Neuigkeiten aus dem Bereich Kultur

Rund um das Thema Kultur in Wolfsburg

Pressemitteilung vom 22.05.2017

67. Schützen- und Volksfest

Proklamation und Großer Zapfenstreich

Seit dem 19. Mai läuft das 67. Schützen- und Volksfest auf dem Festplatz im Allerpark, das auch in diesem Jahr zu den herausragenden Ereignissen vor Ort zählt und durch die Schützengesellschaft Wolfsburg e.V. veranstaltet wird. Das Schützen- und Volksfest Wolfsburg hat mit seinen 67 Jahren eine lange Geschichte. Es ist eine besondere Traditionsveranstaltung für die Wolfsburger Bürgerinnen und Bürger und mit rund 400.000 Besuchern jährlich das Größte seiner Art zwischen Harz und Heide.
Zwei besondere Veranstaltungen finden am kommenden Wochenende statt. Am Samstag erfolgt ab 16 Uhr die Proklamation der neuen Schützenkönige auf der Freitreppe am Schloss Wolfsburg. Und auch in diesem Jahr werden die Stadtkönige wieder durch den Stadtfachverband Schießsport auf dem Schießstand des Schützenvereins Heiligendorf ermittelt. Die Proklamation der neuen Stadtkönigin, bzw. des neuen Stadtkönigs erfolgt dann am Sonntag ab 20 Uhr in der Bürgerhalle des Rathauses in Wolfsburg. Im Anschluss findet das 67. Wolfsburger Schützen- und Volksfest mit dem Großen Zapfenstreich einen festlichen Abschluss. Musikalisch werden das Orchester der Stadtwerke AG sowie der Spielmannszug Rot-Weiß Schöningen den Umzug begleiten. Um der Veranstaltung einen würdigen Abschluss zu verleihen und dem Schießsport Anerkennung zu zollen, werden alle Schützenvereine gebeten, sich mit ihrer Vereinsfahne am Großen Zapfenstreich mit anschließendem Umzug zu beteiligen. Alle interessierten Bürgerinnen und Bürger sind eingeladen, der Proklamation sowie dem Zapfenstreich beizuwohnen.


Pressemitteilung vom 16.05.2017

Stadtarchiv stellt Archivalie des Monats Mai vor 

Einweihung des neuen Oberschulgebäudes - heutiges Ratsgymnasium

Die Entwicklung der Stadt spiegelt sich nicht zuletzt im Ausbau ihrer schulischen Infrastruktur. Vier Jahre nach Gründung der „Stadt des KdF-Wagens“ wurde die Oberschule eingerichtet, die vorerst Barackenräumlichkeiten auf dem Gelände des heutigen VfL-Stadions in Heßlingen zugewiesen bekam. Bis dahin waren die Oberschulschüler darauf angewiesen, in Braunschweig entsprechende Schulen zu besuchen. Unter der Leitung von Oberstudienrat Karl Hofmann startete am 06. August 1942 der Unterricht in zwei Klassen mit 58 Schülern, die zwei Lehrer unter ihre Obhut nahmen. Rund ein halbes Jahr später erfolgte der Umzug der Oberschule in den Barackenschulkomplex in der heutigen Heinrich-Heine-Straße. Nach Errichtung einer weiteren Klasse begann das neue Schuljahr 1943/44 im Herbst mit nun schon 98 Schülern und drei Lehrkräften.
Die Anzahl der Schüler stieg weiter rasch und kontinuierlich an. Bereits Ende 1944 besuchten 188 Schüler die Oberschule. Gegen Kriegsende mit der Besetzung der Stadt durch alliierte Truppen wurde der Schulbetrieb ausgesetzt. Nach einer halbjährigen Pause erfolgte sodann im Oktober 1945 die Wiedereröffnung der Oberschule mit vier Klassen, 169 Schülern und sechs Lehrern. Fand diese auch unter einem neuen politischen System statt, so kehrte man zunächst an eine alte Wirkungsstätte zurück. Nach erfolgreichen Verhandlungen des Schulleiters Lorenz Heiny mit den britischen Militärbehörden konnte die Schule wieder in den Barackenkomplex in Hesslingen einziehen. Wegen Kohlenmangels im Winter musste ein Teil der Klassen jedoch im folgenden Winter übergangsweise im Ledigenheim in der Stadtmitte und in Baracken an der Heinrich-Heine-Straße untergebracht werden.  Mit Beginn des neuen Schuljahres im Mai 1947 verfügte die Schule über alle Jahrgangsstufen der 5. bis einschließlich der 11. Klasse und hatte bereits 434 Schüler. Am 06. April 1948 wurde der Studienrat Friedrich Wilhelm Bußmann aus Düsseldorf zum neuen Schulleiter bestimmt, der die Oberschule über mehrere Jahrzehnte als Oberstudiendirektor leiten sollte und mit großem Engagement und Geschick entscheidend zur Weiterentwicklung der Schule beitrug.
Um 1950 stand die Oberschule wegen ihres permanenten Schülerzuwachses vor erheblichen Raumproblemen. Deshalb wurden konkrete Planungen für einen Neubau an der Pestalozziallee aufgenommen. Am 21. Juli 1950 berieten die Preisrichter über die Entwürfe für den Bau einer neuen Oberschule. Den ersten Preis errang im Architektenwettbewerb Prof. Dr. Friedrich Wilhelm Krämer von der Technischen Hochschule Braunschweig. Bestand auch die Absicht, den ersten Gebäudetrakt mit insgesamt acht Klassenräumen zum Beginn des Schuljahres 1951/52 zu beziehen, so wurde diese durch Verzögerungen bei der baulichen Fertigstellung durchkreuzt. So konnte die Oberschule erst zum 28. Mai 1951 die neuen Räume beziehen - und dies begleitet durch einen eher schlichten Festakt. Vor geladenen Gästen aus Rat, Verwaltung und Elternrat der Schule sowie den Schülerinnen und Schülern hob Oberstudiendirektor Bußmann hervor, dass der Bau von der Einfachheit, die auch im Unterricht gepflegt werde, geprägt sei. Es gäbe nur einen Bau in Wolfsburg, der ebenso zweckmäßig sei, das Volkswagenwerk.
Zwar war mit dem Neubau zumindest vorerst die Raumnot der Schule gelindert, doch entstanden durch die beiden Standorte schulorganisatorische Schwierigkeiten. Da die Schüler nun auf die neue Schule an der Pestalozziallee und die Barackenklassenräume in Hesslingen aufgeteilt waren, mussten die Lehrkräfte zwischen den beiden Standorten hin- und herpendeln. Die Unterrichtspausen genügten allerdings kaum, um die Strecke erfolgreich zu bewältigen. Daher wurde der Schulunterricht notgedrungen zeitlich eingeschränkt (HA 5499, Auszug aus der Festschrift „10 Jahre Städtische Oberschule Wolfsburg“). Beim Festakt zur Einweihung der Oberschule versicherte der stellv. Bürgermeister Hermann Lahmann seinem Publikum, es werde „selbstverständliche Pflicht für die kommunalen Verantwortungsträger sein, so lange weiterzubauen, bis die Oberschule vollkommen fertig sei. Da in Wolfsburg aber auch viele andere Aufgaben zu lösen seien, könne das nur etappenweise erfolgen.“ Am 29. Februar 1952 beschloss der Rat der Stadt, die Schule zu vollenden. In absehbarer Zeit sollte die Zweiteilung der Schule der Vergangenheit angehören. Ein wichtiger Schritt war demzufolge am 15. März 1953 der Einzug in den zweiten Bauabschnitt mit 19 Klassenräumen. Hierdurch wurde es der Oberschule ermöglicht, sämtliche Klassen im Neubau unterzubringen. Eine weitere Etappe war neben der Inbetriebnahme der Turnhalle die Einweihung der Schulaula am 09. Mai 1955, die auch als Aufführungsstätte des KulturringesWolfsburg einen festen Platz einnahm. Zu diesem Zeitpunkt hatte die Oberschule deutlich über 1.000 Schüler - die Planungen für eine zweite Oberschule wurden im Rathaus bereits zielgerichtet von den zuständigen Stellen der Schul- und Bauverwaltung vorangetrieben. Ihren endgültigen Namen erhielt die erste Oberschule als „Ratsgymnasium“ zum 1. Juli 1958 durch einen Beschluss des Rates der Stadt in der Festsitzung zum 20-jährigen Stadtgründungsjubiläum.
Text: Werner Strauß, alle Rechte beim Institut für Zeitgeschichte und Stadtpräsentation (IZS)



Pressemitteilung vom 25.04.2017

Archivalie des Monats April 

Eine Praline in den städtischen Verwaltungsakten 

Der Skandal um den ersten Bordellbetrieb innerhalb Wolfsburgs, den Bienenkorb in der Poststraße 34, hielt die Stadtverantwortlichen Anfang der 1970er Jahre sowohl juristisch als auch im innerstädtischen Diskurs auf den verschiedensten Ebenen in Atem und trieb die seltsamsten Blüten. In den weit über zwanzig Akten sind die sich jahrelang hinziehenden gerichtlichen Auseinandersetzungen mit dem Betreiber des Bordells, Hans-Jörg Hartvigsen, ebenso dokumentiert wie die Anwohnerproteste, die Presseberichterstattung und das städtische Bemühen, im Austausch mit anderen Kommunalverwaltungen Lösungen für die komplizierte Sachlage zu finden. Und inmitten all dieser Papiere findet sich eben auch ein Erotikmagazin: die Praline vom 6. Dezember 1972. Die Titelseite verspricht allerlei schlüpfrige Berichte, so unter der Rubrik „Kleine Biester“ eine Reportage über die Verführungskünste der vierzehnjährigen Gudrun, die „acht ‚ehrbare‘ Ehemänner“ in Versuchung und darüber Tagebuch geführt habe. Eine Fotogeschichte verspricht zudem Einblicke in „[d]ie Liebe einer Nackttänzerin“. Man stelle sich vor, wie ein eifriger städtischer Angestellter, nachdem er möglicherweise zuvor einen Tipp oder einen Hinweis auf den Artikel bekommen hat, das Heft zunächst mit leicht verschämten Blick am Bahnhofskiosk käuflich erworben hat – und dabei gegebenenfalls auch nach einer Quittung verlangt hat, um seine Ausgaben erstattet zu bekommen –, um es sodann in seinem Büro beflissentlich zu studieren, sprich: bis zur letzten Doppelseite durchzusehen, denn erst diese führt uns wieder zurück zum Bordell-Skandal um den Bienenkorb in der Poststraße 34.
Unter der Rubrik „Deutschland bei Nacht“ berichtet der Journalist Peter Fischer über die durch das Ordnungsamt angeordnete Schließung des Etablissements. Dabei wurden sogar die Fenster und Türen des Bordellbetriebs zugemauert – eine Aktion, für die sich die Stadt nur wenig später viel Spott einhandelte, zeigte sich doch bald, dass diese Schritte unrechtmäßig waren. Doch Hartvigsen wartete nicht die Ergebnisse der Rechtsprechung ab, sondern hackte in Begleitung einiger Männer die Mauern mit Spitzhacken und Hämmern kurzerhand wieder auf, wie es in dem Artikel heißt. Seitdem werde im Wolfsburger „Eros-Haus [t]rotz Verbot [...] weiter Sex verkauft“. Nüchtern führt Fischer die sich daraus ergebenden Probleme der fortgesetzten Ruhestörung für die Anwohner in dem sonst so ruhigen Handwerkerviertel im Herzen Wolfsburgs an. Der Stadt wären die Hände gebunden, so der Journalist weiter, der sodann mit einem Zitat des hiesigen Rechtsrats Otto Haag aufzuwarten weiß: „Wir sind als Behörde eingeengt. Es gibt bei der ganzen Sache zahlreiche Fußangeln. Wir wollen da nicht hineinstolpern. Eine erneute Schließungsaktion muß sorgfältig geplant werden. Wir können nicht auf Verdacht handeln.“ Der Reporter der Praline konstatierte sodann, wie hilflos die Wolfsburger „der ganzen Misere“ gegenüberstünden, da „es bei uns keine allgemeingültige Gesetzgebung gibt, die den Städten klare Rechte zur Bekämpfung des Dirnen-Unwesens einräumen“. Nirgendwo in den Aktenbergen der Stadtverwaltung zum Skandal um den Bienenkorbwurde die der Geschichte innewohnende Problematik präziser auf den Punkt gebracht.
Bemerkenswert ist darüber hinaus, dass Fischer als einziger Journalist in den von der Stadt angelegten Presseausschnittsammlungen auch eine Arbeiterin aus dem Milieu zu Wort kommen ließ, die dabei ihren distanzierten Blick auf das Gewerbe sprachlichen Ausdruck verlieh: „Eigentlich ist es ja widerlich“, so die Tänzerin ‚Bonnie Baby‘ aus Jamaika, die in der Nachtbar Maximtanzte, „daß man sich wie ein Stück Vieh darbietet, aber ich verdiene ganz gut, und irgendwann heirate ich mal einen Mann, der mich nicht als Lustobjekt betrachtet.“ Dass ausgerechnet ein „Schmuddelheft“ den Skandal um den Bienenkorb so gut recherchiert und ausgewogen in der Berichterstattung präsentiert, war so nicht unbedingt zu erwarten.

Allerdings war Fischer keineswegs der erste, der im Erotikmagazin Praline über die Volkswagenstadt berichtete. Schon zwei Monate zuvor, am 4. Oktober 1972 schrieb Hartmut Volz über ein Bordell in Mörse: „Drei Eros-Mädchen bringen ein kleines Dorf in Aufruhr“, war sein Text überschrieben; tatsächlich war es eine Aussage des dortigen Bordellmanagers Klaus Rößner, der wiederum die Stadtverwaltung in Aufruhr versetzte. Behauptete dieser doch forsch, er habe gute Beziehungen zum Wolfsburger Rathaus – was umgehend im Verwaltungsausschuss thematisiert wurde und dem Bordellbetreiber eine Strafanzeige einbrachte. Denn, wie es in dieser heißt, „[d]iese Behauptungen sind geeignet, die Stadtverwaltung verächtlich zu machen und in der öffentlichen Meinung herabzuwürdigen“. Um eine lange Geschichte kurz zu machen: Rößner wurde ein Bußgeld von 500 DM auferlegt und die Stadt war um eine weitere gerichtliche Erfahrung reicher. Der Artikel aus dem Oktober aber fand allein als Kopie Aufnahme in die Akten.

Text: Dr. Alexander Kraus, Projekt: Wolfsburg auf dem Weg zur Demokratie // Alle Rechte beim Institut für Zeitgeschichte und Stadtpräsentation (IZS), Goethestraße 10a, 38440 Wolfsburg, Telefon: +49 5361 275741


Pressemitteilung vom 19.04.2017

Offenes Atelier in der Städtischen Galerie 

Die Arbeit Introspekteur steht im Mittelpunkt

Die Städtische Galerie Wolfsburg lädt am Sonntag, 23. April, von 14 bis 17 Uhr wieder zum Offenen Atelier „Neue Ansichten“ ein. Treffpunkt ist im Südflügel des Schlosses Wolfsburg. Ein weiteres Mal steht die Arbeit „Introspekteur“ des Künstlers Peter Bömmels im Mittelpunkt und wird ganz genau unter die Lupe genommen. Denn sein Gesicht und vor allem sein Gesichtsausdruck sollen Ausgangspunkte für das Arbeiten in der Bürgerwerkstatt sein. Seine Mimik wird sich in Masken widerspiegeln, die von den Gästen gefertigt werden.
Die Skulptur aus hellem, gelblichem Birkenholz - in der die Blockform und die streifige Holzmaserung noch zu erahnen ist - kann gemeinsam mit der Kunstvermittlerin Elke Schulz entdeckt werden. An Augen-, Nasen- und Mundpartie, am Kinn und dem Halsansatz hat das Werkzeug deutliche Spuren hinterlassen. Die Augenlider sind zu länglichen röhrenartigen Gebilden ausgewuchert, die den Blick in die Senkrechte bannen, das Kinn ist auf den Hals gedrückt.
In den Winkeln des schmallippigen Mundes nistet die Andeutung eines Lächelns. Kann diese Mimik auch mit einfachen Mitteln umgesetzt werden? Wer dieses ausprobieren möchte, sollte am Sonntag das Offene Atelier nicht verpassen. Die Veranstaltung ist kostenfrei und offen für alle Altersgruppen.



Pressemitteilung vom 11.April 2017

Historische Museen laden zu Oster ein

Heitere Hoffmann-Lieder und bunte Welt der Daniela Guntner!

Die Historischen Museen am Schloss Wolfsburg und im Schloss Fallersleben laden an allen Osterfeiertagen sehr herzlich zu einem Besuch ein – und zwar bei freiem Eintritt. Geöffnet ist das Stadtmuseum Schloss Wolfsburg am Ostersonnabend von 13-18 Uhr, Karfreitag, Ostersonntag und Ostermontag jeweils von 11 bis 18 Uhr. Das Hoffmann-von-Fallersleben-Museum öffnet morgens zu denselben Zeiten, schließt jedoch jeweils schon um 17 Uhr.
Im Stadtmuseum lohnt – vielleicht nach einem österlichen Spaziergang im Schlosspark  – immer ein Blick in die unterhaltsame Dauerausstellung zur Schloss- oder Stadtgeschichte. Hier erzählen Zeitzeugen oder auch die Ausstellungsstücke selbst  von Tanzabenden im Café Klewin, von Flucht und Ankunft in der Volkswagenstadt, von heimisch gewordenen italienischen Familien oder auch von der Feier zum Käferjubiläum 1955. Vor allem aber lädt die Sonderausstellung „Die bunte Welt der Daniela Guntner“ zu einem Besuch ein, der „50 Jahre kreatives Gestalten für Wolfsburg“ und zugleich ganz viele schöne Facetten und Ereignisse der Wolfsburger Stadtgeschichte ins Gedächtnis ruft.
Im Herzen des Schlossparks und der Fachwerkaltstadt lädt im Schloss Fallersleben das Hoffmann-von-Fallersleben-Museum zu einem „Ausflug“ in das 19. Jahrhundert, in die Zeit und das Leben des berühmten Dichters des Deutschlandliedes und Hunderter Kinderlieder ein. Die vor drei Jahren komplett neu gestaltete Dauerausstellung präsentiert das große Werk des vielseitigen und kämpferischen gebürtigen Fallerslebers abwechslungsreich und sehr unterhaltsam, mit sehr viel Musik und Mitmachstationen, die – wie z. B. an einer Karaoke-Station oder dem Liederbaum - auch zum Mitsingen einladen.
Geschlossen bleiben die Historischen Museen am Dienstag nach Ostern, am 18. April. Ab Mittwoch, 19. April, gelten wieder die normalen Öffnungszeiten.


Pressemitteilung vom 05. April 2017

Kunst im Wolfsburger Stadtbild

Stadt schreibt Ideenwettbewerb aus

Zum 3. Mal schreibt das Institut für Zeitgeschichte und Stadtpräsentation (IZS) der Stadt Wolfsburg den Wettbewerb „Kunst im Stadtbild Wolfsburgs – KiS, Ideenwettbewerb für den künstlerischen Nachwuchs“ aus.
Neben den Studierenden richtet sich der Wettbewerb auch wieder an die jungen Absolventinnen und Absolventen der Fachrichtung "Freie Kunst" und anderer Kunst-Studiengänge mit dem Schwerpunkt "Kunst im öffentlichen Raum" an deutschen Hochschulen.
Anita Placenti-Grau (Leiterin IZS): „Ihnen wird die Möglichkeit geboten, Ideen für Projekte zur Kunst im Stadtbild in Wolfsburg vorzuschlagen. Es steht den Teilnehmenden frei, für welchen Standort innerhalb des Stadtraums sie ihre Projekte entwickeln möchten. Erwartet werden visionäre Ideen, die von den derzeitigen Freiräumen in der Stadt Besitz ergreifen."
Der beste Beitrag wird von der Jury zum Preisträger gekürt und erhält ein Preisgeld in Höhe von 1.500 Euro. Bis zu drei weitere Arbeiten können eine besondere Anerkennung erhalten, diese sind mit einer abgestuften finanziellen Honorierung von jeweils 500 Euro verbunden.
Mit dem Ideenwettbewerb setzt der Geschäftsbereich Kultur ein Projekt aus dem Kulturentwicklungsplan der Stadt Wolfsburg um, mit den Zielen den künstlerischen Nachwuchs zu fördern, und Wolfsburg als Zentrum für zeitgenössische Kunst um eine weitere Nuance zu ergänzen. Der Einsendeschluss ist am 8. September 2017.
Alle Informationen zum Ideenwettbewerb 2017 erhalten sie unter www.wolfsburg.de/izs. Die Ausschreibungsunterlagen können aber auch direkt anfordert werden bei: Stadt Wolfsburg, Institut für Zeitgeschichte und Stadtpräsentation (IZS), Ideenwettbewerb zur Kunst im Stadtbild Wolfsburgs – KiS, Postfach 10 09 44, 38409 Wolfsburg, izs-stadtarchiv@stadt.wolfsburg.de
Die Preisverleihung findet am 27. Oktober 2017 im Rahmen der Ausstellungseröffnung in der Galerie des Vereins Junge Kunst e. V. statt.


Pressemitteilung vom 6. März 2017

Theater Wolfsburg heißt jetzt „Scharoun-Theater Wolfsburg“ 

Akademie der Künste stimmt Umbenennung zu

Die Akademie der Künste in Berlin hat heute gegenüber der Stadt Wolfsburg ihre Zustimmung zur Umbenennung des Theater Wolfsburg in „Scharoun-Theater Wolfsburg“ erklärt. Damit ist der Weg für die Umsetzung geebnet. Die durch die Umbenennung erforderlichen Maßnahmen können nun geplant und umgesetzt werden.

Der Rat der Stadt Wolfsburg hatte in seiner Sitzung am 22. Februar beschlossen, dass Theater Wolfsburg in „Scharoun-Theater Wolfsburg“ umzubenennen. Dieser Beschluss stand unter dem Vorbehalt der Zustimmung der Akademie der Künste, Berlin.


Dunkelführung auf der Burg Neuhaus

Infos zur Architektur, zur Geschichte und zur Liebe

Burg Neuhaus © WMG WolfsburgAm Freitagabend, 17. Februar, veranstalten das Stadtmuseum Schloss Wolfsburg und die Burgfreunde der Burg Neuhaus zum zweiten Mal eine Dunkelführung auf der Burg Neuhaus. Treffpunkt ist um 19 Uhr der beleuchtete Burghof. Taschenlampen sind bitte mitzubringen. Der Eintritt zu dieser Veranstaltung ist frei, jedoch wird um Anmeldungen unter Telefon: 05361-281040 oder per EMail: stadtmuseum@stadt.wolfsburg.de gebeten.

Als die Burg Neuhaus im Mittelalter erbaut wurde, sorgten in der dunklen Jahreszeit und in den Nachtstunden Kerzen und Fackeln für Erleuchtung. Gundula Zahr vom Stadtmuseum beleuchtet in unseren elektrifizierten und hochtechnisierten Zeiten die Geschichte dieses Bauwerks und seiner Bewohner bei einer Dunkelführung allein im Lichtschein von Taschenlampen: Auf einem Felsmassiv oberhalb des Hehlinger Bachs gelegen gilt sie als eine der am besten erhaltenen Wasserburgen Norddeutschlands. Zu erfahren ist von den kriegerischen Umständen um die Errichtung der mehr als 600 Jahre alten Festung. Ihr erster  Burgherr war Herzog Magnus der Jüngere, der seines Wesens wegen auch den Beinamen „der Raufbold“ trug. Fast zwei Jahrhunderte später fand das Zeitalter der Ritter ein Ende und es begann die Umnutzung der Burg Neuhaus zum herzoglichen Amtssitz. Das heutige Leben auf der Burg ist von Kunst, Kultur und Kitakindern bestimmt.

Und so kurz nach dem diesjährigen Valentinstag wird das Burgteam bei dieser besonderen Erkundungstour auch die Liebe auf romantische Weise in den Blick nehmen.



Pressemitteilung vom 03.01.2017

Juliette Jacobsen & Band

Gesangsdozentin und Leiterin des Jazz-und Popchores an der Musikschule der Stadt Wolfsburg gibt Konzert

Eine Zeitung mit der Überschrift Aktuelles; Foto: Zerbor/Fotolia.com © Zerbor/Fotolia.comMit vielseitiger Stimme und eigenen Popsongs wird die junge Sängerin Juliette Jacobsen in Begleitung ihrer Band am Sonntag, 15. Januar; um 18:30 Uhr im Gartensaal des Wolfsburger Schlosses ein Konzert geben. Als Sängerin und Pädagogin gibt Juliette Jacobsen nun ihr Können als Gesangsdozentin und Leiterin des Jazz-und Popchores an der Musikschule der Stadt Wolfsburg weiter.

Juliette Jacobsen singt in selbst komponierten englischsprachigen Pop-Songs von persönlichen Erfahrungen und Erlebnissen. Das Programm besteht sowohl aus ihren älteren Songs als auch aus aktuellen Titeln. Vor allem Balladen sind das Stecken-pferd von Juliette Jacobsen. Ihre Songs sind geprägt von eingängigen Melodien, dem Sound der 90er Jahre, aber auch dem harmonischen Stil der 60er Jahre. Neben langsamen und gefühlvollen Stücken sind auch Songs mit Latin- und Jazzeinflüssen zu hören. Ausgewählte Coversongs runden das Programm ab und zeigen die stilistische Vielseitigkeit der jungen Sängerin auf.

Nach einer klassischer Klavierausbildung und dem autodidaktischen Erlernen zahlreicher Instrumente switchte Juliette Jacobsen in ihrer Schulbigband bereits zwischen verschiedenen Instrumenten hin und her. Mit ihren Gesangsbeiträgen wurde sie dort von Produzenten entdeckt und wirkte bei Studioaufnahmen mit. In ihrer Heimatstadt Hamburg arbeitete sie als Blockflöten- und Klavierlehrerin und tourte als Percussionistin bei Qunita Feira durch die Republik. 2006 begann sie an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover ein Jazzgesangstudium, das sie zusammen mit ihrer Band und neun weiteren Musikern im Dezember 2015 mit ihrem Diplomkonzert erfolgreich beendete. Mit dem Chor Vivid Voices, einem ausgezeichneten Jazz-Chor, machte sie 2016 eine Tour durch Washington und New York. Seit einigen Jahren leitet sie selbst Chöre. Sebastian Bauer spielt bei Juliette Jacobsen sowohl E-Bass als auch Kontrabass. Er spielt in zahlreichen weiteren Formationen, unter anderem im Viktor Bürkland Trio „The Chetz“.

Tobias Decker schloss sein Diplom als Jazz- und Rock-Schlagzeuger an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover ab, arbeitet als Pädagoge an der Musikschule Ostkreis und ist mit der Elektro-Band Kasimir Effekt unterwegs. Mit seinem virtuosen, vom Jazz geprägten Spiel trägt er zu Juliettes Songs in besonderer Weise bei.

Agnes Hapsari spielt in der Juliette Jacobsen Band Piano und ist Background-sängerin. Nach einem Kompositions- und Jazzklavierstudium in Hannover studiert sie aktuell Chorleitung in Dänemark. Sie leitet Chöre, arbeitet bei „Hannover Theater“, spielt unter anderem in der Tangoband „Sueno Tango“, der Soul-Jazz-Band „Cream Flow“ und unterrichtet Gesang und Klavier.


Der Eintritt zu dieser Veranstaltung ist frei.


Pressemitteilung vom 07.12.2016

Amtsgericht Wolfsburg

Archivalie des Monats Dezember

Das heutige Amtsgericht zählt zu den größeren Amtsgerichtsbezirken im Bereich des Oberlandesgerichts Braunschweig. Als Spätfolge der Französischen Revolution wurde um 1850 in den einzelnen Territorien der Wolfsburger Region nach der Trennung der rechtsprechenden von der vollziehenden Gewalt die Ebene der Amtsgerichte eingeführt. So entstanden für das Herzogtum Braunschweig das Amtsgericht Vorsfelde sowie für das Königreich Hannover das Amtsgericht Fallersleben. Für die preußischen Teile im sogenannten „Wolfsburger Ländchen“, den Exklaven Heßlingen mit der Gutssiedlung Alt-Wolfsburg und Hehlingen, war zunächst das Amtsgericht in Oebisfelde zuständig. 1932 wurden im Zuge einer Verwaltungsreform die genannten preußischen Exklaven dem Landkreis Gifhorn und gerichtsmäßig dem Amtsgericht Fallersleben zugeschlagen. Das repräsentativ gestaltete Amtsgerichtsgebäude am Hofekamp in Fallersleben entstand zwischen den Jahren 1934 und 1936. Die neugegründete „Stadt des KdF-Wagens“ wurde dem Fallersleber Amtsgericht zugeordnet.
Mit dem Wachsen der Stadt entstanden im kommunalpolitischen Raum und in der Führungsetage der Stadtverwaltung um 1950 Bestrebungen, die obersten Gerichtsbehörden und die Landesregierung zu veranlassen, ein eigenes Amtsgericht für das Stadtgebiet einzurichten. Der Weg dorthin war mit einigen Hindernissen gepflastert und erforderte auch in manchen Punkten Zugeständnisse von Seiten der Stadt Wolfsburg. In einem noch frühen Stadium erklärte sich die Stadt Ende Oktober 1952 bereit, einen finanziellen Beitrag zur Errichtung des Amtsgerichtes zu leisten. Zu den finanziellen Rahmenbedingungen gehörte auch die Bereitstellung eines Grundstückes für die Baumaßnahme. Am 23. Juni 1954 beantragte das Landgericht Hildesheim bei den vorgesetzten Behörden die Einrichtung einer Zweigstelle des Amtsgerichtes Fallersleben in der Volkswagenstadt und wünschte die Bereitstellung der erforderlichen Räumlichkeiten. Wenige Wochen später ergab eine Besprechung von Stadtrechtsrat Kurt Hofer mit dem Oberlandesgerichtspräsidenten Dr. Hodo Freiherr von Hodenberg in Celle, dass im 3. Geschoss des Geschäftshauses Hildebrandt an der Ecke Porschestraße/Kleiststraße hierfür Räume genutzt werden sollten.
In einer weiteren Besprechung von Spitzenvertretern der Justiz und der Stadt wurde festgelegt, zeitgleich mit der Vorlage zur Beschlussfassung im Landtag zur Einrichtung einer Gerichtszweigstelle auch die Einrichtung eines eigenständigen Amtsgerichtes in Wolfsburg zu beantragen, das zwei Jahre später realisiert werden sollte. Hinsichtlich der zu treffenden finanziellen Regelungen kam die Stadt den Gerichtsbehörden entgegen, indem die kostenlose Bereitstellung eines Grundstückes zugesagt wurde. Ebenso wurde auf die Erhebung von Anliegerbeiträgen und Anteilen an der Grunderwerbssteuer verzichtet. Die Stadt sicherte trotz eines angespannten Wohnmarktes ferner zu, für die Bediensteten des Amtsgerichtes Wohnungen bereitzustellen. Am 25. Oktober 1954 erhielt der Landtagspräsident die Regierungsvorlage Nr. 1668 zugestellt, die das Gesetz zur Errichtung eines Amtsgerichtes in Wolfsburg beinhaltete.
Schlussendlich beschloss der Niedersächsische Landtag am 12. Januar 1955 die Errichtung des neuen Amtsgerichtes. Der Gerichtsbezirk bestand aus der Stadt Wolfsburg, die vom Amtsgerichtsbezirk Fallersleben abgetrennt wurde. Der Amtsgerichtsbezirk Wolfsburg wurde dem Landgerichtsbezirk Hildesheim zugeordnet. Als Archivalie des Monats dient der von Ministerpräsident Hinrich Wilhelm Kopf unterzeichnete Gesetzestext (HA 132). Zwei Richter und weitere Justizangestellte bezogen am 1. Februar 1955 die vorübergehende Zweigstelle des Amtsgerichtes Fallersleben in den Räumen Ecke Kleist-/Porschestraße. Für die Errichtung des neuen Amtsgerichtsgebäudes gegenüber dem Rathaus an der Pestalozziallee machten die Landesjustizbehörden die Gewährung eines Darlehens in Höhe von 680.000 DM seitens der Stadt geltend. Ein Vertragsentwurf enthielt Aussagen über die Verzinsung und die jährliche Tilgung. Am 8. November 1955 stimmte der Rat der Stadt der Vereinbarung über den Neubau des Amtsgerichtsgebäudes zu. Anfang Januar 1956 begann die Hochbauabteilung des Niedersächsischen Finanzministeriums mit den Bauvorbereitungen für das Gebäude.
Ende Mai 1956 hatte das Staatshochbauamt in Gifhorn die Baupläne nach den Entwürfen des bekannten Wolfsburger Architekten Dr.-Ing. Titus Taeschner fertiggestellt, bereits zwei Monate später erfolgte der Baubeginn. Gemeinsam mit dem neu entstehenden Rathaus sollte das Amtsgericht die Gewaltenteilung im demokratischen Staat symbolisieren. Während das Rathaus die Legislative mit dem Ratstrakt und die vollziehende Gewalt mit dem Hochhaustrakt der Stadtverwaltung umfasste, stand das Amtsgericht für die Rechtsprechung und judikatorische Gewalt. Am 1. Dezember 1957 nahm das neu errichtete Amtsgericht seine volle Tätigkeit in der Besetzung mit vier Richtern und einem Assessor auf. Für die Anklagevertretung war die Staatsanwaltschaft Hildesheim zuständig.
Die offizielle Einweihung des Amtsgerichtes mit prominenten Gästen, darunter der Niedersächsische Justizminister Dr. Werner Hofmeister, fand am 11. Januar 1958 statt. Als entscheidende Protagonisten auf dem Weg zum neuen Amtsgericht galten Oberstadtdirektor Dr. Wolfgang Hesse und der Celler Oberlandesgerichtspräsident Dr. Hodo Freiherr von Hodenberg, die sich in intensiven Verhandlungen für die Errichtung des Wolfsburger Amtsgerichtes eingesetzt hatten. Beim Amtsgericht handelte es sich um den ersten Bau des Landes Niedersachsen in Wolfsburg. In seiner Ansprache während des Festaktes stellte Oberbürgermeister Arthur Bransch fest: „Möge das Recht, das hier seine Heimstätte gefunden hat, in Zukunft eines der Fundamente sein, auf dem unsere junge Stadt sich entwickelt.“ Der heutige Bezirk des Wolfsburger Amtsgerichtes im Dienstgebäude am Rothenfelder Markt umfasst neben der Stadt Wolfsburg die Samtgemeinden Boldecker Land (Raum Weyhausen) und Brome im Landkreis Gifhorn mit rund 145.000 Gerichtseingesessenen. Das übergeordnete Gericht ist das Landgericht Braunschweig.

Text: Werner Strauß //alle Rechte beim Institut für Zeitgeschichte und Stadtpräsentation (IZS), Stadt Wolfsburg

Nähere Informationen zu den Archivalien des Monats finden Sie hier


Pressemitteilung vom 05.12.2016

Wand der Wünsche

Das Kulturwerk verkündet Gewinner

Die Wand der Wünsche gehört schon seit Jahren zu den Attraktionen von „Advent im Schloss“. In diesem Jahr hat sich das Kulturwerk hierfür etwas Besonderes einfallen lassen: Die Wolfsburger wurden gebeten, ihre Wünsche vorab zu übermitteln. Diese werden während des Marktes am 3. und 4. Dezember nach Einbruch der Dunkelheit an eine Wand im Schlossinnenhof projiziert. Die Bandbreite der Wünsche war dabei groß und reichte von praktischen, wie einem neuen Kinderzimmer für den Nachwuchs bis hin zu ideellen Wünschen: „Gute Gesundheit, Fröhlichkeit und Vertrauen für ein friedvolles Miteinander.“ Unter den Einsendern wurden 5 Gewinner des „Advent im Schloss – Menüs“ für die ganze Familie bis zu 5 Personen gezogen. Die Menüs bestehen jeweils aus einer Bratwurst oder einer Folienkartoffel mit Kräuterquark und einem Bratapfel als Dessert sowie Apfelpunsch oder Glühwein für die Erwachsenen. Die entsprechenden Gutscheine können vor Ort abgeholt werden.
Das Kulturwerk gratuliert den Gewinnern Sabine Rex,Melanie Fiebich, Suse Wozazek, Mandy Rehklau und Jaqueline Truman und wünscht allen Besuchern eine schöne und besinnliche Zeit bei „Advent im Schloss“.

Pressemitteilung vom 01.12.2016

Europäischer Stationenweg

Reformationstruck gastiert vom 05. bis 07. Dezember in Wolfsburg

Die Stadt Wolfsburg beteiligt sich gemeinsam mit dem Evangelisch-lutherischen Kirchenkreis Wolfsburg-Wittingen an dem Projekt des „Europäischen Stationenweges“ der Evangelischen Kirche in Deutschland. Der Europäische Stationenweg führt vom 3. November 2016 bis zum 20. Mai 2017 in 19 Ländern zu bedeutenden Orten der Reformation. Dabei rücken europaweit 68 Stationen für jeweils drei Tage in den Fokus der Aufmerksamkeit. Neben Wolfsburg werden unter anderem auch Rom, Dublin, London, Zürich, Bergen sowie Riga angefahren. Von besonderem Interesse ist hier, welche Akteure hinsichtlich der Reformation einschneidende Spuren hinterlassen haben und wie sich diese auf die Gegenwart auswirken. Der Stationenweg endet mit der umfassenden Weltausstellung Reformation zum 500-jährigen Reformationsjubiläum in der Lutherstadt Wittenberg.

Die Rolle Wolfsburgs innerhalb der Reformationsgeschichte ist dabei vor allem durch Komplexität geprägt. Die damaligen Gebietskörperschaften waren diversen Bistümern und Herrschaftsgebieten zugeordnet, sodass die Reformationsprozesse durch Spannungen und Konflikte geprägt waren. Trotz dieser Umstände leistete unter anderem Hans von Bartensleben einen bedeutsamen Beitrag zum religiösen Frieden und insbesondere zur Glaubenstoleranz. Mit Hilfe des Stationenweges soll sowohl den historischen Wurzeln unserer Region als auch der allgemeinen Wirkungsgeschichte bis in die Gegenwart die entsprechende Bedeutung zuteilwerden. Oberbürgermeister Klaus Mohrs äußert sich entsprechend positiv: „Ich bin dankbar und froh, dass wir Teil dieser einmaligen europaweiten Aktion sind. Die Rolle Wolfsburgs zu Zeiten der Reformation ist bedauerlicherweise wenig bekannt. So haben wir die Möglichkeit, eine weitere Facette unserer Stadt zu präsentieren.“ Rund um den Europäischen Stationenweg wird es in Wolfsburg vom 5. bis 7. Dezember zahlreiche Veranstaltungen geben, die die Beziehung zur Geschichte der Reformation hervorheben. Neben Workshops, einem Bildungskirchentag und Podiumsdiskussionen rund um die Themen Beruf und Arbeit, wird der Reformationstruck auf dem Hollerplatz für interessierte Besucher eine Erlebnisausstellung bereithalten. Der Reformationstruck startete seine Tour bereits am 3. November in Genf und bietet auch auf seiner 14. Station in Wolfsburg, unterschiedliche interaktive Angebote an. Unter anderem wird es die Möglichkeit geben, eine eigene Reformationsgeschichte in unterschiedlichen medialen Formaten zu erzählen. Diese Geschichten wird der Truck bis Mitte Mai 2017 mit auf Reisen nehmen.

Ausführliche Informationen zum Stationenweg und den damit einhergehenden Veranstaltungen finden sie auf wolfsburg.de/stationenweg.


Pressemitteilung vom 14.11.2016

Wand der Wünsche

mit exklusivem Adventsmarktmenü


Die Wand der Wünsche gehört schon seit Jahren zu den festen Höhepunkten von „Advent im Schloss“. Hinter dem Angebot steht die Idee, nicht sich selbst, sondern anderen etwas Positives zu wünschen und damit einen Gegenpol zu der oft von Konsum geprägten Vorweihnachtszeit zu setzen. Die Wünsche werden an beiden Markttagen, nach Einbruch der Dunkelheit, als leuchtende Sätze auf die historische Fassade im Schlossinnenhof projiziert. 

In diesem Jahr werden die Besucher gebeten, ihre Wünsche vorab zu übermitteln. Die Wünsche können bis zum 30.11.2016 unter Angabe des Absenders wie folgt eingereicht werden: 
Telefon: 05361 28-1575 
E-Mail: kulturinfo@stadt.wolfsburg.de
Facebook: www.facebook.com/Kulturwerk-der-Stadt-Wolfsburg

Unter allen Einsendern werden 5 exklusive „Advent-im-Schloss-Menüs“ für Familien bis zu 5 Personen verlost. Diese bestehen aus je einer Bratwurst oder einer Folienkartoffel mit Kräuterquark und einem Bratapfel als Dessert sowie Apfelpunsch oder Glühwein für die Erwachsenen. Also genau die richtige Basis, um sich in der kalten Jahreszeit für ein ausgiebiges Verweilen und Stöbern auf dem beliebten Adventsmarkt zu stärken.

Pressemitteilung vom 04.11.2016

Poetry-Slam-Gala in der Stadtbibliothek

Letztes Wolfsburger Poetry-Slam-Ereignis in diesem Jahr

Wer 2016 noch eine Poetry-Slam-Veranstaltung in Wolfsburg erleben möchte, sollte sich Freitag, 18. November, 20 Uhr ganz dick im Kalender anstreichen. An diesem Tag veranstaltet die Stadtbibliothek Wolfsburg sogar eine Poetry-Slam-Gala. Veranstaltungsort ist wie gewohnt die Zentralbibliothek im Alvar-Aalto-Haus. Der Anlass für die Gala ist ein freudiges Jubiläum: am 18. November 2011, auf den Tag genau vor 5 Jahren, veranstaltete die Stadtbibliothek ihren ersten Poetry Slam.
Aus diesem Anlass haben Slammaster Patrick Schmitz aus Braunschweig und Slammer-Ikone Dominik Bartels, der die Veranstaltung wie immer moderieren wird, am 18. November auch besonders bekannte Slampoeten für einen Auftritt in der Wolfsburger Bibliothek verpflichtet.
Mit dabei sein werden: Adina Wilcke (Adina von Möchtegern) aus Wien, Nhi Le aus Leipzig, Bo Wimmer aus Marburg und Malte Rosskopf aus Berlin. Die Slammer werden Texte präsentieren, die sie auf die festliche Gala abgestimmt haben. Das Bibliotheksteam hat sich für die Poetry-Slam-Gala  einige Überraschungen ausgedacht. Wer möchte, kann z. B. in festlicher Abendgarderobe erscheinen und sich im Eingangsbereich der Bibliothek auf dem roten Teppich, dem „Walk of Fame“, fotografieren lassen.
Der Kartenvorverkauf erfolgt in der KulturInfo und in der Zentralbibliothek im Alvar-Aalto-Kulturhaus, telefonisch unter (05361) 28-2152 oder per Mail an jana.schindler@stadt.wolfsburg.de. An der Abendkasse stehen ebenfalls noch Tickets zur Verfügung. Der Eintritt beträgt 10 €, beziehungsweise 8€ ermäßigt.


Pressemitteilung vom 27.10.2016

Die 60er Jahre
Erzählcafé in der Stadtbibliothek Wolfsburg

Am Mittwoch, den 09. November findet um 15 Uhr wieder das beliebte Erzählcafé in der Zentralbibliothek im Alvar-Aalto-Kulturhaus statt.
Diesmal soll es um „Die 60er Jahre“ gehen. Die Teilnehmer tauschen sich in gemütlicher Runde bei Kaffee, Kuchen und Tee über ihre Erfahrungen der 60er Jahre in Wolfsburg, aber auch weltweit, aus. Für die Einordnung in die gesellschaftliche Gesamtsituation wird begleitende Literatur vorgestellt.
Interessierte können sich unter der Telefonnummer (05361) 282530 in der Stadtbibliothek anmelden, der Eintritt zu der Veranstaltung ist frei.


Pressemitteilung vom 10.10.2016

Abenteuer Kunst im Offenen Atelier: "Aus Drei mach viel"

Zum Offenen Atelier lädt die Städtische Galerie wieder am Sonntag, 16. Oktober, von 14 bis 17 Uhr ein. Das Motto der Veranstaltung lautet „Abenteuer Kunst: Aus Drei mach viel“. Interessierte treffen sich im Südflügel, Schloss Wolfsburg. Das Offene Atelier ist kostenfrei und für alle Altersgruppen geeignet.

An diesem Nachmittag werden Ausstellungen besucht und über Kunst gesprochen, bevor Ideen in der Bürgerwerkstatt praktisch erprobt und umgesetzt werden können. Schwerpunkt wird die Arbeit „Big Four Colours II“ von Kai Schiemenz sein. Die Mischung von Farben ist darin besonders gut zu erkennen und diese Farbmischungen werden auch den Inhalt des praktischen Teils bestimmen: Stehen normalerweise die Schränke für die Teilnehmenden mit verschiedensten Materialien und Malutensilien offen, wird dieses Mal ausschließlich mit den drei Grundfarben gemalt. Gemeinsam mit der Kunstvermittlerin Elke Schulz kann dabei das Entstehen weiterer Farbtöne entdeckt und erlebt werden. Überraschungen sind dabei nicht ausgeschlossen.


Pressemitteilung vom 06.10.2016:

Zwischen Tradition und Moderne

Ein Rundgang durch die Dauerausstellung des Stadtmuseums

Am Sonntag, 9. Oktober, lädt das Stadtmuseum Schloss Wolfsburg zu einem Streifzug durch seine Dauerausstellung ein. Bei freiem Eintritt kann man ab 15 Uhr mit Museumsmitarbeiterin Gundula Zahr durch die Räumlichkeiten flanieren und Exponate bestaunen. Die Wolfsburgerinnen und Wolfsburger haben die Möglichkeit, „ihr“ Wolfsburg neu kennen zu lernen und gleichzeitig in Erinnerungen zu schwelgen. Treffpunkt für den Rundgang ist das Foyer des Museums in den Remisen am Schloss Wolfsburg.
Bei der Führung, die unter anderem einen Schwerpunkt auf die 1950er und 1960er Jahre legt, werden allerlei spannende Fragen beantwortet: Wie sah der Alltag der Menschen in der Gründungsphase der Stadt aus? Wie wurde Wolfsburg zur Großstadt? Und, wieso ist ein Friseursalon ein wichtiges stadtgeschichtliches Ausstellungsstück? Mithilfe der fachkundigen Führerin erhalten die Besucherinnen und Besucher Antworten und erfahren auf der Zeitreise allerlei Neues und auch Kurioses. Mit Blick von der jungen Stadt Wolfsburg in die historisch weit vergangene Zeit macht das Publikum Bekanntschaft mit der Familie von Bartensleben, die um das Jahr 1300 begann, die Wolfsburg zu errichten und ihren Machtbereich in der Region auszudehnen. Der wohl bedeutendste Nachfahre, Hans von Bartensleben,  bekannt als „Hans der Reiche“, initiierte im 16. Jahrhundert den Umbau der mittelalterlichen Burg zu einem Renaissanceschloss. Dessen Architektur lässt durchaus Vergleiche zur Märchen- und Sagenwelt zu.
An diesem Sonntagnachmittag öffnet der Museumsrundgang im wahrsten Sinne Schubladen zur Vergangenheit Wolfsburgs und vielleicht auch zur eigenen Biografie.


Pressemitteilung vom 25.08.2016:

Flüchtlingsprojekte der Musikschule: Margarete Schnellecke Stiftung spendet Gitarren

Nach sorgfältiger Recherche, Ortsterminen und Gesprächen mit Heimleitungen, Bewohnern und Betreuern hat die Musikschule der Stadt Wolfsburg zwei Projekte mit Flüchtlingen gestartet. Bei einem Besuch in einer Wohngruppe hatten die Jugendlichen sofort Interesse an Musik gezeigt, spielten auf ihren Smartphones ihre Lieblingssongs vor und man einigte sich schließlich mit den jungen Bewohnern auf das Wunschinstrument Gitarre.

Im Rahmen seines Projektes im Freiwilligen sozialen Jahr Kultur an der Musikschule hat Leonard Iding, diese Grundlagen und Anfänge gelegt und freut sich kurz vor seinem Abschied über eine großzügige Spende der Margarete Schnellecke Stiftung.

Zusammen mit seinem Gitarrenkollegen Claudio Calandra hat der „FSJ´ler“ in der Flüchtlingsunterkunft Dieselstraße ein Gitarrenprojekt für  Kinder und Jugendliche begonnen. In enger Abstimmung mit Mohamed Ibrahim, Geschäftsführer des Islamischen Kulturzentrums Wolfsburg, wurde in der Wohngruppe ASS in Vorsfelde ebenfalls ein Gitarrenprojekt für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge gestartet.

Die Personalkosten für beide zunächst für ein Jahr befristeten Projekte trägt die Musikschule selbst. Um die Projekte jedoch überhaupt realisieren zu können, hat die Margarete Schnellecke Stiftung die Finanzierung der Instrumente in Höhe von 2364 Euro übernommen.

In Ergänzung des Instrumentenpools der Musikschule übergab Carolin Külps im Namen der Margarete Schnellecke Stiftung zehn Konzertgitarren nebst Zubehör an Leonard Iding und dankte dem Freiwilligen herzlich für die Idee und der Musikschule für die unbürokratische Projektbegleitung. Gitarrenhüllen und Ersatzsaiten wurden für beide Projekte ebenfalls zur Verfügung gestellt, so dass die teilnehmenden Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen nunmehr mit passenden Instrumenten ausgestattet sind.

Sie erinnerte zugleich an das erfolgreiche Benefizkonzert der Musikschule zusammen mit Theaterintendant Rainer Steinkamp im Planetarium Anfang 2016: „Wir freuen uns sehr, dass wir die im Januar eingespielten Spenden aufstocken und für die Flüchtlingsprojekte der Musikschule sinnvoll einsetzen können!„ Trotz durchaus vorhandener praktischer Herausforderungen zieht Leonard Iding ein positives Resümee: „Jedes Kind beanspruchte lautstark „seine“ Gitarre für sich. Ich war mir nie sicher, ob sie sich mehr über mein Erscheinen oder nicht vielmehr über die mitgebrachten Gitarren freuten, wenn sie mir bei meiner Ankunft strahlend entgegenliefen und jeder mir ein Instrument abnahm. Doch das ist unerheblich, wichtig ist allein, dass sie strahlten!“


Meldung vom 24.08.2016:

Fürs All genug endet: Sammlungspräsentation nur noch bis zum 28. August zu sehen

Nur noch bis zum Sonntag, 28. August, ist die Sammlungspräsentation "Fürs All genug" in der Städtischen Galerie im Westflügel des Schlosses Wolfsburg zu sehen. Danach finden umfangreiche Umbauarbeiten statt. Die Wiedereröffnung der neuen Ausstellung aus dem Sammlungsbestand ist für den 22. Oktober geplant.

Gesammelt wird seit den 1950er Jahren insbesondere Malerei und Skulptur nach 1945 aus dem deutschsprachigen Raum. Im Bereich der Neuen Medien, Video, Film und Fotografie sowie den druckgrafischen Medien wird international gesammelt, um bereits vorhandene Sammlungsschwerpunkte zu erweitern, neue Entwicklungslinien aufzuweisen und die Wechselwirkung über nationale und mediale Grenzen hinweg sichtbar zu machen.

Mit herausragenden Werken bedeutender künstlerischer Positionen ist es der Sammlung heute möglich, die wichtigsten Tendenzen, insbesondere der deutschen Kunstgeschichte, in einen gesellschaftlichen und historischen Zusammenhang zu stellen, auf besondere ästhetische Traditionen zu verweisen und zugleich die Anbindungen zu aktuellen künstlerischen Entwicklungen und Strömungen herzustellen. Damit leistet die Städtische Galerie nicht nur einen wichtigen wissenschaftlichen Beitrag, sondern trägt auch wesentlich zur Entwicklung der kulturellen Identität in der Region bei.


Meldung vom 04.07.2016:

Julius von Bismarck erhält 2017 Kunstpreis der Stadt Wolfsburg

Kunstbeirat vergibt den mit 80.000 Euro dotierten Preis

Der renommierte Wolfsburger Kunstpreis „Junge Stadt sieht Junge Kunst“ wird im Jahr 2017 an den Berliner Künstler Julius von Bismarck vergeben.

In ihrer Begründung schreibt die Jury: „Julius von Bismarck versteht es in seinen Arbeiten, auf hohem intellektuellem und ästhetischem Niveau, künstlerische und politische Themen miteinander zu verknüpfen. Aus der gesamten Vielfalt der Medien schöpfend, entwickelt er dabei künstlerisch wie technisch innovative Arbeiten, welche der kritischen Reflexion drängender Fragen unserer Zeit mit großer Erfindungsgabe einen höchst eigenständigen Ausdruck geben.“

Dotiert mit 80.000 Euro, ist der Preis auch verbunden mit einer Ausstellung in der Städtischen Galerie Wolfsburg und einer umfangreichen Publikation. Ein Werk des Künstlers wird für die Sammlung der Städtischen Galerie Wolfsburg angekauft.

Der Preis wurde 1959 erstmals verliehen und versteht sich als eine fördernde Initiative für Künstlerinnen und Künstler, die sich in der Mitte ihrer Laufbahn befinden. Idealerweise kann er als Katalysator für Rückschau und Weiterentwicklung wirken.

Die Arbeiten von Julius von Bismarck (*1983) sind als künstlerische Forschung zu verstehen, als Versuch und Methode zugleich, die im Allgemeinen als getrennt begriffenen Systeme der Kunst und der Wissenschaft zu verbinden. „Ich ziehe meine Inspiration aus der Wissenschaft und arbeite künstlerisch“, sagt er selbst. Mit seinen Installationen, Videoarbeiten und Performances untersucht Julius von Bismarck den menschlichen Wahrnehmungsapparat und fordert unsere perzeptiven Gewohnheiten heraus. Sein interdisziplinärer Ansatz ist eine schöpferische Befragung der Welt und der Natur, die der Mensch zunehmend verwandelt.

Bekannt geworden mit einer Performance-Reihe, in der von Bismarck Naturelemente aber auch Monumente auspeitscht, beschäftigt er sich in den aktuellen Arbeiten mit dem Traum der Flucht von dem Planet Erde und dokumentiert den damit verbundenen Energieaufwand.

Einem größeren Publikum bekannt wurde Julius von Bismarck 2015, als er auf der Art Unlimited der Art Basel seine Performance „Egocentric System“ vorführte, die sich rasant zu einem Publikumsmagneten entwickelte. Dabei setzte er sich selbst ins Zentrum einer schnelldrehenden Betonschüssel. An einem Tisch sitzend oder auf einer Matratze liegend testete der Künstler Raum und Geschwindigkeit, während die Welt außerhalb seines Systems an den Rand rückte.

Die Realisierung der mit der Preisverleihung verbundenen Ausstellung des Künstlers in der Städtischen Galerie Wolfsburg wird Ende 2017 sein.


Meldung vom 30.06.2016:

Das Forum Architektur blickt auf 15 Jahre zurück 

Baukultur mit eigenem Stellenwert im Kulturleben der Stadt

Das Forum Architektur der Stadt Wolfsburg wurde am 1. Juli 2001 gegründet, eine Einrichtung zur Vermittlung von Architektur und Städtebau. Damit ist es eine der ältesten öffentlichen Baukultureinrichtungen, aus der Taufe gehoben vor den Initiativen auf Landes- und Bundesebene und in der Architekturwelt bundesweit vernetzt. Wolfsburg gilt als Vorreiter, denn seit 15 Jahren hat hier die Baukultur ihren eigenen Stellenwert im Kulturleben der Stadt neben den klassischen Ressorts Literatur, Musik, Kunst und Geschichte.
 
Entstanden ist die kleine Institution Ende der 1990er Jahre aus einem vermehrten Bedarf am Institut für Museen und Stadtgeschichte unter der damaligen Leitung von Dr. Klaus-Jörg Siegfried. Anfragen nach Ausstellungs- und Forschungsprojekten, Hochschulexkursionen und Publikationen machten deutlich, dass die architektonische Besonderheit der Stadt als seltene Stadtneugründung des 20. Jahrhunderts mit wichtigen Einzelbauten von Alvar Aalto, Hans Scharoun, Zaha Hadid unter anderem weithin wahrgenommen wird und zur Auseinandersetzung anregt.
 
In den Anfangsjahren spielte die Vermittlung und Kommunikation des Bauprojekts Phaeno unter dem Projektleiter und Kulturdezernenten Dr. Wolfgang Guthardt eine zentrale Rolle. Rund 10.000 interessierte Bürger wurden zwischen 2001 und 2005 über die Baustelle der Experimentierwelt von Zaha Hadid geführt. 2003 fand sogar der Bundesauftakt des Tages der Architektur in Wolfsburg statt. Seitdem ist die Themenvielfalt mit jedem Jahr größer geworden.
 
Seit Anfang 2006 ist das Forum Architektur organisatorisch im Baudezernat der Stadt Wolfsburg angesiedelt und direkt der Stadtbaurätin zugeordnet. Eine Arbeitsgruppe Baukultur vernetzt die Arbeit mit den anderen Fachbereichen: Hochbau, Stadtplanung, Denkmalpflege und Grün. Auch die Arbeit des Gestaltungsbeirats wird durch das Forum Architektur koordiniert.
 
„Auf diese Weise gelingt es uns, die baukulturellen Projekte nicht als Zusatz zu sehen, sondern aus den Aufgaben der Bauverwaltung heraus gemeinsam zu entwickeln“, unterstreicht Monika Thomas. „Unser ‚Modell Wolfsburg‘ gilt hier als Vorbild bundesweit.“ Im Alvar-Aalto-Kulturhaus findet sich die Einrichtung an zentraler Stelle mit einem Schaufenster zum Rathausplatz.
 
Es geht einerseits um die bewusste Darstellung Wolfsburgs als Architekturstadt mit einer touristischen Komponente und einem breiten Angebot an Gebäudeführungen, Architekturspaziergängen und städtebaulichen Rundfahrten für Gäste aus dem In- und Ausland. Ebenso wichtig ist die Sensibilisierung der Bürgerinnen und Bürger der Stadt für die Besonderheit Wolfsburgs als „funktionale Stadt“ des 20. Jahrhunderts mit ihren neuen stadtplanerischen Ideen und Werten. Denn die Suche nach Identität ist nach 78 Jahren Stadtgeschichte noch immer ein Thema. Unterschiedliche Jahresschwerpunkte von der „Green City“ bis zum Wohnungsbau sprechen mit ihrem Programm eine große Bandbreite von Menschen an: Fachleute und Kulturinteressierte gehören dazu ebenso wie Schulklassen und Studenten.
 
„Den Menschen ist oft nur wenig bewusst, welch großen Einfluss der gebaute Raum auf ihr Leben hat. Wenn es uns gelingt, dass sie ihre Umgebung bewusster wahrnehmen und künftig mit offenen Augen durch die Stadt laufen, dann gehen wir zufrieden nach Hause“, weiß Nicole Froberg, die das Forum Architektur von Beginn an aufgebaut hat und bis heute leitet.
 
Wichtige Projekte der Vergangenheit waren die Ausstellung zum 70jährigen Stadtjubiläum in Baucontainern auf dem Rathausplatz 2008, oder der Ideenwettbewerb für Grundschulen 2010 mit dem Titel „Schule baut“. 2012 führte die temporäre Konstruktion „Shortcut“ über die Dächer des Alvar-Aalto-Kulturhauses und ermöglichte einen neuen Blick auf die zentrale Dachterrasse.
 
Regelmäßige Formate sind die Vortragsreihe „Forum am Mittwoch“, die es seit zehn Jahren regelmäßig gibt, und der „Bausommer“, der auch in diesem Jahr aktuelle Bauprojekte der Stadt für Besucher zugänglich macht. Mit verschiedenen Partnern wurden in den vergangenen Jahren Publikationen zu Städtebau und Architektur in Wolfsburg erarbeitet, die sensibilisieren möchten für die Themen Planung, Herstellung und Nutzung der gebauten Umwelt. Dazu zählt auch der „Architekturführer Wolfsburg“.
 
Bereits im zehnten Jahr gibt es den studentischen Ideenpreis der Stadt Wolfsburg. Unter dem Titel „Wolfsburg Award for urban vision“ wird seit 2015 europaweit ausgelobt und führte zuletzt Studierende der Universität Florenz nach Wolfsburg. Im Themenbereich „Stadt, Raum, Geschichte“ fördert und prämiert der Wettbewerb Hochschularbeiten, die sich mit der Stadt beschäftigten. Hinzu kommen vielfältige Modell- und Forschungsprojekte, die durch das Forum Architektur betreut beziehungsweise begleitet werden.
 
Zusätzlich zur Arbeit in Wolfsburg hat das Forum Architektur 2010 die Geschäftsstelle des Netzwerk Baukultur in Niedersachsen mit finanzieller Unterstützung des Landes aufgebaut. Als Organisations- und Kommunikationsplattforum bringt sie über 200 Baukultureinrichtungen und –interessierte im Land Niedersachsen zusammen.


Meldung vom 27.06.2016:

Noch sind Plätze frei

Ferienprogramm zum Wohnen gestern, heute und morgen

Ein zu Hause ist viel mehr als vier Wände und ein Dach über dem Kopf. Was jedoch zu einem zu Hause dazugehört, das hat sich im Laufe der Jahrzehnte immer wieder verändert. Wer lebt dort zusammen? Und was tut man dort? Das kann heute für jeden etwas anderes sein. Das Forum Architektur der Stadt Wolfsburg bietet dazu vom 25. bis 28. Juli einen viertägigen Workshop. „Mitbewohner gesucht…“ heißt das architektonische Ferienprogramm für Mädchen und Jungen zwischen acht und zwölf Jahren. Einige Plätze sind noch frei. Eine Anmeldung ist möglich bis zum 1. Juli.
In einer originalgetreu eingerichteten Museumswohnung von 1942 schlüpfen Kinder in die Rolle einer Familie vor 70 Jahren und erfahren die Unterschiede in Ausstattung, Größe und Nutzung zwischen damals und heute. Nach dem Blick in die Vergangenheit steht die Vision für die Zukunft auf dem Programm. Wie nutzen wir in 30 Jahren unseren Wohnraum? Leben vielleicht in Zukunft wieder mehr Generationen unter einem Dach? Und woraus ist dieses Dach gemacht? In eigenen Entwürfen werden Ideen für das Wohnen von morgen entwickelt und gestaltet.
Der Workshop findet jeweils von 9  bis 15 Uhr statt (Betreuung ab 8.30 Uhr). Treffpunkt ist im in den Werkstätten des Alvar-Aalto-Kulturhaus am Rathausplatz, Porschestraße 51. Neben einem Materialkostenbeitrag von 30 Euro sollte ein Mittagssnack für die Pause mitgebracht werden. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Anmeldungen unter E-Mail: forum.architektur@stadt.wolfsburg.de oder Telefon 05361 28-2814.


Meldung vom 09.06.2016:

Erklär Scharoun! - Vortrag

Studierende der TU Braunschweig erläutern Bauten des Architekten

Hans Scharoun ist in Wolfsburg vor allem als Architekt des Theaters am Klieversberg bekannt. Einen Einblick in das weitere Schaffen Scharouns gibt ein Vortragsabend, zu dem das Forum Architektur der Stadt Wolfsburg in Kooperation mit der Technischen Universität (TU) Braunschweig am Mittwoch, 22. Juni, um 19 Uhr auf die Probebühne des Theaters einlädt.
 
Mit dem Theater am Klieversberg und dem Stephanus Kindergarten in Detmerode wurden in den 1960er Jahren zwei Bauten von Hans Scharoun (1893 bis 1972) für Wolfsburg entwickelt und realisiert. Ein dritter Entwurf für eine Kirche am Rabenberg kam nicht zur Ausführung.
 
Die Anfang des Jahres abgeschlossene Generalsanierung des Theaters ist Anlass, das Schaffen des großen deutschen Baumeisters über die Grenzen der Stadt hinaus zu betrachten. Der Vortragsabend in Kooperation mit dem Institut für Geschichte und Theorie der Architektur und Stadt an der TU Braunschweig verspricht einen kurzweiligen und informativen Überblick über sein Werk. Unter dem Motto „Erklär Scharoun!“ stellen Studierende des Bachelor- und Masterstudiengangs Architektur ausgewählte Bauten in Kurzvorträgen vor.
 
Ein ungewöhnlicher und allgemein nicht öffentlich zugänglicher Veranstaltungsort bietet dafür den passenden Rahmen. Die Veranstaltung findet auf der Probebühne des Theaters statt, die sich etwa elf Meter über dem Bühnenboden befindet und mit einem großformatigen Fenster den Blick über die westliche Innenstadt Wolfsburgs eröffnet. Weitere Informationen unter www.wolfsburg.de/architektur.
 
Eine Anmeldung zu dem Vortrag ist erforderlich unter E-Mail: forum.architektur@stadt.wolfsburg.de oder Telefon (05361) 28-2814. Der Eintritt ist frei. Es wird darauf hingewiesen, dass der Zugang zur Probenbühne nicht barrierefrei ist.


Meldung vom 08.06.2016:

Internationale Sommerbühne 2016

Das Sommerfestival im Schloss Wolfsburg vom 10. Juni bis 19. Juni 2016

An zwei langen Wochenenden bietet Wolfsburgs Sommerfestival ein spannendes Programm mit Künstlerensembles aus der ganzen Welt. Auch beim 26. Festival können sich die Besucher auf Kultur der Extraklasse freuen. Comedy, Musik und mehr gehören in diesem Jahr wieder zu den Schwerpunkten.
An drei Nachmittagen stehen die Kinder im Mittelpunkt der Veranstaltungen. Traditionell stürmt am letzten Sonntag (19. Juni, ab 11.00 Uhr) die Musikschule mit „Kita singt“ die Bühne. Das Inklusionsprogramm ist inzwischen ein fester Bestandteil des Veranstaltungsplans. Und eine Straßentheater-Inszenierung soll im Schlossumfeld wieder ein besonderes Highlight setzen. Am zweiten Wochenende wird die Italienische Konsularagentur Wolfsburg als Kooperationspartner ein stimmungsvolles italienisches Programm präsentieren. Musikalische Ohrwürmer, die jeder kennt, versprechen einen traumhaften Sommerbühnenabend.

Ob stimmungsvoll, poetisch, jung oder retro, frech oder gefühlvoll – die Sommerbühne bietet wieder ein breitgefächertes Sommerprogramm im wunderbaren Schlossambiente.

Das Gesamtprogramm der Sommerbühne zum Herunterladen (*PDF - öffnet sich in einem neuen Fenster)

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