Neuigkeiten aus dem Bereich Kultur

Rund um das Thema Kultur in Wolfsburg

Eine Zeitung mit der Überschrift Aktuelles; Foto: Zerbor/Fotolia.com © Zerbor/Fotolia.com

Pressemitteilung vom 05.12.2016

Wand der Wünsche

Das Kulturwerk verkündet Gewinner

Die Wand der Wünsche gehört schon seit Jahren zu den Attraktionen von „Advent im Schloss“. In diesem Jahr hat sich das Kulturwerk hierfür etwas Besonderes einfallen lassen: Die Wolfsburger wurden gebeten, ihre Wünsche vorab zu übermitteln. Diese werden während des Marktes am 3. und 4. Dezember nach Einbruch der Dunkelheit an eine Wand im Schlossinnenhof projiziert. Die Bandbreite der Wünsche war dabei groß und reichte von praktischen, wie einem neuen Kinderzimmer für den Nachwuchs bis hin zu ideellen Wünschen: „Gute Gesundheit, Fröhlichkeit und Vertrauen für ein friedvolles Miteinander.“ Unter den Einsendern wurden 5 Gewinner des „Advent im Schloss – Menüs“ für die ganze Familie bis zu 5 Personen gezogen. Die Menüs bestehen jeweils aus einer Bratwurst oder einer Folienkartoffel mit Kräuterquark und einem Bratapfel als Dessert sowie Apfelpunsch oder Glühwein für die Erwachsenen. Die entsprechenden Gutscheine können vor Ort abgeholt werden.
Das Kulturwerk gratuliert den Gewinnern Sabine Rex,Melanie Fiebich, Suse Wozazek, Mandy Rehklau und Jaqueline Truman und wünscht allen Besuchern eine schöne und besinnliche Zeit bei „Advent im Schloss“.

Pressemitteilung vom 01.12.2016

Europäischer Stationenweg

Reformationstruck gastiert vom 05. bis 07. Dezember in Wolfsburg

Die Stadt Wolfsburg beteiligt sich gemeinsam mit dem Evangelisch-lutherischen Kirchenkreis Wolfsburg-Wittingen an dem Projekt des „Europäischen Stationenweges“ der Evangelischen Kirche in Deutschland. Der Europäische Stationenweg führt vom 3. November 2016 bis zum 20. Mai 2017 in 19 Ländern zu bedeutenden Orten der Reformation. Dabei rücken europaweit 68 Stationen für jeweils drei Tage in den Fokus der Aufmerksamkeit. Neben Wolfsburg werden unter anderem auch Rom, Dublin, London, Zürich, Bergen sowie Riga angefahren. Von besonderem Interesse ist hier, welche Akteure hinsichtlich der Reformation einschneidende Spuren hinterlassen haben und wie sich diese auf die Gegenwart auswirken. Der Stationenweg endet mit der umfassenden Weltausstellung Reformation zum 500-jährigen Reformationsjubiläum in der Lutherstadt Wittenberg.

Die Rolle Wolfsburgs innerhalb der Reformationsgeschichte ist dabei vor allem durch Komplexität geprägt. Die damaligen Gebietskörperschaften waren diversen Bistümern und Herrschaftsgebieten zugeordnet, sodass die Reformationsprozesse durch Spannungen und Konflikte geprägt waren. Trotz dieser Umstände leistete unter anderem Hans von Bartensleben einen bedeutsamen Beitrag zum religiösen Frieden und insbesondere zur Glaubenstoleranz. Mit Hilfe des Stationenweges soll sowohl den historischen Wurzeln unserer Region als auch der allgemeinen Wirkungsgeschichte bis in die Gegenwart die entsprechende Bedeutung zuteilwerden. Oberbürgermeister Klaus Mohrs äußert sich entsprechend positiv: „Ich bin dankbar und froh, dass wir Teil dieser einmaligen europaweiten Aktion sind. Die Rolle Wolfsburgs zu Zeiten der Reformation ist bedauerlicherweise wenig bekannt. So haben wir die Möglichkeit, eine weitere Facette unserer Stadt zu präsentieren.“ Rund um den Europäischen Stationenweg wird es in Wolfsburg vom 5. bis 7. Dezember zahlreiche Veranstaltungen geben, die die Beziehung zur Geschichte der Reformation hervorheben. Neben Workshops, einem Bildungskirchentag und Podiumsdiskussionen rund um die Themen Beruf und Arbeit, wird der Reformationstruck auf dem Hollerplatz für interessierte Besucher eine Erlebnisausstellung bereithalten. Der Reformationstruck startete seine Tour bereits am 3. November in Genf und bietet auch auf seiner 14. Station in Wolfsburg, unterschiedliche interaktive Angebote an. Unter anderem wird es die Möglichkeit geben, eine eigene Reformationsgeschichte in unterschiedlichen medialen Formaten zu erzählen. Diese Geschichten wird der Truck bis Mitte Mai 2017 mit auf Reisen nehmen.

Ausführliche Informationen zum Stationenweg und den damit einhergehenden Veranstaltungen finden sie auf wolfsburg.de/stationenweg.


Pressemitteilung vom 14.11.2016

Wand der Wünsche

mit exklusivem Adventsmarktmenü


Die Wand der Wünsche gehört schon seit Jahren zu den festen Höhepunkten von „Advent im Schloss“. Hinter dem Angebot steht die Idee, nicht sich selbst, sondern anderen etwas Positives zu wünschen und damit einen Gegenpol zu der oft von Konsum geprägten Vorweihnachtszeit zu setzen. Die Wünsche werden an beiden Markttagen, nach Einbruch der Dunkelheit, als leuchtende Sätze auf die historische Fassade im Schlossinnenhof projiziert. 

In diesem Jahr werden die Besucher gebeten, ihre Wünsche vorab zu übermitteln. Die Wünsche können bis zum 30.11.2016 unter Angabe des Absenders wie folgt eingereicht werden: 
Telefon: 05361 28-1575 
E-Mail: kulturinfo@stadt.wolfsburg.de
Facebook: www.facebook.com/Kulturwerk-der-Stadt-Wolfsburg

Unter allen Einsendern werden 5 exklusive „Advent-im-Schloss-Menüs“ für Familien bis zu 5 Personen verlost. Diese bestehen aus je einer Bratwurst oder einer Folienkartoffel mit Kräuterquark und einem Bratapfel als Dessert sowie Apfelpunsch oder Glühwein für die Erwachsenen. Also genau die richtige Basis, um sich in der kalten Jahreszeit für ein ausgiebiges Verweilen und Stöbern auf dem beliebten Adventsmarkt zu stärken.

Pressemitteilung vom 04.11.2016

Poetry-Slam-Gala in der Stadtbibliothek

Letztes Wolfsburger Poetry-Slam-Ereignis in diesem Jahr

Wer 2016 noch eine Poetry-Slam-Veranstaltung in Wolfsburg erleben möchte, sollte sich Freitag, 18. November, 20 Uhr ganz dick im Kalender anstreichen. An diesem Tag veranstaltet die Stadtbibliothek Wolfsburg sogar eine Poetry-Slam-Gala. Veranstaltungsort ist wie gewohnt die Zentralbibliothek im Alvar-Aalto-Haus. Der Anlass für die Gala ist ein freudiges Jubiläum: am 18. November 2011, auf den Tag genau vor 5 Jahren, veranstaltete die Stadtbibliothek ihren ersten Poetry Slam.
Aus diesem Anlass haben Slammaster Patrick Schmitz aus Braunschweig und Slammer-Ikone Dominik Bartels, der die Veranstaltung wie immer moderieren wird, am 18. November auch besonders bekannte Slampoeten für einen Auftritt in der Wolfsburger Bibliothek verpflichtet.
Mit dabei sein werden: Adina Wilcke (Adina von Möchtegern) aus Wien, Nhi Le aus Leipzig, Bo Wimmer aus Marburg und Malte Rosskopf aus Berlin. Die Slammer werden Texte präsentieren, die sie auf die festliche Gala abgestimmt haben. Das Bibliotheksteam hat sich für die Poetry-Slam-Gala  einige Überraschungen ausgedacht. Wer möchte, kann z. B. in festlicher Abendgarderobe erscheinen und sich im Eingangsbereich der Bibliothek auf dem roten Teppich, dem „Walk of Fame“, fotografieren lassen.
Der Kartenvorverkauf erfolgt in der KulturInfo und in der Zentralbibliothek im Alvar-Aalto-Kulturhaus, telefonisch unter (05361) 28-2152 oder per Mail an jana.schindler@stadt.wolfsburg.de. An der Abendkasse stehen ebenfalls noch Tickets zur Verfügung. Der Eintritt beträgt 10 €, beziehungsweise 8€ ermäßigt.


Pressemitteilung vom 27.10.2016

Die 60er Jahre
Erzählcafé in der Stadtbibliothek Wolfsburg

Am Mittwoch, den 09. November findet um 15 Uhr wieder das beliebte Erzählcafé in der Zentralbibliothek im Alvar-Aalto-Kulturhaus statt.
Diesmal soll es um „Die 60er Jahre“ gehen. Die Teilnehmer tauschen sich in gemütlicher Runde bei Kaffee, Kuchen und Tee über ihre Erfahrungen der 60er Jahre in Wolfsburg, aber auch weltweit, aus. Für die Einordnung in die gesellschaftliche Gesamtsituation wird begleitende Literatur vorgestellt.
Interessierte können sich unter der Telefonnummer (05361) 282530 in der Stadtbibliothek anmelden, der Eintritt zu der Veranstaltung ist frei.


Pressemitteilung vom 10.10.2016

Abenteuer Kunst im Offenen Atelier: "Aus Drei mach viel"

Zum Offenen Atelier lädt die Städtische Galerie wieder am Sonntag, 16. Oktober, von 14 bis 17 Uhr ein. Das Motto der Veranstaltung lautet „Abenteuer Kunst: Aus Drei mach viel“. Interessierte treffen sich im Südflügel, Schloss Wolfsburg. Das Offene Atelier ist kostenfrei und für alle Altersgruppen geeignet.

An diesem Nachmittag werden Ausstellungen besucht und über Kunst gesprochen, bevor Ideen in der Bürgerwerkstatt praktisch erprobt und umgesetzt werden können. Schwerpunkt wird die Arbeit „Big Four Colours II“ von Kai Schiemenz sein. Die Mischung von Farben ist darin besonders gut zu erkennen und diese Farbmischungen werden auch den Inhalt des praktischen Teils bestimmen: Stehen normalerweise die Schränke für die Teilnehmenden mit verschiedensten Materialien und Malutensilien offen, wird dieses Mal ausschließlich mit den drei Grundfarben gemalt. Gemeinsam mit der Kunstvermittlerin Elke Schulz kann dabei das Entstehen weiterer Farbtöne entdeckt und erlebt werden. Überraschungen sind dabei nicht ausgeschlossen.


Pressemitteilung vom 06.10.2016:

Zwischen Tradition und Moderne

Ein Rundgang durch die Dauerausstellung des Stadtmuseums

Am Sonntag, 9. Oktober, lädt das Stadtmuseum Schloss Wolfsburg zu einem Streifzug durch seine Dauerausstellung ein. Bei freiem Eintritt kann man ab 15 Uhr mit Museumsmitarbeiterin Gundula Zahr durch die Räumlichkeiten flanieren und Exponate bestaunen. Die Wolfsburgerinnen und Wolfsburger haben die Möglichkeit, „ihr“ Wolfsburg neu kennen zu lernen und gleichzeitig in Erinnerungen zu schwelgen. Treffpunkt für den Rundgang ist das Foyer des Museums in den Remisen am Schloss Wolfsburg.
Bei der Führung, die unter anderem einen Schwerpunkt auf die 1950er und 1960er Jahre legt, werden allerlei spannende Fragen beantwortet: Wie sah der Alltag der Menschen in der Gründungsphase der Stadt aus? Wie wurde Wolfsburg zur Großstadt? Und, wieso ist ein Friseursalon ein wichtiges stadtgeschichtliches Ausstellungsstück? Mithilfe der fachkundigen Führerin erhalten die Besucherinnen und Besucher Antworten und erfahren auf der Zeitreise allerlei Neues und auch Kurioses. Mit Blick von der jungen Stadt Wolfsburg in die historisch weit vergangene Zeit macht das Publikum Bekanntschaft mit der Familie von Bartensleben, die um das Jahr 1300 begann, die Wolfsburg zu errichten und ihren Machtbereich in der Region auszudehnen. Der wohl bedeutendste Nachfahre, Hans von Bartensleben,  bekannt als „Hans der Reiche“, initiierte im 16. Jahrhundert den Umbau der mittelalterlichen Burg zu einem Renaissanceschloss. Dessen Architektur lässt durchaus Vergleiche zur Märchen- und Sagenwelt zu.
An diesem Sonntagnachmittag öffnet der Museumsrundgang im wahrsten Sinne Schubladen zur Vergangenheit Wolfsburgs und vielleicht auch zur eigenen Biografie.


Pressemitteilung vom 25.08.2016:

Flüchtlingsprojekte der Musikschule: Margarete Schnellecke Stiftung spendet Gitarren

Nach sorgfältiger Recherche, Ortsterminen und Gesprächen mit Heimleitungen, Bewohnern und Betreuern hat die Musikschule der Stadt Wolfsburg zwei Projekte mit Flüchtlingen gestartet. Bei einem Besuch in einer Wohngruppe hatten die Jugendlichen sofort Interesse an Musik gezeigt, spielten auf ihren Smartphones ihre Lieblingssongs vor und man einigte sich schließlich mit den jungen Bewohnern auf das Wunschinstrument Gitarre.

Im Rahmen seines Projektes im Freiwilligen sozialen Jahr Kultur an der Musikschule hat Leonard Iding, diese Grundlagen und Anfänge gelegt und freut sich kurz vor seinem Abschied über eine großzügige Spende der Margarete Schnellecke Stiftung.

Zusammen mit seinem Gitarrenkollegen Claudio Calandra hat der „FSJ´ler“ in der Flüchtlingsunterkunft Dieselstraße ein Gitarrenprojekt für  Kinder und Jugendliche begonnen. In enger Abstimmung mit Mohamed Ibrahim, Geschäftsführer des Islamischen Kulturzentrums Wolfsburg, wurde in der Wohngruppe ASS in Vorsfelde ebenfalls ein Gitarrenprojekt für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge gestartet.

Die Personalkosten für beide zunächst für ein Jahr befristeten Projekte trägt die Musikschule selbst. Um die Projekte jedoch überhaupt realisieren zu können, hat die Margarete Schnellecke Stiftung die Finanzierung der Instrumente in Höhe von 2364 Euro übernommen.

In Ergänzung des Instrumentenpools der Musikschule übergab Carolin Külps im Namen der Margarete Schnellecke Stiftung zehn Konzertgitarren nebst Zubehör an Leonard Iding und dankte dem Freiwilligen herzlich für die Idee und der Musikschule für die unbürokratische Projektbegleitung. Gitarrenhüllen und Ersatzsaiten wurden für beide Projekte ebenfalls zur Verfügung gestellt, so dass die teilnehmenden Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen nunmehr mit passenden Instrumenten ausgestattet sind.

Sie erinnerte zugleich an das erfolgreiche Benefizkonzert der Musikschule zusammen mit Theaterintendant Rainer Steinkamp im Planetarium Anfang 2016: „Wir freuen uns sehr, dass wir die im Januar eingespielten Spenden aufstocken und für die Flüchtlingsprojekte der Musikschule sinnvoll einsetzen können!„ Trotz durchaus vorhandener praktischer Herausforderungen zieht Leonard Iding ein positives Resümee: „Jedes Kind beanspruchte lautstark „seine“ Gitarre für sich. Ich war mir nie sicher, ob sie sich mehr über mein Erscheinen oder nicht vielmehr über die mitgebrachten Gitarren freuten, wenn sie mir bei meiner Ankunft strahlend entgegenliefen und jeder mir ein Instrument abnahm. Doch das ist unerheblich, wichtig ist allein, dass sie strahlten!“


Meldung vom 24.08.2016:

Fürs All genug endet: Sammlungspräsentation nur noch bis zum 28. August zu sehen

Nur noch bis zum Sonntag, 28. August, ist die Sammlungspräsentation "Fürs All genug" in der Städtischen Galerie im Westflügel des Schlosses Wolfsburg zu sehen. Danach finden umfangreiche Umbauarbeiten statt. Die Wiedereröffnung der neuen Ausstellung aus dem Sammlungsbestand ist für den 22. Oktober geplant.

Gesammelt wird seit den 1950er Jahren insbesondere Malerei und Skulptur nach 1945 aus dem deutschsprachigen Raum. Im Bereich der Neuen Medien, Video, Film und Fotografie sowie den druckgrafischen Medien wird international gesammelt, um bereits vorhandene Sammlungsschwerpunkte zu erweitern, neue Entwicklungslinien aufzuweisen und die Wechselwirkung über nationale und mediale Grenzen hinweg sichtbar zu machen.

Mit herausragenden Werken bedeutender künstlerischer Positionen ist es der Sammlung heute möglich, die wichtigsten Tendenzen, insbesondere der deutschen Kunstgeschichte, in einen gesellschaftlichen und historischen Zusammenhang zu stellen, auf besondere ästhetische Traditionen zu verweisen und zugleich die Anbindungen zu aktuellen künstlerischen Entwicklungen und Strömungen herzustellen. Damit leistet die Städtische Galerie nicht nur einen wichtigen wissenschaftlichen Beitrag, sondern trägt auch wesentlich zur Entwicklung der kulturellen Identität in der Region bei.


Meldung vom 04.07.2016:

Julius von Bismarck erhält 2017 Kunstpreis der Stadt Wolfsburg

Kunstbeirat vergibt den mit 80.000 Euro dotierten Preis

Der renommierte Wolfsburger Kunstpreis „Junge Stadt sieht Junge Kunst“ wird im Jahr 2017 an den Berliner Künstler Julius von Bismarck vergeben.

In ihrer Begründung schreibt die Jury: „Julius von Bismarck versteht es in seinen Arbeiten, auf hohem intellektuellem und ästhetischem Niveau, künstlerische und politische Themen miteinander zu verknüpfen. Aus der gesamten Vielfalt der Medien schöpfend, entwickelt er dabei künstlerisch wie technisch innovative Arbeiten, welche der kritischen Reflexion drängender Fragen unserer Zeit mit großer Erfindungsgabe einen höchst eigenständigen Ausdruck geben.“

Dotiert mit 80.000 Euro, ist der Preis auch verbunden mit einer Ausstellung in der Städtischen Galerie Wolfsburg und einer umfangreichen Publikation. Ein Werk des Künstlers wird für die Sammlung der Städtischen Galerie Wolfsburg angekauft.

Der Preis wurde 1959 erstmals verliehen und versteht sich als eine fördernde Initiative für Künstlerinnen und Künstler, die sich in der Mitte ihrer Laufbahn befinden. Idealerweise kann er als Katalysator für Rückschau und Weiterentwicklung wirken.

Die Arbeiten von Julius von Bismarck (*1983) sind als künstlerische Forschung zu verstehen, als Versuch und Methode zugleich, die im Allgemeinen als getrennt begriffenen Systeme der Kunst und der Wissenschaft zu verbinden. „Ich ziehe meine Inspiration aus der Wissenschaft und arbeite künstlerisch“, sagt er selbst. Mit seinen Installationen, Videoarbeiten und Performances untersucht Julius von Bismarck den menschlichen Wahrnehmungsapparat und fordert unsere perzeptiven Gewohnheiten heraus. Sein interdisziplinärer Ansatz ist eine schöpferische Befragung der Welt und der Natur, die der Mensch zunehmend verwandelt.

Bekannt geworden mit einer Performance-Reihe, in der von Bismarck Naturelemente aber auch Monumente auspeitscht, beschäftigt er sich in den aktuellen Arbeiten mit dem Traum der Flucht von dem Planet Erde und dokumentiert den damit verbundenen Energieaufwand.

Einem größeren Publikum bekannt wurde Julius von Bismarck 2015, als er auf der Art Unlimited der Art Basel seine Performance „Egocentric System“ vorführte, die sich rasant zu einem Publikumsmagneten entwickelte. Dabei setzte er sich selbst ins Zentrum einer schnelldrehenden Betonschüssel. An einem Tisch sitzend oder auf einer Matratze liegend testete der Künstler Raum und Geschwindigkeit, während die Welt außerhalb seines Systems an den Rand rückte.

Die Realisierung der mit der Preisverleihung verbundenen Ausstellung des Künstlers in der Städtischen Galerie Wolfsburg wird Ende 2017 sein.


Meldung vom 30.06.2016:

Das Forum Architektur blickt auf 15 Jahre zurück 

Baukultur mit eigenem Stellenwert im Kulturleben der Stadt

Das Forum Architektur der Stadt Wolfsburg wurde am 1. Juli 2001 gegründet, eine Einrichtung zur Vermittlung von Architektur und Städtebau. Damit ist es eine der ältesten öffentlichen Baukultureinrichtungen, aus der Taufe gehoben vor den Initiativen auf Landes- und Bundesebene und in der Architekturwelt bundesweit vernetzt. Wolfsburg gilt als Vorreiter, denn seit 15 Jahren hat hier die Baukultur ihren eigenen Stellenwert im Kulturleben der Stadt neben den klassischen Ressorts Literatur, Musik, Kunst und Geschichte.
 
Entstanden ist die kleine Institution Ende der 1990er Jahre aus einem vermehrten Bedarf am Institut für Museen und Stadtgeschichte unter der damaligen Leitung von Dr. Klaus-Jörg Siegfried. Anfragen nach Ausstellungs- und Forschungsprojekten, Hochschulexkursionen und Publikationen machten deutlich, dass die architektonische Besonderheit der Stadt als seltene Stadtneugründung des 20. Jahrhunderts mit wichtigen Einzelbauten von Alvar Aalto, Hans Scharoun, Zaha Hadid unter anderem weithin wahrgenommen wird und zur Auseinandersetzung anregt.
 
In den Anfangsjahren spielte die Vermittlung und Kommunikation des Bauprojekts Phaeno unter dem Projektleiter und Kulturdezernenten Dr. Wolfgang Guthardt eine zentrale Rolle. Rund 10.000 interessierte Bürger wurden zwischen 2001 und 2005 über die Baustelle der Experimentierwelt von Zaha Hadid geführt. 2003 fand sogar der Bundesauftakt des Tages der Architektur in Wolfsburg statt. Seitdem ist die Themenvielfalt mit jedem Jahr größer geworden.
 
Seit Anfang 2006 ist das Forum Architektur organisatorisch im Baudezernat der Stadt Wolfsburg angesiedelt und direkt der Stadtbaurätin zugeordnet. Eine Arbeitsgruppe Baukultur vernetzt die Arbeit mit den anderen Fachbereichen: Hochbau, Stadtplanung, Denkmalpflege und Grün. Auch die Arbeit des Gestaltungsbeirats wird durch das Forum Architektur koordiniert.
 
„Auf diese Weise gelingt es uns, die baukulturellen Projekte nicht als Zusatz zu sehen, sondern aus den Aufgaben der Bauverwaltung heraus gemeinsam zu entwickeln“, unterstreicht Monika Thomas. „Unser ‚Modell Wolfsburg‘ gilt hier als Vorbild bundesweit.“ Im Alvar-Aalto-Kulturhaus findet sich die Einrichtung an zentraler Stelle mit einem Schaufenster zum Rathausplatz.
 
Es geht einerseits um die bewusste Darstellung Wolfsburgs als Architekturstadt mit einer touristischen Komponente und einem breiten Angebot an Gebäudeführungen, Architekturspaziergängen und städtebaulichen Rundfahrten für Gäste aus dem In- und Ausland. Ebenso wichtig ist die Sensibilisierung der Bürgerinnen und Bürger der Stadt für die Besonderheit Wolfsburgs als „funktionale Stadt“ des 20. Jahrhunderts mit ihren neuen stadtplanerischen Ideen und Werten. Denn die Suche nach Identität ist nach 78 Jahren Stadtgeschichte noch immer ein Thema. Unterschiedliche Jahresschwerpunkte von der „Green City“ bis zum Wohnungsbau sprechen mit ihrem Programm eine große Bandbreite von Menschen an: Fachleute und Kulturinteressierte gehören dazu ebenso wie Schulklassen und Studenten.
 
„Den Menschen ist oft nur wenig bewusst, welch großen Einfluss der gebaute Raum auf ihr Leben hat. Wenn es uns gelingt, dass sie ihre Umgebung bewusster wahrnehmen und künftig mit offenen Augen durch die Stadt laufen, dann gehen wir zufrieden nach Hause“, weiß Nicole Froberg, die das Forum Architektur von Beginn an aufgebaut hat und bis heute leitet.
 
Wichtige Projekte der Vergangenheit waren die Ausstellung zum 70jährigen Stadtjubiläum in Baucontainern auf dem Rathausplatz 2008, oder der Ideenwettbewerb für Grundschulen 2010 mit dem Titel „Schule baut“. 2012 führte die temporäre Konstruktion „Shortcut“ über die Dächer des Alvar-Aalto-Kulturhauses und ermöglichte einen neuen Blick auf die zentrale Dachterrasse.
 
Regelmäßige Formate sind die Vortragsreihe „Forum am Mittwoch“, die es seit zehn Jahren regelmäßig gibt, und der „Bausommer“, der auch in diesem Jahr aktuelle Bauprojekte der Stadt für Besucher zugänglich macht. Mit verschiedenen Partnern wurden in den vergangenen Jahren Publikationen zu Städtebau und Architektur in Wolfsburg erarbeitet, die sensibilisieren möchten für die Themen Planung, Herstellung und Nutzung der gebauten Umwelt. Dazu zählt auch der „Architekturführer Wolfsburg“.
 
Bereits im zehnten Jahr gibt es den studentischen Ideenpreis der Stadt Wolfsburg. Unter dem Titel „Wolfsburg Award for urban vision“ wird seit 2015 europaweit ausgelobt und führte zuletzt Studierende der Universität Florenz nach Wolfsburg. Im Themenbereich „Stadt, Raum, Geschichte“ fördert und prämiert der Wettbewerb Hochschularbeiten, die sich mit der Stadt beschäftigten. Hinzu kommen vielfältige Modell- und Forschungsprojekte, die durch das Forum Architektur betreut beziehungsweise begleitet werden.
 
Zusätzlich zur Arbeit in Wolfsburg hat das Forum Architektur 2010 die Geschäftsstelle des Netzwerk Baukultur in Niedersachsen mit finanzieller Unterstützung des Landes aufgebaut. Als Organisations- und Kommunikationsplattforum bringt sie über 200 Baukultureinrichtungen und –interessierte im Land Niedersachsen zusammen.


Meldung vom 27.06.2016:

Noch sind Plätze frei

Ferienprogramm zum Wohnen gestern, heute und morgen

Ein zu Hause ist viel mehr als vier Wände und ein Dach über dem Kopf. Was jedoch zu einem zu Hause dazugehört, das hat sich im Laufe der Jahrzehnte immer wieder verändert. Wer lebt dort zusammen? Und was tut man dort? Das kann heute für jeden etwas anderes sein. Das Forum Architektur der Stadt Wolfsburg bietet dazu vom 25. bis 28. Juli einen viertägigen Workshop. „Mitbewohner gesucht…“ heißt das architektonische Ferienprogramm für Mädchen und Jungen zwischen acht und zwölf Jahren. Einige Plätze sind noch frei. Eine Anmeldung ist möglich bis zum 1. Juli.
In einer originalgetreu eingerichteten Museumswohnung von 1942 schlüpfen Kinder in die Rolle einer Familie vor 70 Jahren und erfahren die Unterschiede in Ausstattung, Größe und Nutzung zwischen damals und heute. Nach dem Blick in die Vergangenheit steht die Vision für die Zukunft auf dem Programm. Wie nutzen wir in 30 Jahren unseren Wohnraum? Leben vielleicht in Zukunft wieder mehr Generationen unter einem Dach? Und woraus ist dieses Dach gemacht? In eigenen Entwürfen werden Ideen für das Wohnen von morgen entwickelt und gestaltet.
Der Workshop findet jeweils von 9  bis 15 Uhr statt (Betreuung ab 8.30 Uhr). Treffpunkt ist im in den Werkstätten des Alvar-Aalto-Kulturhaus am Rathausplatz, Porschestraße 51. Neben einem Materialkostenbeitrag von 30 Euro sollte ein Mittagssnack für die Pause mitgebracht werden. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Anmeldungen unter E-Mail: forum.architektur@stadt.wolfsburg.de oder Telefon 05361 28-2814.


Meldung vom 09.06.2016:

Erklär Scharoun! - Vortrag

Studierende der TU Braunschweig erläutern Bauten des Architekten

Hans Scharoun ist in Wolfsburg vor allem als Architekt des Theaters am Klieversberg bekannt. Einen Einblick in das weitere Schaffen Scharouns gibt ein Vortragsabend, zu dem das Forum Architektur der Stadt Wolfsburg in Kooperation mit der Technischen Universität (TU) Braunschweig am Mittwoch, 22. Juni, um 19 Uhr auf die Probebühne des Theaters einlädt.
 
Mit dem Theater am Klieversberg und dem Stephanus Kindergarten in Detmerode wurden in den 1960er Jahren zwei Bauten von Hans Scharoun (1893 bis 1972) für Wolfsburg entwickelt und realisiert. Ein dritter Entwurf für eine Kirche am Rabenberg kam nicht zur Ausführung.
 
Die Anfang des Jahres abgeschlossene Generalsanierung des Theaters ist Anlass, das Schaffen des großen deutschen Baumeisters über die Grenzen der Stadt hinaus zu betrachten. Der Vortragsabend in Kooperation mit dem Institut für Geschichte und Theorie der Architektur und Stadt an der TU Braunschweig verspricht einen kurzweiligen und informativen Überblick über sein Werk. Unter dem Motto „Erklär Scharoun!“ stellen Studierende des Bachelor- und Masterstudiengangs Architektur ausgewählte Bauten in Kurzvorträgen vor.
 
Ein ungewöhnlicher und allgemein nicht öffentlich zugänglicher Veranstaltungsort bietet dafür den passenden Rahmen. Die Veranstaltung findet auf der Probebühne des Theaters statt, die sich etwa elf Meter über dem Bühnenboden befindet und mit einem großformatigen Fenster den Blick über die westliche Innenstadt Wolfsburgs eröffnet. Weitere Informationen unter www.wolfsburg.de/architektur.
 
Eine Anmeldung zu dem Vortrag ist erforderlich unter E-Mail: forum.architektur@stadt.wolfsburg.de oder Telefon (05361) 28-2814. Der Eintritt ist frei. Es wird darauf hingewiesen, dass der Zugang zur Probenbühne nicht barrierefrei ist.


Meldung vom 08.06.2016:

Internationale Sommerbühne 2016

Das Sommerfestival im Schloss Wolfsburg vom 10. Juni bis 19. Juni 2016

An zwei langen Wochenenden bietet Wolfsburgs Sommerfestival ein spannendes Programm mit Künstlerensembles aus der ganzen Welt. Auch beim 26. Festival können sich die Besucher auf Kultur der Extraklasse freuen. Comedy, Musik und mehr gehören in diesem Jahr wieder zu den Schwerpunkten.
An drei Nachmittagen stehen die Kinder im Mittelpunkt der Veranstaltungen. Traditionell stürmt am letzten Sonntag (19. Juni, ab 11.00 Uhr) die Musikschule mit „Kita singt“ die Bühne. Das Inklusionsprogramm ist inzwischen ein fester Bestandteil des Veranstaltungsplans. Und eine Straßentheater-Inszenierung soll im Schlossumfeld wieder ein besonderes Highlight setzen. Am zweiten Wochenende wird die Italienische Konsularagentur Wolfsburg als Kooperationspartner ein stimmungsvolles italienisches Programm präsentieren. Musikalische Ohrwürmer, die jeder kennt, versprechen einen traumhaften Sommerbühnenabend.

Ob stimmungsvoll, poetisch, jung oder retro, frech oder gefühlvoll – die Sommerbühne bietet wieder ein breitgefächertes Sommerprogramm im wunderbaren Schlossambiente.

Das Gesamtprogramm der Sommerbühne zum Herunterladen (*PDF - öffnet sich in einem neuen Fenster)