insbesondere der deutschen Kunstgeschichte, in einen gesellschaftlichen und historischen Zusammenhang zu stellen, auf besondere ästhetische Traditionen zu verweisen und zugleich die Anbindungen zu aktuellen künstlerischen Entwicklungen und Strömungen herzustellen. Damit leistet die Städtische Galerie nicht nur einen wichtigen wissenschaftlichen Beitrag, sondern trägt auch wesentlich zur Entwicklung der kulturellen Identität in der Region bei.


Meldung vom 04.07.2016:

Julius von Bismarck erhält 2017 Kunstpreis der Stadt Wolfsburg

Kunstbeirat vergibt den mit 80.000 Euro dotierten Preis

Der renommierte Wolfsburger Kunstpreis „Junge Stadt sieht Junge Kunst“ wird im Jahr 2017 an den Berliner Künstler Julius von Bismarck vergeben.

In ihrer Begründung schreibt die Jury: „Julius von Bismarck versteht es in seinen Arbeiten, auf hohem intellektuellem und ästhetischem Niveau, künstlerische und politische Themen miteinander zu verknüpfen. Aus der gesamten Vielfalt der Medien schöpfend, entwickelt er dabei künstlerisch wie technisch innovative Arbeiten, welche der kritischen Reflexion drängender Fragen unserer Zeit mit großer Erfindungsgabe einen höchst eigenständigen Ausdruck geben.“

Dotiert mit 80.000 Euro, ist der Preis auch verbunden mit einer Ausstellung in der Städtischen Galerie Wolfsburg und einer umfangreichen Publikation. Ein Werk des Künstlers wird für die Sammlung der Städtischen Galerie Wolfsburg angekauft.

Der Preis wurde 1959 erstmals verliehen und versteht sich als eine fördernde Initiative für Künstlerinnen und Künstler, die sich in der Mitte ihrer Laufbahn befinden. Idealerweise kann er als Katalysator für Rückschau und Weiterentwicklung wirken.

Die Arbeiten von Julius von Bismarck (*1983) sind als künstlerische Forschung zu verstehen, als Versuch und Methode zugleich, die im Allgemeinen als getrennt begriffenen Systeme der Kunst und der Wissenschaft zu verbinden. „Ich ziehe meine Inspiration aus der Wissenschaft und arbeite künstlerisch“, sagt er selbst. Mit seinen Installationen, Videoarbeiten und Performances untersucht Julius von Bismarck den menschlichen Wahrnehmungsapparat und fordert unsere perzeptiven Gewohnheiten heraus. Sein interdisziplinärer Ansatz ist eine schöpferische Befragung der Welt und der Natur, die der Mensch zunehmend verwandelt.

Bekannt geworden mit einer Performance-Reihe, in der von Bismarck Naturelemente aber auch Monumente auspeitscht, beschäftigt er sich in den aktuellen Arbeiten mit dem Traum der Flucht von dem Planet Erde und dokumentiert den damit verbundenen Energieaufwand.

Einem größeren Publikum bekannt wurde Julius von Bismarck 2015, als er auf der Art Unlimited der Art Basel seine Performance „Egocentric System“ vorführte, die sich rasant zu einem Publikumsmagneten entwickelte. Dabei setzte er sich selbst ins Zentrum einer schnelldrehenden Betonschüssel. An einem Tisch sitzend oder auf einer Matratze liegend testete der Künstler Raum und Geschwindigkeit, während die Welt außerhalb seines Systems an den Rand rückte.

Die Realisierung der mit der Preisverleihung verbundenen Ausstellung des Künstlers in der Städtischen Galerie Wolfsburg wird Ende 2017 sein.


Meldung vom 30.06.2016:

Das Forum Architektur blickt auf 15 Jahre zurück 

Baukultur mit eigenem Stellenwert im Kulturleben der Stadt

Das Forum Architektur der Stadt Wolfsburg wurde am 1. Juli 2001 gegründet, eine Einrichtung zur Vermittlung von Architektur und Städtebau. Damit ist es eine der ältesten öffentlichen Baukultureinrichtungen, aus der Taufe gehoben vor den Initiativen auf Landes- und Bundesebene und in der Architekturwelt bundesweit vernetzt. Wolfsburg gilt als Vorreiter, denn seit 15 Jahren hat hier die Baukultur ihren eigenen Stellenwert im Kulturleben der Stadt neben den klassischen Ressorts Literatur, Musik, Kunst und Geschichte.
 
Entstanden ist die kleine Institution Ende der 1990er Jahre aus einem vermehrten Bedarf am Institut für Museen und Stadtgeschichte unter der damaligen Leitung von Dr. Klaus-Jörg Siegfried. Anfragen nach Ausstellungs- und Forschungsprojekten, Hochschulexkursionen und Publikationen machten deutlich, dass die architektonische Besonderheit der Stadt als seltene Stadtneugründung des 20. Jahrhunderts mit wichtigen Einzelbauten von Alvar Aalto, Hans Scharoun, Zaha Hadid unter anderem weithin wahrgenommen wird und zur Auseinandersetzung anregt.
 
In den Anfangsjahren spielte die Vermittlung und Kommunikation des Bauprojekts Phaeno unter dem Projektleiter und Kulturdezernenten Dr. Wolfgang Guthardt eine zentrale Rolle. Rund 10.000 interessierte Bürger wurden zwischen 2001 und 2005 über die Baustelle der Experimentierwelt von Zaha Hadid geführt. 2003 fand sogar der Bundesauftakt des Tages der Architektur in Wolfsburg statt. Seitdem ist die Themenvielfalt mit jedem Jahr größer geworden.
 
Seit Anfang 2006 ist das Forum Architektur organisatorisch im Baudezernat der Stadt Wolfsburg angesiedelt und direkt der Stadtbaurätin zugeordnet. Eine Arbeitsgruppe Baukultur vernetzt die Arbeit mit den anderen Fachbereichen: Hochbau, Stadtplanung, Denkmalpflege und Grün. Auch die Arbeit des Gestaltungsbeirats wird durch das Forum Architektur koordiniert.
 
„Auf diese Weise gelingt es uns, die baukulturellen Projekte nicht als Zusatz zu sehen, sondern aus den Aufgaben der Bauverwaltung heraus gemeinsam zu entwickeln“, unterstreicht Monika Thomas. „Unser ‚Modell Wolfsburg‘ gilt hier als Vorbild bundesweit.“ Im Alvar-Aalto-Kulturhaus findet sich die Einrichtung an zentraler Stelle mit einem Schaufenster zum Rathausplatz.
 
Es geht einerseits um die bewusste Darstellung Wolfsburgs als Architekturstadt mit einer touristischen Komponente und einem breiten Angebot an Gebäudeführungen, Architekturspaziergängen und städtebaulichen Rundfahrten für Gäste aus dem In- und Ausland. Ebenso wichtig ist die Sensibilisierung der Bürgerinnen und Bürger der Stadt für die Besonderheit Wolfsburgs als „funktionale Stadt“ des 20. Jahrhunderts mit ihren neuen stadtplanerischen Ideen und Werten. Denn die Suche nach Identität ist nach 78 Jahren Stadtgeschichte noch immer ein Thema. Unterschiedliche Jahresschwerpunkte von der „Green City“ bis zum Wohnungsbau sprechen mit ihrem Programm eine große Bandbreite von Menschen an: Fachleute und Kulturinteressierte gehören dazu ebenso wie Schulklassen und Studenten.
 
„Den Menschen ist oft nur wenig bewusst, welch großen Einfluss der gebaute Raum auf ihr Leben hat. Wenn es uns gelingt, dass sie ihre Umgebung bewusster wahrnehmen und künftig mit offenen Augen durch die Stadt laufen, dann gehen wir zufrieden nach Hause“, weiß Nicole Froberg, die das Forum Architektur von Beginn an aufgebaut hat und bis heute leitet.
 
Wichtige Projekte der Vergangenheit waren die Ausstellung zum 70jährigen Stadtjubiläum in Baucontainern auf dem Rathausplatz 2008, oder der Ideenwettbewerb für Grundschulen 2010 mit dem Titel „Schule baut“. 2012 führte die temporäre Konstruktion „Shortcut“ über die Dächer des Alvar-Aalto-Kulturhauses und ermöglichte einen neuen Blick auf die zentrale Dachterrasse.
 
Regelmäßige Formate sind die Vortragsreihe „Forum am Mittwoch“, die es seit zehn Jahren regelmäßig gibt, und der „Bausommer“, der auch in diesem Jahr aktuelle Bauprojekte der Stadt für Besucher zugänglich macht. Mit verschiedenen Partnern wurden in den vergangenen Jahren Publikationen zu Städtebau und Architektur in Wolfsburg erarbeitet, die sensibilisieren möchten für die Themen Planung, Herstellung und Nutzung der gebauten Umwelt. Dazu zählt auch der „Architekturführer Wolfsburg“.
 
Bereits im zehnten Jahr gibt es den studentischen Ideenpreis der Stadt Wolfsburg. Unter dem Titel „Wolfsburg Award for urban vision“ wird seit 2015 europaweit ausgelobt und führte zuletzt Studierende der Universität Florenz nach Wolfsburg. Im Themenbereich „Stadt, Raum, Geschichte“ fördert und prämiert der Wettbewerb Hochschularbeiten, die sich mit der Stadt beschäftigten. Hinzu kommen vielfältige Modell- und Forschungsprojekte, die durch das Forum Architektur betreut beziehungsweise begleitet werden.
 
Zusätzlich zur Arbeit in Wolfsburg hat das Forum Architektur 2010 die Geschäftsstelle des Netzwerk Baukultur in Niedersachsen mit finanzieller Unterstützung des Landes aufgebaut. Als Organisations- und Kommunikationsplattforum bringt sie über 200 Baukultureinrichtungen und –interessierte im Land Niedersachsen zusammen.


Meldung vom 27.06.2016:

Noch sind Plätze frei

Ferienprogramm zum Wohnen gestern, heute und morgen

Ein zu Hause ist viel mehr als vier Wände und ein Dach über dem Kopf. Was jedoch zu einem zu Hause dazugehört, das hat sich im Laufe der Jahrzehnte immer wieder verändert. Wer lebt dort zusammen? Und was tut man dort? Das kann heute für jeden etwas anderes sein. Das Forum Architektur der Stadt Wolfsburg bietet dazu vom 25. bis 28. Juli einen viertägigen Workshop. „Mitbewohner gesucht…“ heißt das architektonische Ferienprogramm für Mädchen und Jungen zwischen acht und zwölf Jahren. Einige Plätze sind noch frei. Eine Anmeldung ist möglich bis zum 1. Juli.
In einer originalgetreu eingerichteten Museumswohnung von 1942 schlüpfen Kinder in die Rolle einer Familie vor 70 Jahren und erfahren die Unterschiede in Ausstattung, Größe und Nutzung zwischen damals und heute. Nach dem Blick in die Vergangenheit steht die Vision für die Zukunft auf dem Programm. Wie nutzen wir in 30 Jahren unseren Wohnraum? Leben vielleicht in Zukunft wieder mehr Generationen unter einem Dach? Und woraus ist dieses Dach gemacht? In eigenen Entwürfen werden Ideen für das Wohnen von morgen entwickelt und gestaltet.
Der Workshop findet jeweils von 9  bis 15 Uhr statt (Betreuung ab 8.30 Uhr). Treffpunkt ist im in den Werkstätten des Alvar-Aalto-Kulturhaus am Rathausplatz, Porschestraße 51. Neben einem Materialkostenbeitrag von 30 Euro sollte ein Mittagssnack für die Pause mitgebracht werden. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Anmeldungen unter E-Mail: forum.architektur@stadt.wolfsburg.de oder Telefon 05361 28-2814.


Meldung vom 09.06.2016:

Erklär Scharoun! - Vortrag

Studierende der TU Braunschweig erläutern Bauten des Architekten

Hans Scharoun ist in Wolfsburg vor allem als Architekt des Theaters am Klieversberg bekannt. Einen Einblick in das weitere Schaffen Scharouns gibt ein Vortragsabend, zu dem das Forum Architektur der Stadt Wolfsburg in Kooperation mit der Technischen Universität (TU) Braunschweig am Mittwoch, 22. Juni, um 19 Uhr auf die Probebühne des Theaters einlädt.
 
Mit dem Theater am Klieversberg und dem Stephanus Kindergarten in Detmerode wurden in den 1960er Jahren zwei Bauten von Hans Scharoun (1893 bis 1972) für Wolfsburg entwickelt und realisiert. Ein dritter Entwurf für eine Kirche am Rabenberg kam nicht zur Ausführung.
 
Die Anfang des Jahres abgeschlossene Generalsanierung des Theaters ist Anlass, das Schaffen des großen deutschen Baumeisters über die Grenzen der Stadt hinaus zu betrachten. Der Vortragsabend in Kooperation mit dem Institut für Geschichte und Theorie der Architektur und Stadt an der TU Braunschweig verspricht einen kurzweiligen und informativen Überblick über sein Werk. Unter dem Motto „Erklär Scharoun!“ stellen Studierende des Bachelor- und Masterstudiengangs Architektur ausgewählte Bauten in Kurzvorträgen vor.
 
Ein ungewöhnlicher und allgemein nicht öffentlich zugänglicher Veranstaltungsort bietet dafür den passenden Rahmen. Die Veranstaltung findet auf der Probebühne des Theaters statt, die sich etwa elf Meter über dem Bühnenboden befindet und mit einem großformatigen Fenster den Blick über die westliche Innenstadt Wolfsburgs eröffnet. Weitere Informationen unter www.wolfsburg.de/architektur.
 
Eine Anmeldung zu dem Vortrag ist erforderlich unter E-Mail: forum.architektur@stadt.wolfsburg.de oder Telefon (05361) 28-2814. Der Eintritt ist frei. Es wird darauf hingewiesen, dass der Zugang zur Probenbühne nicht barrierefrei ist.


Meldung vom 08.06.2016:

Internationale Sommerbühne 2016

Das Sommerfestival im Schloss Wolfsburg vom 10. Juni bis 19. Juni 2016

An zwei langen Wochenenden bietet Wolfsburgs Sommerfestival ein spannendes Programm mit Künstlerensembles aus der ganzen Welt. Auch beim 26. Festival können sich die Besucher auf Kultur der Extraklasse freuen. Comedy, Musik und mehr gehören in diesem Jahr wieder zu den Schwerpunkten.
An drei Nachmittagen stehen die Kinder im Mittelpunkt der Veranstaltungen. Traditionell stürmt am letzten Sonntag (19. Juni, ab 11.00 Uhr) die Musikschule mit „Kita singt“ die Bühne. Das Inklusionsprogramm ist inzwischen ein fester Bestandteil des Veranstaltungsplans. Und eine Straßentheater-Inszenierung soll im Schlossumfeld wieder ein besonderes Highlight setzen. Am zweiten Wochenende wird die Italienische Konsularagentur Wolfsburg als Kooperationspartner ein stimmungsvolles italienisches Programm präsentieren. Musikalische Ohrwürmer, die jeder kennt, versprechen einen traumhaften Sommerbühnenabend.

Ob stimmungsvoll, poetisch, jung oder retro, frech oder gefühlvoll – die Sommerbühne bietet wieder ein breitgefächertes Sommerprogramm im wunderbaren Schlossambiente.

Das Gesamtprogramm der Sommerbühne zum Herunterladen (*PDF - öffnet sich in einem neuen Fenster)

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