Wohnen & Bauen Masterplan 2020

Die Wolfsburger Wohnbauoffensive geht voran

Eingebettetes Video

Meta-Informationen

Wohnen und Bauen Masterplan 2020: Melanie und Vivien

Die alleinerziehende Mutter Melanie sorgt sich darum, dass sie keinen bezahlbaren Wohnraum für sich und ihre Tochter in Wolfsburg findet.
18.03.2016 13:51:00

Der Kampagnenwürfel zur Wohnbauoffensive mit der Aufschrift Wohnen und Bauen Masterplan 2020Durch die dynamische Entwicklung Wolfsburgs ist Wohnraum momentan sehr knapp. Deshalb schafft die Stadt Wolfsburg zusammen mit Investoren in einer großen Wohnbauoffensive mindestens 6.000 zusätzliche Wohneinheiten bis 2020.

Plakatmotiv der Wolfsburger Wohnbauoffensive mit Vater und Kind

Immer mehr Menschen möchten in der jungen Stadt leben. Sie gehören dazu? Oder Sie haben Interesse, in den Wohnbau in Wolfsburg zu investieren? Hier finden Sie nützliche Informationen und Kontakte zum Wolfsburger Wohnmarkt und für die Planung Ihres Wohnraums – egal ob Sie mieten, kaufen, bauen oder sanieren möchten.

Wolfsburg bietet ein attraktives Wohnumfeld: herausragende Bildungs-, Kinderbetreuungs-, Kultur- und Freizeiteinrichtungen, viel Grün, moderne aber auch traditionelle Architektur, städtisches Leben genauso wie ländliche Strukturen. Die Stadt ist ein starker Wirtschaftsstandort mit vielen Arbeitsplätzen und besten Prognosen für die Zukunft.

In diesem Jahr können alleine die Bauarbeiten zur Erschließung von 2.000 Wohneinheiten beginnen.

Übersicht aller Wolfsburger Wohnbauprojekte

Die neue Broschüre zur Wohnbauoffensive

Zentrale Themen der Wohnbauoffensive

  • "Ihr baut nur unbezahlbare Luxuswohnungen!"

jüngerer Mann und ältere Frau abgebildet, Überschrift "Ihre Sorgen, unsere Antworten"

    Es sind bisher auch einige hochwertige Wohnungenentstanden. Aber es gibt auch günstige Mietwohnungen.

    Tatsächlich werden bei den kleineren Projekten in der Innenstadt zunächst einige hochwertige Wohnungen gebaut – weil sie nachgefragt sind und es solche Angebote in Wolfsburg bisher kaum gibt. Für moderne Neubau-Wohnungen in guter Lage werden entsprechend höhere Miet- und Kaufpreise verlangt als für Bestandswohnungen.Es entstehen aber auch günstigere Wohnungen: Etwa in den großen neuen Stadtquartieren im Hellwinkel und zwischen Nordsteimke und Hehlingen. 

    Der Rat hat beschlossen, dass in neuen städtischen Wohngebieten mit über 100 Wohneinheiten 25 % der Mietwohnungen mietpreisgedämpfte Wohnungen sein müssen. Der Bau günstiger Wohnungen wird von der Stadt Wolfsburg nach Möglichkeiten forciert.

    Fazit: Hochwertige Wohnungen sind in Wolfsburg bisherknapp und sind daher gefragt. Aber die ersten günstigeren Wohnungen kommen bald: Unter anderem ab 2018 im Hellwinkel!

    • "Wohnen in Wolfsburg wird immer teurer!"

    Dem wirkt die Wohnbauoffensive entgegen.

    Die Preise auf dem privaten Wohnungsmarkt steigen vor allem, weil das Angebot so knapp und die Nachfrage so groß ist. Eigentümer finden derzeit auch zu überteuerten Preisen Mieter und Käufer, weil diese keine andere Wohnung finden. Weiterhin gibt es viele preiswerte Wohnungen in Wolfsburg: In den über 20.000 Wohnungen von den Wohnungsbaugesellschaften kostet die Miete durchschnittlich rund 6 Euro pro QM. Jährlich finden 2.000 bis 3.000 Haushalte in Wolfsburg eine neue Wohnung zu einem erschwinglichen Preis in diesen Beständen der Wohnungsgesellschaften.

    Die meisten preiswerten Wohnungen sind jedoch belegt – viele auch von Menschen, die sich modernere und größere Wohnungen und Häuser leisten möchten. Wenn sie Wohnräume nach ihren Ansprüchen finden, werden ihre Wohnungen wieder frei. Auch vorhandene Wohnungen werden nach heutigen Anforderungen modernisiert. Die Neuland und Volkswagen Immobilien haben umfangreiche Modernisierungsprogramme aufgelegt.

    Fazit: Derzeit ist es schwierig, preiswerte Wohnungenzu finden. Das kann sich nur durch Neubau und die Ausweitung des Wohnangebots ändern.

    • "Die Planung und Umsetzung der Wohnbauprojekte dauert viel zu lange!"

    Bis die ersten Häuser und Wohnungen bezugsfertig sind, dauert es meist Jahre. Viele rechtliche und planerische Schritte sind einzuhalten, damit attraktive Wohnräume entstehen.

    Zunächst einmal müssen Untersuchungen gemacht werden, ob sich die Fläche für Wohnbau eignet. Dann muss ein städtebauliches Konzept erstellt werden: Was für Wohnformen soll es geben? Wie viel Freifläche soll bleiben? Wie soll die Verkehrsanbindung sein? Soll es dort neue Bildungs-, Freizeit- und Versorgungseinrichtungengeben? Soll Wert auf ökologisches Bauen gelegt werden? Welche technischen Anforderungen gibt es? 

    Danach gilt es, einen Investor zu finden. Später müssen städtebauliche Rahmenbedingungen festgelegt werden. Zu mindestens drei Zeitpunkten müssen die Zwischenstände der Planung in den betroffenen Ortsräten, im Planungs- und Bauausschuss sowie im Rat der Stadt Wolfsburg beraten und die Weiterverfolgung beschlossen werden. Wichtig ist dabei die Einbindung der Bürger. Sie haben die Möglichkeit, Änderungen anzuregen und prüfen zu lassen.

    Schließlich müssen neue Gebiete erst einmal mit Versorgungsleitungen und Straßen erschlossen werden. Erst dann kann der Bau der Gebäude beginnen. In Baulücken oder bei nachträglichen Umbauten im Bestand kann es schneller gehen. Die Effekte der Wohnbauoffensive sind davon abhängig, in welchem Umfang und in welcher Geschwindigkeit es der Verwaltung gemeinsam mit der Politik und den Bürgern gelingt, die Rahmenbedingungen für den Bau neuer Wohnungen zu schaffen.

    Fazit: Ausgewogene und gute Lösungen für neue Wohnquartiere brauchen Zeit.

    • "Für Flüchtlinge wird kurzfristig Wohnraum geschaffen, für die bisherigen Wohnraumsuchenden nicht."

    Ja, für die vielen Menschen, die derzeit Zuflucht in Wolfsburg suchen, muss sehr kurzfristig Wohnraum zur Verfügung gestellt werden.

    Angesichts der Ankunft der hohen Anzahl von Flüchtlingen werden verschiedene Möglichkeiten geprüft, schnell Wohnraum zu schaffen. Viele dieser Menschen müssen zunächst in provisorischen Notunterkünften leben. Wohnungen, die vorerst hauptsächlich von Flüchtlingen bezogen werden, werden mittel- und langfristig auch weiteren Menschen zur Verfügung stehen.

    Fazit: Die hohe Anzahl der Flüchtlinge ist ein weiterer Grund, möglichst viele Wohneinheiten für verschiedene Zielgruppen und Ansprüche in den nächsten Jahren zuschaffen.

    • "Unsere Straßen können den Verkehr durch die neuen Bürger nicht mehr aufnehmen!"

    Die Straßen in und um Wolfsburg sind höher belastet als früher – vor allem durch die Pendler aus dem Umland.

    Die Verkehrslast auf den Straßen in und um Wolfsburg ist sehr hoch – insbesondere zu Zeiten des Berufsverkehrs, vorallem durch die über 75.000 Pendler. Durch die neuen Wohngebiete werden nicht mehr Menschen auf Wolfsburgs Straßen unterwegs sein. Denn viele von ihnen sind jetzt schon regelmäßig hier unterwegs – auf dem Weg von ihrem bisherigen Wohnort zur Arbeit, zum Einkaufen,zu den Freizeitangeboten oder zum Arzt in Wolfsburg. 

    Viele Pendler haben keine Möglichkeit, den ÖPNV oder das Fahrrad auf dem Weg zur Arbeit zu nutzen. Lösungen:

    1. Kurze Wege zwischen Wohnen, Arbeiten und Leben, bestenfalls im 5 KM- Radius.
    2. Menschen motivieren, Wege zu Fuß, auf dem Rad oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln zurückzulegen.
    3. Verkehr bewusst lenken: Einige Straßen für viel Verkehr ausbauen, andere für Durchgangsverkehr unattraktiv machen, gute ÖPNV-Anbindung für die Wohngebiete.
    4. Neue Mobilitätsangebote schaffen, z.B. Fahrzeug-Sharing, Elektro-Mobilität, Leitsysteme.

    Fazit: Ja, wir brauchen für die neuen Wohnquartiere auch neue Verkehrskonzepte, die den Verkehr minimieren.

    • "Wolfsburg verliert durch die Wohnbauoffensive seinen Charakter als grüne Stadt!"

    Nein, allerdings werden in der Kernstadt einige freie Flächen bebaut.

    Durch die Wohnbauoffensive wird die Erholungsfläche in Wolfsburg nur um 3,1 % geringer, die landwirtschaftliche Fläche verringert sich um 3,7 %.
    Für die neu bebauten Flächen werden zum Ausgleich andere Flächen mit neuem attraktiven Grün entwickelt.
    Auch in den neuen Wohnquartieren gibt es immer Grün- und Erholungsflächen mit hohen Freiraumqualitäten.

    Fazit: Es werden freie Flächen in der Kernstadt bebaut. Für die direkten Anwohner mag es ein Verlust sein. Aber jeder Wolfsburger wird weiterhin viele Erholungsflächen in seiner Nähe haben.

    • "Die neuen Wohngebäude passen nicht in die bestehenden Wohngegenden!"

    Es entstehen moderne Gebäude inmitten traditionsreicher Stadtteile – mit viel Rücksicht auf ihre Umgebung.

    Die neuen Wohnhäuser sollen aktuellen Ansprüchen gerecht werden und das spiegelt sich auch in ihrem Äußeren wieder.

    Bei dem Wettbewerb der Entwürfe von Stadtplanern und Architekten ist ein entscheidendes Kriterium, wie gut die Vorschläge sich in die architektonische und landschaftliche Umgebung einpassen – in der Anordnung, genauso wie in der Höhe und Optik der Gebäude. Zum Beispiel im Goethepark und später im Hellwinkel.

    Fazit: Die moderne Architektur trifft sicherlich nicht jeden Geschmack. Es wird jedoch viel Wert darauf gelegt, dass sich die neuen Wohngebiete gut in die Stadt eingliedern. Außerdem sollte eine moderne Stadt auch architektonische Akzente mit einem sinnvollen Kontrast zwischen Alt- und Neubau setzen.

    • "Es wird an Stellen gebaut, wo es aufgrund der Beschaffenheit des Bodens langfristig zu Schäden kommen wird!"

    Nein, Flächen werden nur für den Bau freigegeben, wenn ihre Beschaffenheit intensiv geprüft wurde.

    Es finden im Vorfeld Prüfungen durch externe und interne Experten statt, zum Beispiel Boden-, Artenschutz- und Verkehrsgutachten.

    Wenn es auf einer Fläche nicht bebaubare Gebiete gibt (etwa hochwertige ökologische Bereiche), wird die Bebauung entsprechend angepasst. Zum Beispiel wird im neuen Stadtquartier zwischen Nordsteimke und Hehlingen der Bereich um das Moor nicht bebaut.

    Fazit: Die örtlichen Belange jedes einzelnen Gebietes werden berücksichtigt.

    Drei Sachbearbeiter sitzen am Tisch und diskturieren mit einem InvestorVon den ersten Überlegungen, auf einer Fläche neuen Wohnraum zu errichten, bis die ersten Häuser stehen vergehen Jahre. Warum dauert das so lange? Stadtplanerin Stefanie Meier* gibt uns Einblicke in ihre Arbeit.

    Lesen Sie hier weiter....

    *Da die Stadtplanerin nicht sich persönlich sondern die Arbeit ihres Teams in den Vordergrund stellen möchte, erscheint der
    Artikel mit einem von der Redaktion ausgedachten Namen. Die Angaben in dem Text entsprechen jedoch wahren Gegebenheiten.

    Ziel der Stadt Wolfsburg ist es, bis zum Jahr 2020 mindestens 6.000 neue Wohneinheiten auf den Weg zu bringen, um den vielen Interessenten Wohnraum ganz nach Bedarf zu bieten. Hintergrund der Wohnbauoffensive sind sechs wesentliche Punkte: 

    Erstens

    Plakatmotiv zur Wohnbauoffensive: Melanie fragt - Als Alleinerziehende kann ich keine Wohnung in Wolfsburg bezahlen. Müssen wir deswegen hier wegziehen?

    Es zieht Menschen aus der ganzen Welt in unsere Stadt. Ein vielseitiges Wohnangebot bietet Wolfsburg die Chance zu wachsen.

    Mehr unter: Wolfsburg wächst nachhaltig - ganzheitliche Stadtentwicklung für morgen

    Zweitens

    Die Schaffung neuer Wohnangebote führt auch zu einer Reduzierung des täglichen Verkehrsaufkommens. Denn wenn mehr Menschen in Wolfsburg leben, müssen weniger täglich pendeln. Sie können stattdessen innerhalb der Stadt die öffentlichen Verkehrsmittel oder das Fahrrad nutzen. 

    Mehr unter: Neuordnung der Mobilität in der Stadt

    Drittens

    Die Veränderung der Wohnraumansprüche macht auch vor Wolfsburg nicht Halt: Noch vor 40 Jahren lag die Inanspruchnahme an Wohnfläche bei 25 Quadratmetern pro Kopf. Heute reden wir über durchschnittlich 43 Quadratmeter. Diese Entwicklung hängt mit der zunehmenden Singularisierung zusammen: In Wolfsburg leben 75 Prozent der Bürger allein oder zu zweit. Die Konsequenz ist, dass für dieselbe Anzahl an Einwohnern heute viel mehr Wohnfläche als in der Vergangenheit benötigt wird.

    Mehr unter: Attraktiver und bezahlbarer Wohnraum für Wolfsburg

    Viertens

    Wohnungsbau und Ansiedlung neuer Bürger bedeuten: Zukunftssicherung der Wolfsburger Infrastruktur, Erhöhung der Lebensqualität in Stadt- und Ortsteilen, Erhalt und Ausbau von Schul-, Kultur- und Freizeit­institutionen.

    Mehr unter: Wolfsburg bleibt grün

    Fünftens

    Wohnungsneubau schließt Angebotslücken. So steht im Neubau nicht nur die Quantität, sondern insbesondere die Qualität im Vordergrund, sie ist Ergänzung zu bestehenden Wohnangeboten aus den 1940er bis 1970er Jahren. Für jede Nachfrage soll ein zukunftsfähiges, passendes und preisgerechtes Angebot verfügbar sein.

    Sechstens

    Die Wohnbauoffensive dient auch der Sicherung bezahlbarer Mieten. Durch die geplanten Neubauaktivitäten wird bewusst ein Leerstand aufgebaut, um die angespannte Wohnungsmarktsituation zu verbessern und Angebote in allen Segmenten zu ermöglichen. Außerdem führen neue Wohnangebote zu Umzugsketten, wodurch in den Altbeständen wieder mehr preisgünstigere Angebote verfügbar sein werden.

    Comichafte Abbildung einer Frau und von einem Auto, Fahrrad und Bus mit der Aufschrift: Pendler, Arbeitsweg, Mitfahrgelegenheit, Freizeit, Sharing, Verkehrsberuhigung

    Der Wohnen & Bauen Masterplan 2020 ist darauf ausgerichtet, dass erst gar nicht viel Verkehr entsteht. Wohnraum wird möglichst nah an den Arbeitsplätzen und Versorgungseinrichtungen der meisten Menschen geschaffen. Die kurzen Wege sind schnell zu Fuß, mit dem Fahrrad oder mit dem öffentlichen Verkehr (ÖV) zurückgelegt.

    Im Süd-Osten Wolfsburgs gibt es die Chance, zusammen mit den neuen großen Wohnquartierenden Verkehr von Beginn an nach aktuellen und künftigen Anforderungen zu gestalten. Dafür wurde ein eigenes Verkehrskonzept für den Süd-Osten der Stadt entwickelt. 

    Zentrale Bestandteile des Konzeptes sind: 
    • die alternative Grüne Route für den Nahverkehr
    • Förderung des Radverkehrs
    • sowie Angebote der Mobilität in Wolfsburg

    Außerdem berücksichtigt das Verkehrskonzept natürlich auch Lösungen für den Kfz-Verkehr.

    Zum Verkehrskonzept für den Süd-Osten der Stadt wechseln

    Zeitstrahl zeigt die Zwischenziele der Wohnbauoffensive: Bis 2014 soll 500 Wohneinheiten, bis 2016 ca. 1.000 Wohneinheiten, bis 2018 ca. 1.500 Wohneinheiten und bis 2020 ca. 3.000 Wohneinheiten realisiert werden

    … und braucht dringend mehr attraktiven Wohnraum! Wolfsburg entwickelt sich so dynamisch wie kaum eine andere Stadt in Deutschland. Auch im vergangenen Jahr ist Wolfsburg weiter gewachsen: 

    • 125.550 Einwohner (2015) (+ rund 1.000 im vergangenen Jahr)
    • Über 130.000 Einwohner in 2020 laut Bevölkerungsvorausrechnung
    • 118.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte (2015) (+ 3.000 im letzten Jahr; + 19.000 in den letzten 5 Jahren)
    • Über 75.000 Einpendler
    • hohes Bruttoinlandsprodukt pro Einwohner 141.000 Euro (2013)

    Wolfsburger Wohnungsmarkt:

    • Wohnungsleerstand unter 1 %
    • Rund 5.000 Wohnungssuchende auf den Wartelisten der Wohnungsbaugesellschaften
    • Rund 4.000 registrierte Interessenten für ein Baugrundstück
    • Attraktivste deutsche Stadt für Immobilieninvestoren (Lübke & Kelber 2015)
    • 26.000 Wohngebäude (Zensus 2011)
    • 69.000 Haushalte (Einwohnermelderegister)
    • 37 % in Ein- und Zweifamilienhäusern (Zensus 2011)
    • 63 % in Mehrfamilienhäusern (Zensus 2011)
    • 64 % der Mehrfamilienhäuser in Besitz der örtlichen Wohnungsgesellschaften und -genossenschaften (Zensus 2011)
    • durchschnittlich 1,9 Personen pro Haushalt (Einwohnermelderegister)
    • 64 % des Wohnungsbestandes aus den Jahren 1950-1979 (Zensus 2011)

    Vier Symbolfiguren mit der Aufschrift "Wolfsburg wächst weiter"

    Mit der Wohnbauoffensive deckt Wolfsburg den Bedarf an Wohnraum, der seit Jahren da ist.

    Fachkräfte kommen nach Wolfsburg, wenn sie hier auch Wohnraum nach ihren Vorstellungen finden.

    Wolfsburg braucht mehr Bevölkerung, um seiner Wirtschaftskraft gerecht zu werden.

    Wolfsburg wird durch mehr Einwohner und die wirtschaftlichen Effekte der Wohnbauoffensive krisenfester.

    Wolfsburg braucht eine Leerstandsreserve von 2 Prozent, um der Nachfrage gerecht zu werden.

    Durch die Wohnbauoffensive entsteht Wohnraum für verschiedene Ansprüche. Sie fördert die soziale Durchmischung der Stadt.

    Die Wohnbauoffensive wirkt der Veralterung der Stadt entgegen und bedient gleichzeitig die Nachfrage nach Single-Wohnungen.

    Der Wohnungsmarkt entspannt sich durch mehr Angebote. Miet- und Kaufpreise bleiben bezahlbar.

    Die Einpendlerquote sinkt und die Mobilität in der Stadt wird gestärkt. Davon profitieren auch die bisherigen Einwohner.

    Für eine künftige positive Entwicklung werden attraktive Rahmenbedingungen geschaffen.

    Der schnelle Zuzug von vielen Menschen, die in Wolfsburg Zuflucht suchen, vergrößert den Bedarf an Wohnraum nochmals.

    Stimmen aus der Stadt

    Bis 2020 sollen 6.000 neue Wohneinheiten in unserer Stadt entstehen. Wolfsburgs Bevölkerung wächst damit auf über 130.000 Einwohner an. Wir haben Wolfsburger Bürger und Prominente gefragt was Sie von der Wohnbauoffensive halten:

    Beate und Michael Korn sitzen auf dem Sofa beim Interview // Herr Korn, warum leben Sie in Gifhorn und wollen unbedingt zurück nach Wolfsburg?

    In der Zeit habe ich in verschiedenen Stadtteilen gewohnt. Durch mehr Einkommen konnte ich mich stetig im Komfort verbessern. Ich habe sogar Zeiten erlebt, in der mir offensiv Wohnungen angeboten wurden.
    Vor drei Jahren habe ich wieder etwas Neues für meine Frauund mich gesucht. Ich habe mich in ganz Wolfsburg und Umgebung umgeschaut, habe aber nichts nach unseren Vorstellungen gefunden. Entweder waren es Wohnungen, in denen wir uns überhaupt nicht wohl gefühlt hätten, oder sie waren sehr sehr teuer. Dann haben wir diese Wohnung in Gifhorn gefunden. Die Lebensqualität geht uns allerdings durch den äußerst stressigen Arbeitsweg nach Wolfsburg verloren. Weil uns das Pendeln so belastet und weil wir uns in Wolfsburg sehr wohl fühlen, haben wir vor gut einem Jahr den Entschluss gefasst, wieder eine Wohnung in Wolfsburg zu suchen.

    // Was genau belastet Sie so sehr an Ihrem Arbeitsweg?

    ‣ Beate Korn: Ich muss, wenn ich Frühdienst habe, pünktlich um 7.30 Uhr am Laagberg sein. Für diese 23 Kilometer von unserer Wohnung im Zentrum von Gifhorn bis dorthin brauche ich mindestens 45 Minuten, weil zu der Berufsverkehrszeit alle Straßen voll sind. Am letzten Mittwoch bin ich statt um 6.45 Uhr acht Minuten später losgefahren. Deshalb habe ich über eine Stunde nach Wolfsburg gebraucht.

    ‣ Michael Korn: Manch einer sagt, man könne zumindest die Zeit des Nachhausewegs nutzen, um die Arbeit hinter sich zu lassen und herunterzukommen. Das ist vielleicht der Fall, wenn ich entspannt 20 Minuten fahre. Aber nicht wenn ich 45 Minuten lang immer konzentriert fahren muss! Die Straßen sind auf dem Weg immer voll, die Situation ist immer angespannt. Hat man einen LKW oder ein Baustellenfahrzeug vor sich, sind alle ungeduldig und versuchen die nächste Möglichkeit zu erhaschen, um zu überholen. Das ist der tägliche Wahnsinn! Da ist nichts mit Entspannung!

    ‣ Beate Korn: Obwohl ich ein positiver Mensch bin, bin ich schon angespannt, bevor ich morgens in mein Auto einsteige, weil ich den Arbeitsweg vor Augen habe. Wir wohnen im Zentrum von Gifhorn. Deshalb muss ich erst einmal durch die Stadt. Wenn ich Pech habe, ist auf der Konrad-Adenauer-Straße die Schranke unten, weil ein Zug kommt.Die circa 13 Minuten bevor ich vom Calberlaher Damm auf die Kreisstraße 114 fahre, sind aber noch recht entspannt. Auf der K114 geht dann der Wahnsinn los! Die ist, wenn ich auffahre, bereits voll mit Pendlern aus Celle und Braunschweig und dort fahren auch viele LKWs. Deswegen bleibe ich nur einen guten Kilometer auf der Kreisstraße und nehme lieber den Weg über die Dörfer, weil ich da – wenn auch mit maximal 50 Stundenkilometern – fahren kann und nicht stehe.
    Auf der Tangente, der Landesstraße 292, kommen wiederum einige Autos aus Braunschweig hinzu. Ab dort geht es nur Schritt für Schritt weiter und man braucht für fünf Kilometer manchmal sogar eine halbe Stunde.
    Es sind immer nur kurze Strecken, wo man richtig fahren kann, ansonsten ist durchgängig von Gifhorn bis nach Wolfsburg Stop and Go. Und wenn irgendwo ein kleiner Unfall ist oder eine kleine Baustelle, dann geht nichts mehr.

    ‣ Michael Korn: Und auf dem Rückweg ist es oft nicht anders. Ich kann ja nicht einmal das Abendessen pünktlich für Beate fertig haben, wenn sie nach dem langen Tag nach Hause kommt, weil ich nie weiß, wie lange sie braucht. Man kann ganz schlecht planen und muss wahnsinnig flexibel sein. Ich bin in der glücklichen Lage, dass ich Gleitzeit habe und dadurch oft besser planen kann. Aber wenn ich morgens einen Termin habe, kann ich natürlich auch nicht zu spät kommen. In Wolfsburg angekommen, muss ich noch Zeit einplanen, um einen Parkplatz zu finden. Den habe ich auch nicht direkt vor dem Büro. Womöglich regnet es dann noch. Man muss schon ein sehr fröhlicher Mensch sein, um trotz allem gut gelaunt am Arbeitsplatz zu erscheinen. Und es geht sehr vielen Kolleginnen und Kollegen genauso. Das ist ein Thema, das viele berührt.

    // Warum war Ihre Suche nach einer Wohnung in Wolfsburg bisher erfolglos?

    ‣ Michael Korn: Die Wohnungen, die uns bisher angeboten wurden, waren entweder zu klein oder sie befanden sich in den umliegenden Orten. Das kommt für uns nicht in Frage. Ich möchte zentral in Wolfsburg wohnen. Denn auch um aus den Vororten zur Arbeit zu kommen, steht man mit den Pendlern auf den Einfahrtstraßen im stockenden Verkehr. Die Verkehrsinfrastruktur muss unbedingt weiterentwickelt werden! Ideal wäre für uns eine Wohnung im Zentrum von Wolfsburg. Dann könnte sowohl Beate mit dem Rad oder öffentlichen Verkehrsmitteln zum Laagberg kommen als auch ich ins Werk. Außerdem haben wir es dann nah zu den vielen Kulturangeboten sowie zu den Ämtern. Wir können zu Fuß zum Einkaufen in die Innenstadt gehen, zu den Designer Outlets, in die Autostadt oder auch zum Sport in die Fitness-Studios. Wolfsburg hat ja in den letzten Jahren tolle Angebote geschaffen, auch mit dem phaeno und dem Badeland! Und trotz all dieser Entwicklungen ist Wolfsburg ja immer noch eine sehr grüne Stadt. Das gefällt mir!

    ‣ Beate Korn: Wir stehen auf den Wartelisten von Volkswagen Immobilien und der Neuland. Aber bisher bekommen wir nur sehr wenige Angebote. Wahrscheinlich werden zunächst Personen bevorzugt, die eine noch schlechtere persönliche Ausgangssituation haben, etwa Familien mit Kindern, die nicht mehr länger in einer kleinen Zwei-Zimmer-Wohnung wohnen können, oder Menschen, die noch gar keine Wohnung in der Nähe haben. Das ist ja auch verständlich!

    ‣ Michael Korn: Nichtsdestotrotz möchten wir uns bei einem erneuten Umzug nicht verschlechtern. Es muss für alle eine passende Wohnung da sein! Wir möchten eine komfortable 100- bis 120-Quadratmeterwohnung – und das zur Miete. Ich möchte keine teure Eigentumswohnung, die ich bis zu meinem Lebensende abzahle. Toll wäre es langfristig, wenn die Wohnung auch barrierefrei wäre.

    // Können Sie uns Ihre Erfahrungen bei der Wohnungssuche etwas näher beschreiben?

    ‣ Michael Korn: Man wird von den Wohnungsgesellschaften schon sehr frühzeitig informiert, bevor der Bau neuer Wohnungen beginnt. In der Information steht dann schon gleich, man solle von weiteren Nachfragen absehen. Daran halte ich mich auch. Es ist ja keinem geholfen, wenn ständig über 2000 Menschen ergebnislos bei den Anbietern anrufen. Wenn Näheres feststeht, wird man ja informiert.

    ‣ Beate Korn: Wir haben es auch schon über private Anbieter und persönliche Tipps probiert. Aber die privaten Anbieter haben es häufig nicht einmal nötig, sich überhaupt zurück zu melden. Viele Wohnungen werden ohne öffentlich angeboten zu werden über persönliche Kontakte vergeben.

    ‣ Michael Korn: In Wolfsburg finden private Anbieter auch immer jemanden, der genügend Einkommen hat, dass er lieber überteuerte Preise für Wohnraum zahlt als noch lange weiter suchen zu müssen.

    // Wie würden Sie Ihre Wünsche für die nahe Zukunft in wenigen Sätzen zusammenfassen?

    ‣ Michael Korn: Wir haben den Luxus, in einer sehr schönen, modernen und komfortablen Wohnung zentral und trotzdem ruhig in Gifhorn zu wohnen. Aber das nützt uns nichts, wenn unsere Lebensqualität durch das nervenaufreibende Pendeln wieder verloren geht. Wir wollen in den nächsten ein bis zwei Jahren unbedingt wieder zurück nach Wolfsburg!

    ‣ Beate Korn: Ich muss noch rund zehn Jahre arbeiten. Man kann schon von einer Belastung und schlechter Lebensqualität sprechen, wenn ich weiterhin ständig diesem Stress auf dem Arbeitsweg ausgesetzt bin. Mein Mann und ich würden die Zeit, die wir momentan auf der Straße verbringen, viel lieber anders nutzen.

    ‣ Michael Korn: Ja, es wäre herrlich, abends noch Zeit zu haben, um zum Beispiel spontan durch die Designer Outlets zu bummeln.

    Klaus MohrsWohnraum weiterhin dringend benötigt

    Seit wir uns 2012 das Ziel gesetzt haben, 6.000 Wohneinheiten bis zum Jahr 2020 auf den Weg zu bringen, ist viel passiert. Die ersten Schritte haben wir zusammen mit engagierten Investoren geschafft: Erste neue Wohnungen und Baugebiete konnten bezogen werden. Im Hellwinkel und mit den Steimker Gärten beginnt bei zwei der drei großen neuen Stadtquartiere in diesem Jahr die Umsetzung.

    Das vergangene Jahr 2015 hat jedoch neue Herausforderungen mit sich gebracht. Unerwartet trafen uns Schwierigkeiten bei Volkswagen mit bis heute nicht vollkommen einschätzbaren Auswirkungen auf die Entwicklung unserer Stadt. Gleichzeitig erreichen immer mehr gefl üchtete Menschen Wolfsburg. Der
    Rat der Stadt und die Partner aus Wirtschaft und Gesellschaft sind sich einig: Wir brauchen weiterhin dringend mehr Wohnraum in Wolfsburg! Wir müssen den Wohnen & Bauen Masterplan 2020 fortführen. Und angesichts der Entwicklungen müssen wir sogar noch mehr als 6.000 Wohneinheiten in den nächsten Monaten und Jahren schaffen – für die vielen Flüchtlinge, aber ebenso für die Tausenden weiteren Wohnungs- und Bauplatzsuchenden in unserer Stadt.

    Wir wollen der hohen Nachfrage nach preisgünstigen Wohnungen genauso gerecht werden, wie auch hochqualifizierten Fachkräften Wohnen nach ihren Vorstellungen ermöglichen. Allen Menschen, die gerne in unserer Stadt wohnen möchten, wollen wir ein Zuhause bieten. Niemand soll ungewollt wertvolle Zeit durch das Pendeln nach Wolfsburg verlieren. Die Wolfsburgerinnen und Wolfsburger profitieren von einem erweiterten Angebot an Versorgungseinrichtungen und Infrastruktur. Durch die positiven wirtschaftlichen Effekte des Wohnen & Bauen Masterplans 2020 wird der Standort nebenbei auch noch krisenfester. Wolfsburg soll auch in Zukunft vielen Menschen ein gutes Leben bieten und sich als multikulturelle, wirtschaftsstarke und dynamische Stadt weiterentwickeln.

    Ihr

    Klaus Mohrs

    Oberbürgermeister der Stadt Wolfsburg

    Stadtbaurätin Monika Thomas auf der BaustelleDie ersten Schritte zu einem breiteren, attraktiven Wohnangebot in Wolfsburg sind geschafft: Erste neue Wohnräume sind entstanden, für viele weitere Projekte haben wir die Weichen gestellt. Bis zum Erreichen unseres Ziels sind jedoch noch einige bedeutende Schritte zu gehen.

    Mir ist bewusst, dass die Wohnbauoffensive vielen Beteiligten Einiges abverlangt – den Anwohnerinnen und Anwohnern neuer Wohnbaugebiete, deren Nachbarschaft sich durch Um- und Neubauten verändern wird; den politischen Vertretern, den Planerinnen und Planern aus Verwaltung sowie Investoren, die ihre Pläne mit Blick auf die Gesamtentwicklung der Stadt einer breiten öffentlichen Diskussion stellen; den tausenden Wohnungssuchenden, die momentan noch viel Geduld bei der Suche aufbringen müssen; genauso wie jenen, die möglichst schnell aber dennoch gründlich und unter Berücksichtigung vielerlei Vorgaben den Bau der neuen Wohnungen und Häuser vorbereiten und umsetzen sollen.


    Dennoch möchten wir diesen Weg gemeinsam mit Ihnen weitergehen. Wolfsburg und seine Ortsteile haben die Chance, zu wachsen, und sollten sie wahrnehmen. Nicht nur die Anzahl der Einwohner sondern auch die Infrastrukturangebote und die Lebensqualität werden mit der Umsetzung des Wohnen & Bauen Masterplans 2020 steigen. Unsere Pläne und Gedanken zur Entwicklung der Stadt werden wir Ihnen weiterhin regelmäßig vorstellen. Damit wir alle mit den Ergebnissen der Wohnbauoffensive zufrieden sein können, ist es wichtig, dass wir verschiedene Interessen und Ansprüche breit aber auch lösungsorientiert diskutieren.

    Ich freue mich, wenn Sie uns dabei unterstützen!

    Ihre 

    Monika Thomas
    Stadtbaurätin der Stadt Wolfsburg

    Beitrag kommentieren

    Bitte beachten Sie unsere Richtlinien. Erforderliche Felder sind markiert *
    Zu den Nutzungsbedingungen von wolfsburg.de

    ABSCHICKEN

    VIELEN DANK Ihr Kommentar ist bei uns eingegangen. Dieser wird nun redaktionell geprüft und anschließend veröffentlicht. OK

    Hinweis Beim Absenden ihres Kommentars ist leider ein Fehler aufgetreten. Bitte kontaktieren Sie uns stattdessen über das Kontaktformular. OK

    Ausschnitt einer Wolfsburg Karte

    Wohnbauprojekte und Baugebiete

    Der aktuelle Stand der 58 Projekte

    Ein Mann lehnt an seinem Auto

    Wohnen & Bauen Masterplan 2020

    Videoclip: Wohnraumsuchende erzählen ihre Geschichte

    Der Kampagnenwürfel zur Wohnbauoffensive mit der Aufschrift: Wohnen&Bauen Masterplan 2020

    Prominente Fürsprecher

    Was halten eigentlich Klaus Allofs, Marcel Schäfer u.v.m. von der Wohnbauoffensive?

    News: Bauen und Wohnen

    Baugebiet Rossinistraße wird erschlossen: Einfamilien- und Reihenhäuser: Vermarktung startet in 2017

    Neben den Mitgliedern des Sanierungsbeirates sind auch Gäste herzlich willkommen

    Baugrundstück

    Sie möchten ein städtisches Grundstück erwerben?

    Dann tragen Sie sich in die Interessentenliste ein

    Beteiligung

    Die Entwicklung der Wohn- und Bauflächen im Fokus der Öffentlichkeit