Sanierungsgebiet Westhagen

Neugestaltung und Aufwertung des Stadtteils Westhagen

Seit dem Jahr 2001 nimmt Wolfsburg-Westhagen am "Soziale Stadt"-Programm teil. Der Programmaufnahme voran gegangen war die seinerzeit noch obligatorische förmliche Festlegung eines Sanierungsgebietes.

Außenansicht einer Hochhausfassage im Stadtteil Westhagen

Bislang sind Fördermittel des Bundes und des Landes Niedersachsen in Höhe von fast 4,2 Mio. € in den Erneuerungsprozess - stadtinterne Bezeichnung: "Projekt Westhagen" - geflossen. Die Gesamtinvestitionen belaufen sich einschließlich des städtischen Drittels und unter Berücksichtigung von nicht-förderfähigen Kosten bis dato auf mehr als 6,5 Mio. € (Stand März 2014). 

Aktuell hat der Rat der Stadt in öffentlicher Sitzung vom 22.06.2016 beschlossen eines neues Projekt im Rahmen des Bund-Länder Förderprogramms „Soziale Stadt“ umzusetzen: Den Rückbau der Wohnanlage Dessauer Straße 22-34.  

Die Kosten für die geplante Maßnahme betragen nach aktuellem Planungsstand 3 Mio. Euro und werden je zu einem Drittel von Bund, Land und der Stadt Wolfsburg selbst getragen. Umgesetzt wird das Projekt mithilfe der Neuland Wohnungsgesellschaft mbH. Sie wird das Projekt des Abrisses der genannten Gebäude koordinieren und anschließend auch die Neubebauung des Areals realisieren. Der Abriss der Gebäude und die Neubebauung des Gebietes sollen in mehreren Schritten erfolgen: 
  • Karte zeigt den betroffenen Gebäudekomplex in der Dessauer Straße © OpenStreetMap-Mitwirkende - Veröffentlicht unter Open Database License (ODbL) © Stadt WolfsburgAbriss der weitgehend unbewohnten Häuser 22-34 im südlichen Teil der Fläche
  • Neubebauung für die aktuell bewohnten 72 Wohneinheiten der Hausnummern 14 -20 im Freibereich östlich der Dessauer Straße
  • Zuletzt werden die Häuser 14-20 abgerissen und die Fläche wiederbebaut. 
Parallel zur Vorbereitung des Abrisses soll außerdem ein städtebaulicher Wettbewerb durchgeführt werden. Ziel des Wettbewerbes ist es ein Konzept zu entwickeln für die Art und Gestaltung der Wiederbebauung. 

Durch den Komplettabriss inkl. Wiederbebauung soll das Areal vollständig neugeordnet werden und damit dazu beitragen die Sanierungsziele des Projektes „Soziale Stadt“ im Ortsteil zu erreichen. Mit der Neuland mbH als Bauherrin wird zur Umsetzung des Projektes,  der rechtliche Rahmen durch den Abschluss eines Städtebaulichen Vertrages geschaffen. 

Weiterführende Informationen:

Umbaumaßnahmen sind beendet – umgestaltete Halberstädter Straße wurde am 27. April eingeweiht

Der nördliche Abschnitt der Halberstädter Straße in Wolfsburg wurde am Mittwoch, 27. April 2016, von Oberbürgermeister Klaus Mohrs und vom Ersten Stadtrat Werner Borcherding eingeweiht. Die offizielle Eröffnung fand ab 14 Uhr im Wendekreis der Halberstädter Straße in unmittelbarer Nähe zum ebenfalls erneuerten Haupteingang des Schulzentrums Westhagen statt.

Neben einigen Ansprachen wird die Einweihung von Solisten des Schulzentrums Westhagen musikalisch umrahmt. Die Anwohner der Halberstädter Straße und interessierte Bürger können der Einweihung beiwohnen. Abschließend werden Gehölze im westlich gelegenen Bereich, einer grünen Insel, dem sogenannten Pocket Park, angegossen.

Der Umbau der Halberstädter Straße Nord wurde im Rahmen der Teilnahme Westhagens am Bund-Länder-Programm „Soziale Stadt“ realisiert. Sie wird zu zwei Drittel mit Städtebaufördermitteln des Bundes und Landes unterlegt.

Das Projekt wurde zeitgleich mit der Aufwertung des Haupteingangsbereiches am Schulzentrum Westhagen und dem Neubau des Lehrer-Parkplatzes hinter dem dortigen Discounter vorgenommen.

Durch das Vorhaben wurde die Parkplatzanzahl vergrößert. Im Bereich der Halberstädter Straße Nord gibt es nun 88 Stellplätze (vorher 40). Für Lehrer stehen jetzt 83 statt bisher 62 Einstellmöglichkeiten zur Verfügung.

Die Verkehrssicherheit wurde auch für Fußgänger durch größere Querschnitte und verbesserte Orientierung im Straßenraum sowie zwei deutlich gekennzeichnete und gut einsehbare Querungen erhöht.

Einschließlich Grünflächen wurden insgesamt fast 10.000 Quadratmeter beplant. Baubeginn war im Juli vergangenen Jahres. Für den Verkehrsraum wurden rund 1,2 Millionen Euro aufgewandt und damit weniger als zunächst geplant. Für den Schulvorplatz und den Lehrerparklatz wurden noch einmal 970.000 Euro aufgewendet.

Der Plan zum Sanierungsvorhaben in der Halberstädter öffnet sich in einem neuen Fenster Straße

Das Bund-Länder-Programm "Soziale Stadt" wurde im Jahr 1999 gestartet, um der zunehmenden räumlichen und sozialen Fragmentierung der Gesellschaft vor allem in den Groß- und Mittelstädten entgegen zu wirken. Das Programm hat bundesweit in bislang rund 600 Stadtquartieren in über 375 großen und kleineren Kommunen eine positive Trendwende eingeleitet. 

Das "Soziale Stadt"-Programm wurde innerhalb der bestehenden Rechtssystematik der Städtebauförderung als ergänzende Komponente angelegt. Im Jahr 2004 sind für "Maßnahmen der Sozialen Stadt" eigenständige Instrumente geschaffen worden (vgl. § 171e BauGB), die heute anstelle der bzw. ergänzend zu den Vorschriften für die "klassische" Stadterneuerung angewendet werden können. 

Kernziel des Programms "Soziale Stadt":

  • die physischen Wohn- und Lebensbedingungen der Bewohnerinnen und Bewohner sowie die wirtschaftliche Basis in den Stadtteilen zu stabilisieren und zu verbessern,
  • die Lebenschancen durch Vermittlung von Fähigkeiten, Fertigkeiten und Wissen zu erhöhen,
  • das Gebietsimage, die Stadtteilöffentlichkeit und die Identifikation mit den Quartieren zu stärken.

"Soziale Stadt" wird, ebenso wie die klassischen Stadterneuerungsprogramme, zu einem Drittel mit Mitteln des Bundes, zu einem Drittel mit Landesmitteln und zu einem weiteren Drittel mit kommunalen Geldern unterlegt ("Drittelfinanzierung").
Während die vom Bund für das "Soziale Stadt"-Programm bereit gestellten Mittel seit 2011 stark zurückgefahren worden waren (von zuvor ca. 90-110 Mio. € jährlich auf zeitweise weniger als 30 Mio. €), steht aufgrund einer entsprechenden Vereinbarung im Koalitionsvertrag für das Programmjahr 2014 nunmehr eine Aufstockung der Bundesmittel von 40 auf 150 Mio. € in Rede.

Wie diese beinahe Vervierfachung der Bundesmittel auf die einzelnen Bundesländer und dort - um die jeweiligen Landesmittel ergänzt - auf die einzelnen Programmgebiete umgebrochen wird, steht noch nicht fest. Auch wird die dafür erforderliche Bund-Länder-Vereinbarung üblicherweise erst im späten Frühjahr unterzeichnet. Die Aussichten für die künftige Ausstattung des Programmgebietes Wolfsburg-Westhagen mit weiteren Fördermitteln sind jedenfalls sehr positiv.

Überblick über fertiggestellte Baumaßnahmen:

Gärten der Nationen 1. + 2. Bauabschnitt

Übersicht zu den Bauprojekten die im Rahmen der Aktion ''Gärten der Nationen'' entstanden sind

Freizeit- und Landschaftspark, Aufwertung der Geh- und Radweg einschl. Landschaftsgestaltung 

Übersicht der Projekte im 1. und 2. Bauabschnitt


Gärten der Nationen 3. +  4. Bauabschnitt

Visualisierung der Baumaßnahmen zum Projekt Gärten der Nationen im 3. und 4. Bauabschnitt

Mit der "Stadtachse" wurden Dresdner Ring und der Westhagener Marktplatz in Form eines Gehbandes miteinander verbunden.

Übersicht der Projekte im 3. und 4. Bauabschnitt


Mehrzwecksaal im FZB

Innansicht des Bauprojektes Mehrzwecksaal im Freizeit- und Bildungszentrum

Umbau des "Mehrzwecksaales" im Freizeit- und Bildungszentrum

Dokumentation zum Umbau des Mehrzweckssaals im Freizeit- und Bildungszentrum


Provisorische Parkplätze

Außenansicht des provisorischen Parkplatzes

Nicht vergessen werden darf der - nicht mit Fördermitteln unterlegte Interims-Parkplatz an der Halberstedter Straße, auch wenn dieser im Zuge der endgültigen Umgestaltung des Straßenraums im Jahr 2015 wieder beseitigt worden ist. Der Parkplatz bot 22 zusätzliche Parkplätze, die in der Halberstedter Straße dringend benötigt wurden. Sie haben geholfen, den Parkdruck in diesem Bereich zu lindern, noch bevor die notwendigen Fördermittel für den inzwischen abgeschlossenen „großen“ Straßenumbau zu Verfügung standen.

Ein Gesetzbuch mit einem aufgedruckten Paragraphen © ernsthermann - Fotolia.comMit Ratsbeschluss vom 06.12.2000 wurden große Teile des Stadtteils Westhagen förmlich als Sanierungsgebiet festgelegt (vgl. § 142 Baugesetzbuch). Dem voran gegangen waren eine vergleichende Untersuchung zum Erneuerungsbedarf in den Stadtteilen Detmerode, Westhagen und in der Nordstadt (1998) und so genannte "Vorbereitende Untersuchungen" für Westhagen nach § 141 Baugesetzbuch (1999).

Die Sanierungssatzung wurde am 15.02.2001 bekannt gemacht. Am 14.06.2006 wurde der räumliche Geltungsbereich der Sanierungssatzung mit dem Ziel geändert, das Erneuerungsgebiet zu "straffen". Zu diesem Zweck sind Teilflächen aus dem Sanierungsgebiet entlassen worden, deren tatsächliche Aufwertung sich in der Zwischenzeit als nicht realistisch bzw. als nicht vordringlich erwiesen hatte:

Hiervon waren in erster Linie Teilabschnitte des Dresdener Rings und der Frankfurter Straße sowie das Gelände der Heinrich-Nordhoff-Schule an der Grenze zum Laagberg betroffen. Andere, zuvor nicht enthaltene Flächen galt es dagegen in das Sanierungsgebiet aufzunehmen, nachdem sich gezeigt hatte, dass diese Bereiche unbedingt im Sanierungszusammenhang zu diskutieren sind.

Die Integration von Flächen in das Erneuerungsgebiet betraf in erster Linie Wohnbauflächen am Dresdener Ring, an der Halberstädter und der Dessauer Straße. 

Die rechtlichen Grundlagen zum Herunterladen

Beitrag kommentieren

Bitte beachten Sie unsere Richtlinien. Erforderliche Felder sind markiert *
Zu den Nutzungsbedingungen von wolfsburg.de

ABSCHICKEN

VIELEN DANK Ihr Kommentar ist bei uns eingegangen. Dieser wird nun redaktionell geprüft und anschließend veröffentlicht. OK

Hinweis Beim Absenden ihres Kommentars ist leider ein Fehler aufgetreten. Bitte kontaktieren Sie uns stattdessen über das Kontaktformular. OK

Westhagen

Optimale Nah- und Kinderversorgung

Informationen zu Öffnungszeiten und Dienstleistungen der Sprechstelle sowie der Geschichte von Westhagen
Direktlink Onlineservice
Direktlink Newsroom
Direktlink Öffnungszeiten