Stadterneuerung

Das Sanierungsgebiet: Die Höfe

Mit Beschluss des Rates vom 16. März 2016 wurden die Höfe zum förmlich festgesetzten Sanierungsgebiet.

Außenansicht mehrere Häuser im Sanierungsgebiet "Die Höfe"

„Die Höfe“ gehören zu den ältesten Wohnanlagen Wolfsburgs: Sie entstanden zwischen 1938 und 1942 zwischen nationalsozialistischem Massenwohnungsbau und gartenstädtischem Kleinstadtideal. Die Zentrumsnähe sowie die charakteristischen halböffentlichen Grünflächen stellen große Potenziale dar. Doch das Wohnquartier bedarf einer Anpassung an heutige Wohn- und Lebensqualitäten. 

Die Sanierung der Höfe erfolgt im Rahmen des Bund-Länder-Programmes „Städtebaulicher Denkmalschutz“. Ziel des Verfahrens ist, das Quartier durch die Entwicklung des Wohnangebotes, die Umgestaltung von Straßen und Plätzen sowie die städtebauliche Neuordnung von Teilbereichen aufzuwerten.

Mit der förmlichen Festlegung der Höfe als Sanierungsgebiet besteht die Möglichkeit, Fördermittel beim Bund und dem Land Niedersachsen zu beantragen. Eine Aufnahme in das Städtebauförderprogramm wurde seitens der Stadt Wolfsburg beantragt.

Aktuelles aus dem Sanierungsgebiet

Für das Sanierungsgebiet „Die Höfe“ wird derzeit ein städtebaulicher Rahmenplan erarbeitet. Dieser definiert die genauen Sanierungsziele und bildet die Grundlage für die Umsetzung. Um mit den Bewohnern die ersten Ergebnisse der Rahmenplanung sowie die Ergebnisse der durchgeführten Postkartenumfragen zu diskutieren, lud die Stadt Wolfsburg am Samstag, 04. März 2017 zu einem Beteiligungsworkshop in die Eichendorffstraße ein.  

Den Auftakt bildete um 10 Uhr die Präsentation des aktuellen Arbeitsstandes zum Rahmenplan. Anschließend gab es bis 15 Uhr die Möglichkeit zu Fragen, intensiven Gesprächen und Diskussionen mit Vertretern des Planungsbüros complan, des Geschäftsbereiches Stadtplanung und Bauberatung sowie des Sanierungsmanagements am Workshop-Stand. 

Um 10:30 Uhr und um 14 Uhr fanden zwei Rundgänge in den nahegelegenen Innenhöfen zwischen Dantehof und Immermannhof sowie zwischen Stormhof und Halbehof statt, auf denen die Planungsteams mit den Bewohnern zu den anstehenden Aufgaben ins Gespräch kamen. 

In Zusammenarbeit mit dem Kinder- und Jugendbüro konnten auch Kinder ihre Meinungen und Wünsche zu bestimmten Themen äußern.

Die Entwurfsideen vom 04. März 2017 sowie die Ergebnisse der Postkartenbefragungen sind bis zum 7. April 2017 in den Schaukästen des Geschäftsbereiches Stadtplanung und Bauberatung im 3. OG des Rathauses B ausgestellt und können hier direkt heruntergeladen werden. Fragen und Anregungen nehmen Herr Heinisch (Zimmer B 319) oder Frau Rosse (Zimmer B 307) entgegen.


Erste Informationsveranstaltung

Am 01. September 2016 wurde die erste Informationsveranstaltung zum Sanierungsgebiet „Die Höfe“ durchgeführt, bei der die Gründe und die Ziele der zukünftigen Sanierung erläutert wurden.

Eine Zusammenfassung der Informationsveranstaltung können Sie hier als Download herunterladen.


Vorstellung des Sanierungsgebietes

Die Vorstellung des Sanierungsgebietes Höfe mit Beteiligungsworkshop hat am Samstag, 21. Mai 2016 um 14:00 Uhr im Rahmen des Tages der Städtebauförderung in der Turnhalle der Goetheschule stattgefunden. 

Rahmenplanung (Stand 2016)

Definition

Plan Sanierungsgebiet HöfeFoto: Prof. Nagel, Schonhoff + Partner; Landschaftsarchitekten/StadtplanerDer Rahmenplan ist ein informelles Planungsinstrument, das die Entwicklungspotentiale der Höfe aufzeigt und Perspektiven für dessen zukünftige Nutzung darstellt. Der Rahmenplan wird zukünftig die Beurteilungsgrundlage für sanierungsrechtliche Genehmigungen nach § 144 BauGB darstellen. Der Rahmenplan liegt in seiner Aussagekraft zwischen dem Flächennutzungsplan und dem Bebauungsplan. Ziel ist, den Maßstabssprung zwischen den beiden Bauleitplänen zu überbrücken und die Entwicklung des Bebauungsplans aus dem Flächennutzungsplan zu erleichtern, sowie die Sanierungsziele für die Höfe konkreter zu fassen. 

Umsetzung

Das Büro complan Kommunalberatung Potsdam erarbeitet im Auftrag der Stadt Wolfsburg den Rahmenplan der „Höfe“.

Der Rahmenplan ist ein informelles Planungsinstrument. Der Rat der Stadt wird sich und die Verwaltung jedoch durch Beschluss selbst zu dessen Umsetzung und Einhaltung verpflichten. Der Rahmenplan wird einen Maßnahmenkatalog zu den vier Schwerpunkten denkmalgeschützter Wohnstandort, Freiraum, zukunftsfähige Mobilität sowie Beteiligung und Mitwirkung enthalten. Hierfür werden die Hinweise, Anregungen und Wünsche der Bewohnerschaft berücksichtigt. Hierfür wurden am 01. und 24. September 2016 Interviews in den „Höfen“ durchgeführt, sowie Postkarten verteilt mit der Möglichkeit Bedürfnisse an das Wohnumfeld und Anregungen mitzuteilen. 

Es werden mehrere Vertiefungsbereiche im Gebiet ausgewählt und genauer untersucht. Ziel ist die Übertragbarkeit der entwickelten Maßnahmen auf andere, ähnliche Bereiche im Gebiet und andere „Höfe“ außerhalb des Sanierungsgebietes.

Vorbereitende Untersuchung

Ziele

Ziel einer Vorbereitenden Untersuchung ist es, Beurteilungskriterien zu erhalten, die es ermöglichen, über die Notwendigkeit der Sanierung zu entscheiden. Dabei werden die strukturellen und städtebaulichen Verhältnisse und Zusammenhänge sowie die anzustrebenden allgemeinen Ziele und die Durchführbarkeit der Sanierung untersucht. 

Umsetzung

Die Vorbereitenden Untersuchungen sind die Basis der Entscheidung des Stadtrates für die förmliche Festlegung eines Sanierungsgebietes. Am 5. März 2008 hat der Rat der Stadt Wolfsburg die Erarbeitung eines "Integrierten Entwicklungskonzepts für den Handlungsbereich westliche Innenstadt" (IEK) beschlossen. 

Am 19. Mai beschloss der Rat die Einleitung von vorbereitenden Untersuchungen durch die BauBeCon GmbH Bremen. Die vorbereitende Untersuchung für die Höfe ist abgeschlossen worden. 

Im Ergebnis ist die Sanierungsbedürftigkeit des Viertels bestätigt worden, sodass die förmliche Festlegung des Sanierungsgebietes "Höfe" erfolgte. Mit dem 24. März 2016 ist die entsprechende Sanierungssatzung in Kraft getreten. 

Hier können Sie die Ergebnisse der vorbereitenden Untersuchung einsehen.

Integriertes Entwicklungskonzept

Hintergrund

Die Aufwertung und Weiterentwicklung der Innenstadt ist eine wesentliche Zielsetzung der Wolfsburger Stadtentwicklung. Mit dem Masterplan Porschestraße, dem anschließenden Umbau der Fußgängerzone und den aktuellen Projekten im Bereich des Nordkopfes werden wesentliche Teilbereiche der Innenstadt bereits neu gestaltet und nachhaltig fortentwickelt. Damit Wolfsburg seiner Funktion als Oberzentrum auch künftig gerecht wird, soll und muss die Wolfsburger Innenstadt über die aktuellen Projekte hinaus betrachtet und weiter entwickelt werden. Aus diesem Grund hat der Rat der Stadt Wolfsburg am 5. März 2008 die Erarbeitung eines Integrierten Entwicklungskonzeptes (IEK) für den "Handlungsbereich Westliche Innenstadt" beschlossen.

Hier können Sie das Integrierte Entwicklungskonzept (IEK) einsehen.

Definition

Ein integriertes Entwicklungskonzept ist ein strategisches Konzept für einen Stadtbereich, das auf der Basis einer Bestandsanalyse eine Gesamtstrategie sowie Umsetzungsziele benennt. Diese Strategie kann sich in mehrere Handlungsfelder aufgliedern und ist mit entsprechenden Maßnahmen zu unterfüttern.

Umsetzung

Ziel der Stadt Wolfsburg war es, die Entwicklungsziele des Stadtstrukturkonzepts für die innere Stadt auf die Quartiersebene der Westlichen Innenstadt umzusetzen und fortzuschreiben. Auf der Grundlage der Bestandserhebungen und der Beteiligung von relevanten Akteuren wurde ein städtebauliches Leitbild und die sektoralen Ziele und Handlungsfelder erarbeitet. Die Analyseergebnisse, die Zielplanung sowie die Initialprojekte für den Handlungsbereich Westliche Innenstadt wurden am 19. August 2010 im Bau- und Planungsausschuss der Stadt Wolfsburg vorgestellt.

Ein Gesetzbuch mit einem aufgedruckten Paragraphen © ernsthermann - Fotolia.comSanierungsrechtliche Genehmigung

Um sicherzustellen, dass die zuvor für das Sanierungsgebiet erarbeiteten Sanierungsziele auch erreicht werden, unterliegen bestimmte Vorhaben und Vorgänge einer Genehmigungspflicht. Die so genannte Sanierungsgenehmigung ist zusätzlich zu einer eventuell erforderlichen Baugenehmigung einzuholen. 

Wofür benötige ich eine sanierungsrechtliche Genehmigung? 

Eigentümerinnen und Eigentümer müssen eine sanierungsrechtliche Genehmigung einholen, wenn sie zum Beispiel: 

  • ein Gebäude errichten wollen, eine Änderung der Nutzung von Gebäuden beabsichtigen (zum Beispiel Umwandlung Wohnung in Büro) 
  • an bestehenden Gebäuden Instandsetzungen und Modernisierungsmaßnahmen durchführen wollen, die erhebliche oder wesentliche wertsteigernde Veränderungen nach sich ziehen, für die aber keine Baugenehmigung erforderlich ist 
  • ein Gebäude abreißen wollen, ihr Grundstück verkaufen, teilen oder ein Erbbaurecht bestellen oder verkaufen wollen 
  • einen Miet- oder Pachtvertrag abschließen, bei dem die vereinbarte Laufzeit bei Befristung die Dauer von einem Jahr übersteigt, mit unbefristeter Vertragsdauer und die Kündigungsfrist länger als ein Jahr beträgt, bei einer Vertragsverlängerung diese auf länger als ein Jahr befristet ist
  • eine Baulasteintragung oder eine Grundstücksteilung oder -vereinigung vornehmen wollen, ein Grundstück mit einer Grundschuld oder einer Hypothek belasten wollen. 

Diese Aufzählung ist nicht abschließend. Daher wird empfohlen vor einer Maßnahme oder einem Rechtsgeschäft Kontakt mit der Sanierungsbehörde (Frau Rosse, Tel: 05361 28-2942) aufzunehmen.

Download

Seit Sommer 2016 unterstützt ein Sanierungsmanagement die Stadt Wolfsburg bei der Sanierung der Höfe. 

Den Auftrag erhielt S.T.E.R.N. aus Berlin, die auch schon im Handwerkerviertel tätig sind, in Zusammenarbeit mit den Quartiersarchitekten Dr. Holger Pump-Uhlmann und Studio Leonard Pröttel.
Sie werden die Eigentümer bei der Entwicklung, Umnutzung oder Sanierung ihrer Immobilie beraten. Frau Barbara Neubauer wird die Projektleitung des Sanierungsmanagements übernehmen und Ansprechpartnerin im Vorortbüro sein. Zu den Aufgaben des Sanierungsmanagements gehört auch die Bürger- und Akteursbeteiligung.

Das Sanierungsbüro befindet sich im Schachtweg 12. 

Die Sprechzeiten sind dienstags von 10:00 bis 13:00 Uhr und von 14:00 bis 17:00. 
Das Sanierungsbüro ist unter der Telefonnummer 05361-28-1853 erreichbar.

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